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Heute in Potsdam wichtig: Aktuelle Tipps und Termine am Dienstag, 25. Mai 2021.

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05:36 25.05.2021
Wir lösen das Bilderrätsel vom Sonntag auf, freuen uns auf den Sandmann und erinnern an einen guten Freund des alten Fritz der heute vor 243 Jahren gestorben ist. Foto:
Wir lösen das Bilderrätsel vom Sonntag auf, freuen uns auf den Sandmann und erinnern an einen guten Freund des alten Fritz der heute vor 243 Jahren gestorben ist. Foto: Quelle: Varvara Smirnova
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Potsdam

Alles neu macht der Mai: Im Kirchsteigfeld gibt es jetzt eine neue DHL Packstation. Ganze 81 Fächer stehen ab sofort am Lidl-Markt zur Verfügung. Rund um die Uhr können dort nun fleißig Pakete verschickt und empfangen werden. Die Packstationen wurden ja gerade in der Pandemie von vielen (wieder)entdeckt. Wir wagen mal die Prognose, dass der Packstation-Boom auch nach Corona anhält – wie auch immer die „Post-Corona-Zeit“ aussieht.

Die aktuelle Corona-Lage in Potsdam

In den vergangenen Tagen konnten wir uns ja immerhin schon ein wenig die (neue) Normalität genießen. Die gesunkene Inzidenz in Potsdam hatte beispielsweise die Außengastronomie möglich gemacht. Es gab zudem Theatervorstellungen, Museen hatten auf und es wurde sogar demonstriert.

Viele Gäste schreckten die Testregeln jedoch ab, kritisierte am Sonntag Mario Kade, Inhaber des Restaurants „Am Pfingstberg“ in Potsdam. Er müsse einige Gäste abweisen, weil diese etwa keine negativen Tests vorlegen könnten, sagte er der dpa. Trotz Lockerung könne von keinem richtigen Andrang die Rede sein, sagte Kade. Für Sonntag hätten sich über den Tag verteilt 60 Gäste angemeldet, für den gestrigen Montag etwa 80. Normalerweise kämen rund 300 Gäste am Pfingstsonntag oder -montag. Insgesamt gibt es 55 überdachte Plätze auf der Terrasse, die auf einem Hügel liegt und eine Aussicht auf die Landschaft bietet. Die Außenterrasse der Theaterklause in Potsdam war am Montag bei Sonne gut besucht, wie Chefin Lena Frenkel berichtete. Die Gäste seien gut gelaunt und freuten sich über die langsam wieder einkehrende Normalität.

Und die gute Nachricht: Der Inzidenz-Wert ist seitdem noch weiter gesunken. Zwar wird bekanntlich an Sonn- und Feiertagen weniger getestet, die Zahlen der vergangenen Tage sind daher nur bedingt aussagekräftig, gut sehen sie trotzdem aus. Die Inzidenz in Potsdam lag den Angaben des Robert-Koch-Institutes am Pfingstmontag sogar unter 50. Erfreulich ist zudem, dass die Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern seit Tagen stabil ist, die Zahl der Menschen, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen ist sogar seit neun Tagen einstellig. Die gelockerten Corona-Regeln gelten also weiterhin.

Tipps und Termine für den heutigen Dienstag

Nachdem bereits am vergangenen Wochenende die ersten Museen in Potsdam wieder für Besucher geöffnet hatten, zieht am heutigen Dienstag auch das Filmmuseum nach. So können Besucher heute die ständige Ausstellung „Traumfabrik - 100 Jahre Film in Babelsberg“ ebenso besuchen wie die Familienausstellung „Mit dem Sandmann auf Zeitreise“. Folgende Zeitfenster sind jeweils vorgesehen: 10 - 11.30 Uhr, 12 - 13.30 Uhr, 14 - 15.30 Uhr, 16 - 17.30 Uhr. Die telefonische Anmeldung wird empfohlen, aber auch bei einem spontanen Besuche könnte klappen – abhängig von der Besucherzahl. Das Kino bleibt jedoch bis auf Weiteres geschlossen. Wir empfehlen daher, im digitalen Kinofilm-Angebot des Filmmuseums zu stöbern.

Heute um 18 Uhr tagt der Bau- und Wirtschaftsausschuss im Treffpunkt Freizeit am Neuen Garten. Die Tagesordnung ist voll mit spannenden Themen. Beispielsweise würde der Ortsbeirat Grube gerne wissen, „wie viele Einwohner der ländlich geprägte Potsdamer Norden verträgt“. Wie sehen die Prognosen für das Einwohnerwachstum der Neuen Potsdamer Ortsteile einschließlich Grube und Eiche bis zum Jahr 2035 aus, was soll wann und wo gebaut werden – und wie kann man „die Bebauung und den Zuzug in diesen Gebieten verbindlich“ begrenzen? ebenfalls auf die Agenda hat es die „Wollestraße 52“ geschafft, ein „digitaler Geschenkgutschein für die Landeshauptstadt Potsdam die Kaufkraft in der Stadt binden und insbesondere den stationären Einzelhandel, die Gastronomie und weitere lokale Dienstleistungen stärken kann, eine mögliche Brücke nach Hermannswerder und natürlich darf das Thema Krampnitz in keinem Bauausschuss in Potsdam fehlen.

Ebenfalls um 18 Uhr, aber nur virtuell, startet der Ausschuss für Partizipation, Transparenz und Digitalisierung. Die Agenda ist etwas kürzer, aber nicht minder interessant. So stehen hier die Vor- und Nachteile der Luca-App auf der Tagesordnung, gerade in der derzeitigen Corona-Phase ja interessant, und auch der Volkspark befindet sich auf der Themenliste.

Die mit Abstand kürzeste Agenda hat heute die Sitzung des Ausschusses für Ordnung und Sicherheit. Thema dort sind unter anderem die mögliche Senkung der Müllgebühren in Potsdam, Schneeräumung auf Fahrradwegen und die Einführung einer Gelben Tonne Plus.

Prozess-Auftakt gegen Brandstifterin

Vor dem Landgericht Potsdam beginnt heute der Prozess gegen eine Frau, die im vergangenen Herbst „im Zustand der Schuldunfähigkeit“ Schuhe und Müll vor einer Wohnungstür in einem Mehrfamilienhaus angezündet haben soll. Die Flammen griffen jedoch auf die Fußmatte und schließlich auf die Wohnungstür und -rahmen über. Die ältere Mieterin bekam den Brand mit und konnte sich daher auf den Balkon retten. Die Feuerwehr kam gerade noch rechtzeitig, um einen Wohnungsbrand zu verhindern, die Frau wurde in ein Potsdamer Krankenhaus gebracht. Noch am gleichen Abend wurde die Angeschuldigte in einem anderen Mehrfamilienhaus von zwei Bewohnerinnen dabei ertappt, wie sie den Feueralarm auslöste.

Bilderrätsel: Die Auflösung

Haben Sie das neue Potsdam-Bilderrätsel von Sonntagmorgen gesehen? Jetzt kommt Ihre letzte Chance, es selbst zu enträtseln, denn nun folgt die Auflösung:

Das Potsdam-Bilderrätsel der MAZ. Wo ist das in Potsdam? Folge 7 Quelle: Peter Degener

Roter Backstein, hohe Giebel und Fensterläden mit grün-weißen Mustern – dieser Haustyp prägt das Holländische Viertel. Doch wer sich auf die Details einlässt, kann viele unterschiedliche Varianten entdecken. Und zwischen den barocken Originalen, die der Baumeister Johan Bouman zwischen 1733 und 1742 im Auftrag des Soldatenkönigs am Bassinplatz errichten ließ, stehen auch eine ganze Reihe jüngerer Häuser.

Gesucht waren diese Häuser an der Gutenbergstraße an der Ecke zur Hebbelstraße. Quelle: Peter Degener

Im Zweiten Weltkrieg gab es eine Reihe von Zerstörungen. Vor allem die Ecke von Gutenbergstraße und Hebbelstraße wurde schwer getroffen. Gleich drei Häuser gingen hier verloren. Während die Ecke des Karrees bis heute fehlt, wurden in den 1950er Jahren immerhin zwei Häuser durch die Architekten Otto von Estorff und Gerhard Winkler wieder aufgebaut. Doch das Baumaterial war knapp, nicht einmal für ein Baugerüst reichte es – oder man hätte lange darauf warten müssen. Also griffen die beiden Baumeister auf eine mittelalterliche Technik zurück.

Ab einer gewissen Höhe nutzten sie kleine Kraggerüste, die man in eigens freigelassene Löcher in die neu errichtete Ziegelwand stecken konnte. Die bestanden aus nur wenig Holz. Ein Maurer konnte darauf stehen und die Wand ein Stück weiter mauern. Nach einigen Ziegelreihen wurde das Gerüst herausgezogen und in den nächsten Löchern der neuen Ziegelreihen weiter oben wieder in die Mauer gesteckt. So mauerten sie die Wände des Hauses bis unter das Dach hinauf– und hinterließen zugleich ein Muster mehrerer Reihen von Gerüstlöchern in der Fassade. Die wurden später einfach mit Mörtel geschlossen. Heute zeugen sie von Mangelwirtschaft - und von Improvisationstalent. (Rätsel: Peter Degener)

Damals war’s: Ein guter Freund vom Alten Fritz stirbt

Heute vor genau 243 Jahren starb Lord-Marschall Georg Keith im Alter von 85 Jahren in Potsdam. Der literarisch und philosophisch hochgebildete Schotte war gern gesehener Gast bei Tafelrunden Friedrichs des Großen. Keith wurde Lord Marschall genannt, da die Familie ein Erbrecht auf die Marschallswürde von Schottland besaß. 1747 war Keith seinem jüngeren Bruder James, der als Feldmarschall Friedrichs im Siebenjährigen Krieg fiel, nach Preußen gefolgt. Friedrich II. ernannte ihn 1751 zum preußischen Gesandten in Paris. Zwölf Jahre später ließ sich Lord George dann in Potsdam nieder und der Monarch ließ vis-a-vis seines Weinbergschlosses ein Domizil für den Freund bauen: Das „Keith-Haus“ an der Lennéstraße 9, direkt am so genannten „Affengang“. Dieser Zugangsweg gehörte ursprünglich zum Garten des Lord-Marschall-Keith-Hauses. Der Vertraute des Königs Friedrich II., Lord-Marschall Georg Keith, erhielt die Genehmigung, in der Schlossachse Sanssouci ein Wohnhaus zu errichten. An dem von 1764 bis 1766 erbauten Gebäude erstreckt sich der dazugehörige Garten bis an die Allee am Grünen Gitter.

Blick von der Villa des Lord-Marschalls George Keith über den Garten direkt auf das Schloss Sanssouci. Quelle: Christel Köster (Archiv/ Dezember, 2009)

Nach dem Tode Keiths 1778 kam das Haus in königlichen Besitz und diente zum Beispiel Gräfin Ingenheim, Alexander von der Mark und Hofmarschall von Maltzahn als Wohnsitz. Nach dem Bau der Villa Liegnitz 1841 auf dem benachbarten östlichen Grundstück wurde der von Peter Joseph Lenné gestaltete und von Emil Sello 1880/1881 modernisierte Garten umfriedet und der Keith-Garten verkleinert. Erst um 1892 wurde zwischen dem königlichen Freischulhaus (Lennéstraße 7) und dem Lord-Marschall-Keith-Haus für die Anwohner aus der Brandenburger Vorstadt ein Zugang zum Park Sanssouci durch den östlichen Teil des ehemaligen Keith-Gartens angelegt.

Blick von der Lennéstraße auf das Keith-Haus. Quelle: Hajo von Cölln

Die umgangssprachliche Bezeichnung „Affengang” für den Weg geht übrigens auf einen Rhesusaffen zurück, den Prinz August Wilhelm in den 1930er Jahren im Aviarium (Vogelkäfig) am Stibadium im Garten der Villa Liegnitz gehalten hatte.

Verkehr in Potsdam

Zwei neue Voll- bzw. Halbsperrungen erwarten Autofahrer heute in Potsdam. Die eine, vermutlich die weniger frequentierte Stelle, ist heute und morgen in der Fintelmannstraße in Höhe Nr. 41 in Bornstedt. Grund für die Vollsperrung ist eine Kranaufstellung. Auch die zweite Vollsperrung betrifft keine der großen Straßen unserer Stadt, doch die Menschen in der Brandenburger Vorstadt werden das Verkehrshindernis deutlich zu spüren bekommen – vor allem, weil sie fast einen Monat Bestand haben soll: Wegen der Erneuerung von Schutzwasser- und Trinkwasserhausanschlüssen muss die Lennéstraße zwischen der Hausnummer 28 und 34 von heute an bis Mitte Juni in Abschnitten halbseitig und voll gesperrt werden.

Eine altbekannte Vollsperrung geht heute ein klein wenig auf Wanderschaft. Bekanntlich ist die Leipziger Straße zwischen Speicherstadt und Leipziger Dreieck voll gesperrt. Der Verkehr wird dort über den Brauhausberg umgeleitet, was zu erhöhter Staugefahr in stadteinwärtiger Fahrtrichtung auf der Straße Brauhausberg führt.

An der Baustelle geht es jedoch voran. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ab heute verschiebt sich die Vollsperrung im Baubereich, was zur Folge hat, dass die Speicherstadt mit dem Kfz derzeit nur noch von Süden kommend erreichbar ist. Menschen die mit dem Drahtesel oder zu Fuß unterwegs sind, haben dieses Problem nicht, sie kommen durch.

Das Wetter in Potsdam

Im Großen und Ganzen war das Wetter über Pfingsten akzeptabel, der Montag größtenteils sogar prima. Von der Erinnerung müssen wir jedoch eine ganze Weile zehren: Die Aussichten für heute und die kommenden Tage sind eher durchwachsen. Frühlingswetter, von sommerlich wollen wird gar nicht reden, wird es wohl erst gegen Ende der Woche geben.

Von MAZonline

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