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Potsdam Haustechnik sorgt für reibungslosen Ablauf im Museum Barberini
Lokales Potsdam Haustechnik sorgt für reibungslosen Ablauf im Museum Barberini
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12:59 25.07.2018
Haustechniker Carsten Loeper im Keller des Barberini vor der Klimaanlage. Quelle: Fotos
Potsdam

Das Herzstück des prunkvollen Palais Barberini ist erstaunlich schmucklos. Im Untergeschoss des Museums, weit weg von Besuchern und millionenschweren Gemälden, befindet die Schaltzentrale der Haustechnik. Bunte Klebezettel statt aufsehenerregender Richter-Werke hängen hier an den Wänden, die volle Konzentration gilt einem Monitor. Carsten Loeper hat hier alles im Blick. „Über das Gebäudeleitsystem kann ich zum Beispiel das Klima im gesamten Gebäude Haus überprüfen“, erklärt der 52 Jahre alte Beelitzer. Denn das ist seine Aufgabe im Besuchermagneten Barberini: Der Haustechniker Carsten Loeper sorgt dafür, dass alles läuft.

Gemeinsam mit zwei Kollegen ist er täglich ab 7 Uhr im Einsatz. „Außer Karten verkaufen und Bilder malen machen wir alles“, sagt er scherzend. Alles, das ist in diesem Fall nicht übertrieben. Klimaanlagen, Beleuchtung, Toilettenspülung und die Pflege der Buchsbäume gehören für die Techniker zum Alltag. Sie organisieren die Musikanlage für Veranstaltungen und die Bestuhlung für Symposien, überprüfen die Temperatur in den Räumen und stellen den Ton einer Videoinstallation wieder an, wenn er ausfällt. Und vor allem sorgen sie im Technikraum für einen reibungslosen Ablauf des Museumstages. „Unsere Arbeit beginnt im Keller“, sagt Loeper. Der erste Blick der Haustechniker gilt dem digitalen Gebäudeleitsystem, das die Räume überwacht. Es zeigt die Temperatur sowie die Luftfeuchtigkeit in den Ausstellungsräumen an – zu viel Feuchte in der Luft würde den Gemälden schaden. Außerdem prüft es die Zuverlässigkeit der vielen unsichtbaren Installationen. Wenn mal etwas nicht funktioniert, blinkt ein roter Punkt auf dem Monitor. „Das ist hier der Fall“, erklärt Loeper und weist auf seinen Bildschirm. „Das ist aber kein Grund zur Panik, die entsprechende Firma ist bereits beauftragt, das defekte Modul auszutauschen.“

Doch die Techniker verlassen sich nicht nur auf ihr IT-System. Nachdem dort alles gecheckt ist, folgt der tägliche Rundgang. Eineinhalb Stunden ist Loeper im Untergeschoss unterwegs. er prüft die Sicherungskästen – 15 davon stehen allein hier im Keller, jeder einzelne ist so groß wie ein Kleiderschrank –, wirft einen Blick auf die Kältemaschinen mit dem Umfang eines Kleinwagens, kontrolliert Leitungen und Dichtungen. „Die Anlagen hier im Haus arbeiten sehr zuverlässig, sie entsprechen den neuesten Standards“, sagt Carsten Loeper. In den mehr als zwei Jahren, die er im Barberini arbeitet, ist lediglich eine einzige größere Reparatur angefallen.

Schließlich dreht Loeper noch eine Runde über die Außenanlagen des Museums und durch die eigentlichen Ausstellungsräume. Sein Blick kreist dabei permanent, ihm fällt jede Unregelmäßigkeit auf. Auf der Freitreppe zur Alten Fahrt ist ein großer Fleck. „Sieht aus, als wäre da etwas ausgelaufen“, sagt Carsten Loeper. Sofort funkt er seine Kollegen an, die mit dem Reiniger ausrücken. In einem abgedunkelten Raum der Ausstellung, in dem eine Videoinstallation gezeigt wird, störten zwei winzige Leuchtdioden an der Wand das uneingeschränkte Vergnügen; noch vor der Öffnung des Hauses um 10 Uhr klettert ein Haustechniker auf die Leiter und klebt die Lichtpunkte ab. „Das Museum Barberini hat einen sehr hohen Standard“, sagt Loeper. Die Aufgabe jedes Mitarbeiters sei es, diesen Standard zu halten.

Dieser hohe Standard, die neuesten Anlagen und die anspruchsvollen Aufgaben sind es, die das Museum für Carsten Loeper zu einem besonders schönen Arbeitsplatz machen. „Mich begeistert, dass hier so viel Technik drinsteckt, die die Besucher nicht sehen – und auch gar nicht sehen sollen.“ Solange er und seine Kollegen alles im Blick haben, können die Gäste in den Ausstellungen störungsfrei den vollen Kunstgenuss erleben.

Dieser ist auch Carsten Loeper nicht egal. „Natürlich ist auch die Kunst richtig spannend“, sagt er. „Wann hat man sonst die Gelegenheit, mit weltberühmten Gemälden ganz allein zu sein?“

Von Saskia Kirf

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