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Potsdam Groß Glienicke beharrt auf Bus zum Hauptbahnhof
Lokales Potsdam Groß Glienicke beharrt auf Bus zum Hauptbahnhof
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20:11 24.05.2018
Die Endhaltestelle Campus Jungfernsee. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam/Groß Glienicke

Nach dem Bau- und dem Umweltausschuss hat auch der Finanzausschuss ein mittlerweile sechs Punkte umfassendes Paket von Maßnahmen bestätigt, mit dem die Situation der Pendler erträglicher werden soll. Dabei geht es vor allem darum, Wartezeiten beim Umstieg an der Endhaltestelle zu vermeiden und zu verkürzen.

Künftig sollen Straßenbahnen mit einem direkten Busanschluss nach Groß Glienicke besonders gekennzeichnet sein. Auch die elektronischen Anzeigetafeln an den Haltestellen sollen künftig auf Direktanschlüsse hinweisen. Geprüft werden soll, ob zu Spitzenzeiten am Nachmittag und Abend Busse zur Entlastung bis zum Hauptbahnhof durchfahren.

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Aktuell gibt es durchgehenden Busverkehr nur noch für Schüler aus Groß Glienicke. Der Umstieg am Campus Jungfernsee soll verbessert werden. Für wartende Fahrgäste soll es Unterstellmöglichkeiten geben. Auf Antrag von SPD-Fraktionschef Pete Heuer soll die Einrichtung eines Kiosks und einer Toilette an der Endhaltestelle geprüft werden.

Diskutiert und beschlossen wurden die sechs Punkte im Zusammenhang mit einem Antrag des Groß-Glienicker Ortsbeirats auf Wiederaufnahme des durchgehenden Busverkehrs.

Mittlerweile gibt es nach Angaben der stellvertretenden Ortsvorsitzenden Birgit Malik (Groß-Glienicker Forum) eine neue Textfassung, nach der der Busverkehr zumindest so lange wieder durchgängig sein soll, bis alle eingesetzten Trams und alle Straßenbahnhaltestellen an der Strecke barrierefrei sind und die Gesamtfahrzeit mit Bus und Tram inklusive Umstieg nicht über der einer durchgehenden Busverbindung liegt.

Vom Ortsbeiratsmitglied Andreas Menzel (parteilos) geäußerte generelle Kritik an dem zusätzlichen Umstieg nach der Verlängerung des Tramgleises Richtung Norden wurde im Finanzausschuss von Bürgermeister Burkhard Exner (SPD) als „skurril, absolut skurril“ zurückgewiesen: „Die Forderung, alles beim Alten zu belassen, halte ich für absolut kontraproduktiv.“

Der in Groß Glienicke geforderte durchgehende Busverkehr in die Potsdamer Innenstadt parallel zur Straßenbahn würde den Verkehrsbetrieb pro Jahr 450 000 Euro zusätzlich kosten, sagte ViP-Geschäftsführer Martin Grießner im Finanzausschuss auf Nachfrage von Grünen-Fraktionschef Peter Schüler.

Das Tramgleis soll bis 2025 zunächst bis Krampnitz und Fahrland verlängert werden. Eine Straßenbahn nach Groß Glienicke ist nicht geplant.

Von Volker Oelschläger

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