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Potsdam Große Ausbaupläne im Friedrichspark
Lokales Potsdam Große Ausbaupläne im Friedrichspark
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14:15 26.04.2018
Der Friedrichspark an der Autobahnauffahrt Marquardt besteht bislang nur aus dem Hornbach-Baumarkt (Mitte oben); einem Stahlhandel, einem Busunternehmen und einer Flächensolaranlage (oben rechts) Quelle: Lutz Hannemann
Marquardt

Mit Gebäudehöhen bis zu 35 Metern schocken die Planer des Gewerbegebietes Friedrichspark die Anwohner der Nachbargemeinden. Aus früheren Planungen eines Freizeitparkes mit Ski-Turm und Aussichtsturm sind zulässige Höhen von 60 Metern im Bebauungsplan geblieben; der Ortsbeirat von Satzkorn warnte am Dienstag im Bauausschuss vor Hochregallagern wie dem 43-Meter-Koloss im polnischen Wronki. Der Beirat will nur Gebäudehöhen bis zu 20 Metern zugelassen sehen und zeigte Simulationen, wie verstellt die Sicht aus den nahe gelegenen Wohnhäusern mit 30 Meter hohen Bauten wäre. Auch die Lärmreflexion durch so hohe Wände wurde kritisiert. Die Beiratsmitglieder mussten sich im Ausschuss aber auch daran erinnern lassen, dass einige nahe Wohnhäuser erst nach der Jahrtausendwende von den jetzigen Eigentümern gekauft wurden, als der Gewerbepark schon fast zehn Jahre eröffnet und das Gebiet für Sport- und Freizeitnutzungen ausgewiesen war..

Auf die gewünschten Bauhöhen kann die Stadt nicht heruntergehen, weil sonst die Wirtschaftlichkeit der Gewerbeblöcke nicht mehr gegeben sei, erklärte Stadtplanungschef Andreas Goetzmann. Aber man wird Betriebe der Abfallverwertung, Biogasanlagen und Firmen mit Staubentwicklung ausschließen.

Vorschläge für Freizeit- und Erholungseinrichtungen werden abgelehnt. Wegen des ständigen An- und Auslieferverkehrs beargwöhnen die Ortsbeiräte den Bau von Lager- und Umschlagsbetrieben, doch sind die in den Augen der Stadt wirtschaftlich nötig. Viele gewerbliche Betriebe umfassen einen Warenumschlag, so die Stadt, die sich dabei auch auf Pläne zum Bau zweier Möbelhäuser bezieht. Gerade solche Firmen mit hohem Warenumschlag müssen gut erreichbar sein. Deshalb soll es ein Ringerschließungsstraße geben statt einer Mittelachse, die als havarieanfällig gilt.

SPD-Fraktionschef Pete Heuer ist das zu vage. Er will wissen, was in den Friedrichspark kommen soll und welche Unterschiede es zwischen den früheren Plänen und dem jetzigen gibt. Der Ausschuss wird also ein zweites Mal beraten müssen.

Von Rainer Schüler

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