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Potsdam Sechs außergewöhnliche Touren durch Potsdam
Lokales Potsdam Sechs außergewöhnliche Touren durch Potsdam
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00:21 23.01.2019
Entdecken Sie Potsdam in sechs außergewöhnlichen Touren. Quelle: Jan Russezki
Potsdam

Wer an Potsdam denkt, hat sofort Schlösser und Gärten vor Augen. Die Stadt hat aber viel mehr als Touri-Bustouren, Sichtachsen und schnöden Schnörkel zu bieten. Denn der Blick in die jüngere Vergangenheit und die Hinterhöfe Potsdams lohnt sich ebenso wie auf die Teller und die Zukunft der Stadt.

Für Touristen und Einheimische hat die MAZ die sechs spannendsten Touren zum Entdecken jenseits der ausgetretenen Sightseeing-Pfade zusammengestellt. Schlösser und Gärten sind hier Nebensache.

1. Potsdam kulinarisch

Essen verbindet. Deswegen ist eine kulinarische Stadtführung wohl die beste Art eine Stadt ins Herz zu schließen – schließlich geht Liebe durch den Magen. Und, weil alle irgendwann essen müssen, ist es auch eine gute Möglichkeit das Stadtleben kennenzulernen.

Wie Potsdam schmeckt, zeigen die kulinarischen Stadttouren von Eat the World. Von Snack zu Snack geht es durch das Höllandische Viertel oder die Potsdamer Altstadt. In Kneipen und Cafés, Wochenmärkten und regionalen Läden erfährt man Geschichten über Architektur, Stadtviertel, Kultur und Menschen.

Termin: Fast jeden Samstag und Sonntag zwischen 10.45 Uhr und 11.45 Uhr Treffpunkt: Je nach Führung St. Peter und Paul Kirche oder Alter Markt Dauer: Etwa drei Stunden Preis: Ab 33 Euro, für Kinder bis 12 Jahre 20 Euro Tickets: Unter www.eat-the-world.com oder weitere Informationen telefonisch unter +49 (0) 331 - 201 77 66

2. Kunstspaziergang an der Havel

„Ambos Mundos –Zwei Welten“ von Jörg Plickat bei der Führung „Kunst am Fluss“ in Potsdam Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam ist voll mit Kunst. Bis oben hin. Und zwar nicht nur in Museen, sondern auch im öffentlichen Raum. Weil selbst Potsdamern Skulpturen wie „Ambos Mundos –Zwei Welten“ von Jörg Plickat entgehen, haben sich das Museum Barberini, der Kunstraum Potsdam und die Villa Schöningen der Werke angenommen und unter dem Namen „Kunst am Fluss“ eine Tour initiiert.

Der Kunstspaziergang startet am Museum Barbarini, geht über den „Walk Of Modern Art“ zur Schiffbauergasse und endet in der Villa Schöningen an der Glienicker Brücke. An jedem Kunstwerk informieren die Guides über Geschichte, Bedeutung und Künstler sowie über die Potsdamer Museumslandschaft.

Termin: Das gesamte Jahr, jeden ersten Samstag im Monat. Treffpunkt: 14 Uhr an der Tourist Information am Alten Markt Dauer: Zwei Stunden Preis: Zwölf Euro, inklusive Tagesticket Potsdam AB und Eintritt Villa Schöningen, Museum Barberini und Potsdam Museum Tickets: Tourist Informationen im Hauptbahnhof und Am Alten Markt, telefonisch: 0331/275 55889 oder www.potsdamtourismus.de

3. Architektur der DDR

Potsdamer Kontrast: Staudenhof-Block neben der St. Nikolaikirche Potsdam Quelle: Berlins Taiga

Eigentlich ist Berlins Taiga für öffentliche Touren über die sowjetische Vergangenheit um den Zweiten Weltkrieg und den Kalten Krieg bekannt. Eine andere Facette Potsdams zeigt aber die privat buchbare Tour „Potsdam ostmodern“.

Potsdam sollte zu DDR-Zeiten ein sozialistisches Gesicht bekommen. Noch heute prägen die Hochhausbauten, das Interhotel (Mercure Hotel) und das Rechenzentrum das Potsdamer Stadtbild – was zu einem zentralen Potsdamer Streitthema wurde.

Termin: Nach Absprache Treffpunkt: Am Haupteingang zum Hotel Mercure (Lange Brücke, 14467 Potsdam) Dauer: 2,5 Stunden Preis: 139 Euro für maximal 15 Personen Tickets: Unter 0160 5111 887 oder www.berlinstaiga.de

4. Potsdamer Hinterhöfe

Hinterhof mit Fachwerk in der Friedrich-Ebert-Straße. Quelle: Andre Stiebitz

Ob begrünte Fachwerk-Idylle oder moderner Glas-Kronleuchter, der Blick hinter Potsdams Fassaden überrascht. In jedem Kar­ree gibt es Hinterhöfe zu entdecken. Eine alte Seifenfabrik, viel Fachwerk und ein ehemaliges Gefängnis erzählen in Potsdamer Hinterhöfen von großen Ereignissen und kleinen Anekdoten vom 18. Jahrhundert bis heute.

Von der Brandenburger Straße führt der Weg zu einem Fabrikgebäude im Luisenforum. Über dieses kommt man zur Hermann-Elflein-Straße, die wiederum den nächsten Innenhof versteckt. Eine feste Tour gibt es nicht. Sie unterscheiden sich je nach Guide.

Termin: Ab Mai jeden Freitag Treffpunkt: 16 Uhr an der Fontäne am Luisenplatz Dauer: Zwei Stunden Preis: Neun Euro Tickets: Tourist Informationen im Hauptbahnhof und Am Alten Markt, telefonisch: 0331/275 55889 oder www.potsdamtourismus.de

5. Blick in die Zukunft von Krampnitz

Auf dem ehemaligen Kasernengelände in Krampnitz soll ein neues Stadtquartier entstehen. Quelle: Benjamin Maltry

Mit Graffiti bemalte Klinkerbauten der Wehrmacht, eingestürzte Offizierswohnungen und ein zugewachsenes Freiluftkino. Das ehemalige sowjetische Kasernengelände in Krampnitz wirkt wie ein Lost Place. Kein Wunder, dass hier Szenen für den apokalyptischen Actionfilm „Resident Evil“ gedreht wurden. Dabei ist der Ort alles andere als ein verlorener Ort.

Hier soll in zehn bis 15 Jahren ein moderner Stadtteil für etwa 10.000 Menschen entstehen. ProPotsdam bietet in Führungen durch Krampnitz einen Blick in die Zukunft des Geländes an. In den Führungen werden geplante Projekte aus den Bereichen Städtebau, Mobilität und Energie vorgestellt und denkmalgeschützte Gebäude wie das Offizierskasino besichtigt.

Termin: Zwischen April und September jeden Sonntag Treffpunkt: 11 Uhr im Eingangsbereich des ehemaligen Kasernengeländes (Buslinie 638, Haltestelle Krampnitzsee) Dauer: Zwei Stunden Preis: Kostenfrei, aber mit Anmeldung Tickets: Die Führungen sind in einigen Wochen auf www.potsdamtourismus.de sowie in den Tourist Informationen am Alten Markt und im Potsdamer Hauptbahnhof buchbar.

6. Lost Place: Beelitz-Heilstätten

Die ehemalige Kochküche der Beelitzer Heilstätten im Herbst 2018. Quelle: Friedrich Bungert

Etwas außerhalb von Potsdam befinden sich die sagenumwobenen Beelitz-Heilstätten. Die verfallene Lungenheilanstalt lockt Fotografen ebenso wie Gruseltouristen. Große Teile des Krankenhauskomplexes sind aber privat und nur mit Führungen zugänglich. Eine gute Gelegenheit heraus zu finden, was es mit den Geschichten wirklich auf sich hat. Die Heilstätten haben nämlich eine lange Geschichte über ihre Besitzverhältnisse, technische Innovationen, Patienten und die Natur zu erzählen.

Das Unternehmen „Baum und Zeit“ bietet Führungen in und um die Heilstätten an sowie einen Baumkronenpfad und einen Barfußpfad. Es gibt auch Fototouren mit einem professionellen Fotografen. Hier treffen Ruinen auf moderne Projektideen.

Anfahrt: Mit dem Auto über die A9 und die B2, Mit der Regionalbahn 7 oder dem R1 Europaradweg Termin: Die meisten öffentlichen Touren finden ab März täglich statt. Der Baumkronenpfad ist im März 10 bis 17 Uhr geöffnet. Im April bis Oktober bis 19 Uhr. Treffpunkt: Straße nach Fichtenwalde 13, 14547 Beelitz-Heilstätten Dauer: Etwa eine Stunde Preis: Regulär sieben bis zehn Euro Tickets: Unter 033204/634723 oder www.baumundzeit.de

Von Jan Russezki

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