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Heute in Potsdam wichtig: Aktuelle Tipps und Termine am Montag, 17. Mai 2021

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05:24 17.05.2021
Diverse Baustellen sorgen heute für einige Verkehrsbeeinträchtigungen, wir lösen das aktuelle Bilderrätsel auf und empfehlen einen virtuellen Rundgang durchs Museum Barberini.
Diverse Baustellen sorgen heute für einige Verkehrsbeeinträchtigungen, wir lösen das aktuelle Bilderrätsel auf und empfehlen einen virtuellen Rundgang durchs Museum Barberini. Quelle: Marcel Kusch/ MAZ / Museum Barberini
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Potsdam

Guten Morgen! Wochenlang hat uns der aufsehenerregende Fall beschäftigt, heute werden im Prozess um den „Tod im Gartenteich“ die Plädoyers der Anklage sowie der Verteidigung erwartet. Am letzten Verhandlungstag kam der psychiatrisch-forensische Sachverständige zu Wort. Er bescheinigte dem angeklagten, eitel, gefühlskalt, skrupellos zu sein. Kurz: Ein Narzisst. Der Angeklagte wird heute die Möglichkeit erhalten, sich noch einmal abschließend zu äußern.

Die aktuelle Corona-Lage in Potsdam

Brandenburg will mehr Menschen im Land ein Impfangebot gegen das Coronavirus machen und dafür die Prioritätsgruppe 3 vollständig freigeben. Bislang waren nicht alle Menschen, die zu dieser Gruppe gehören, impfberechtigt. Der Beschluss muss noch durch das Impfkabinett bestätigt werden. Damit sei Anfang dieser Woche zu rechnen. Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB), Peter Noack, hielt eine vollständige Aufhebung der Impfreihenfolge für sinnvoll, wenn genügend Impfstoff zur Verfügung stehe.

Die KVBB hat aber auch darauf hingewiesen, dass wegen Impfstoffmangels auch in dieser Woche nicht alle impfberechtigten Bürger schnell einen Termin bekommen könnten. Die Impfstoffmenge für Erstimpfungen sei weiterhin stark begrenzt, sagte der KVBB-Vorsitzende Peter Noack bereits vergangene Woche. So habe der Bund angekündigt, dass ab heute maximal zwölf Impfdosen des Herstellers Biontech/Pfizer pro Arzt für Impfungen in den Praxen bestellt werden könnten. Der Großteil des Impfstoffes wird für anfallende Zweitimpfungen benötigt.

Wir hoffen einfach mal, dass sich das schnell ändert. Nicht ändern wird sich hoffentlich die derzeitig niedrige Inzidenz. Seit vergangenen Freitag liegt Potsdam unter der 100er Marke. Fehlen noch vier Tage mit einer Inzidenz unter 100, damit die vom Land Brandenburg beschlossenen Öffnungen der Außengastronomie und von Kultur- und Sportstätten auch in Potsdam möglich sein könnten. Frühestens am Freitag vor Pfingsten gelten diese. Im Laufe des Morgens erfahren wir die neuesten Corona-Zahlen.

Potsdam-Bilderrätsel: Die Auflösung

Haben Sie das neue Potsdam-Bilderrätsel von Sonntagmorgen gesehen? Jetzt kommt Ihre letzte Chance, es selbst zu enträtseln, denn nun folgt die Auflösung:

Das Potsdam-Bilderrätsel der MAZ. Wo ist das in Potsdam? Folge 6 Quelle: Peter Degener

Acht breite Arme dienten seit den Achtziger Jahren als Rutschen. Zwischen den zwei dicken Augen aus Granit und am „Rücken“ des runden Objekts führten Treppen hinauf. Doch die „Große Krake“ des Kunsthandwerkers Johannes Bürger ist kein Spielgerät mehr. Der Magnus-Zeller-Platz wurde 2004 umgestaltet, die Rutsche zu einem Brunnen. Aus den Treppen hinauf wurden Kaskaden, auf denen nun das Wasser hinabfließt. Kinder planschen höchstens im flachen Becken rings um das Wassermonster.

Der Große Krake am Magnus-Zeller-Platz am Schlaatz. Quelle: Peter Degener

Der exotische Krake ist ein Außenseiter am Schlaatz, wo alle Straßen und Höfe nach Greifvögeln, Bäumen und Wassertieren benannt sind, die in unserer Region auch beheimatet sind. Doch der Exot ist nicht allein. Das Eingangstor zum Schlaatz bekam im Gegensatz zu allen Straßen in der Nähe den Namen eines Malers. Der Platz wurde nach dem Expressionisten Magnus Zeller (1888-1972) benannt. Immerhin ist der im Gegensatz zum Kraken in der Region heimisch: Er verbrachte einen Großteil seines Lebens in Caputh, wo er auch Ehrenbürger war. In Potsdam wird er geehrt, weil er nach 1945 zu den kulturellen Aktivisten der ersten Stunde gehörte und den Kulturbund mit aufbaute.

Tipps und Termine für heute in Potsdam

Französischer Impressionismus: Das Museum Barberini bietet auch heute wieder einen virtuellen Rundgang durch die Sammlung Hasso Plattner an. In einer Zoom-Konferenz führen Kunsthistoriker live und online durch die Galerien und zeigen die Kunstwerke des französischen Impressionismus auf der Basis von 360-Grad-Ansichten sowohl in der Ausstellungsansicht als auch im Detail. Die Führung dauert etwa 50 Minuten und kostet 3 Euro. Teilnehmende können dem Guide Fragen stellen oder auch einfach nur zuhören.

Open-Air-Ausstellung: Heute Mittag werden Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert, zugleich Vorstandsvorsitzender proWissen Potsdam e.V., und Manja Schüle, Brandenburgs Kultur- und Wissenschaftsministerin, gemeinsam die aktuelle Bauzaunausstellung zum Thema „Bioökonomie findet Stadt“. Zu sehen ist die Ausstellung dann ab sofort in der Dortustraße, zwischen Spielplatz „Plantage“ und dem Rechenzentrum.

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Damals war’s

Erst wenige Monate war der Zweite Weltkrieg vorbei, da gab der Oberste Chef der Sowjetische Militäradministration „Befehl Nr. 51“ heraus. Darin ging es um die Entnazifizierung der Kunst sowie die „aktive Verwendung der Kunstmittel im Kampf gegen den Faschismus“. Kurz gesagt: Von deutschen Leinwänden sollte nie mehr menschenverachtende Propaganda à la „Jud Süß“ oder „Kolberg“ ausgehen. Filme sollten helfen, die Deutschen „im Sinne einer konsequenten Demokratie zu erziehen“. Das war die gedankliche Geburtsstunde der Defa. Als erster deutscher Produktionsbetrieb erhielt am 17. Mai 1946 die Deutsche Film Aktiengesellschaft (Defa) im ehemaligen Althoff-Atelier in Potsdam-Babelsberg ihre sowjetische Lizenz.

Wenige Wochen zuvor begann Regisseur Wolfgang Staudte mit dem Dreh zum ersten deutschen Nachkriegsspielfilm. „Die Mörder sind unter uns“ entstand in den Studios – und in der Trümmerlandschaft des zerstörten Berlins. Staudte porträtiert in seinem Drama das Nachkriegsmilieu, stellt die Frage nach der Schuld von Täter und Mitläufern. Die Kunstform Film hat für die Alliierten eine wichtige Rolle für die Vermittlung von „Wissen, sozialen Verhaltensnormen und Werten“ gespielt.

Die Defa besaß als Filmfirma der DDR eine Monopolstellung. Der Staat finanzierte nicht nur die Produktionen, er begleitete auch die Drehbuchentwicklung, die Auswahl des Stabes, die Art der filmischen Umsetzung. Man „operierte“ bei der Defa „mal mehr, mal weniger geschickt in einem Wechselspiel zwischen politischem Auftrag und künstlerischer Freiheit“, sagt Filmwissenschaftler Frank-Burkhard Habel, der Nachschlagewerke zur Defa veröffentlichte. „Defa-Filme waren Programm und Propaganda, standen oft für Qualität und manchmal für Qual“, so Habel. Verboten gut waren gesellschaftskritische Filme wie „Das Kaninchen bin ich“ oder „Spur der Steine“, die innerhalb des kulturellen Kahlschlags nach der 11. Tagung des Zentralkomitees der SED kurz nach der Uraufführung aus dem Kino verschwanden oder nie das Licht der Leinwand erblickten. Um das filmkulturelle Erbe kümmert sich die Anfang 1999 gegründete Defa-Stiftung. (Aus dem MAZ-Archiv)

Verkehr heute in Potsdam

Gleich mit drei neuen Vollsperrungen starten wir heute in die Woche. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, wird am dem heutigen Montag in Drewitz die Trebbiner Straße in Höhe der Hausnummer 61 für einen Monat voll gesperrt. Das hat auch Auswirkungen auf die Nachtbuslinie N14. Aufgrund der Umleitung verkehrt der Bus zwischen den Haltestellen An der Brauerei und Marie-Juchacz-Straße in beiden Richtungen über Am Buchhorst, Verkehrshof, L79, Trebbiner Straße, Clara-Schumann-Straße, Marie-Juchacz-Straße. Fahrgäste müssen daher statt an der Haltestelle Drewitzer Straße/Am Buchhorst an Ersatzhaltestelle im Verkehrshof zu- und aussteigen, die Haltestelle Trebbiner Straße entfällt.

Nur für elf Tage ist dagegen die Tram-Querung in der Erich-Mendelsohn-Allee Ecke Erwin-Barth-Straße voll gesperrt.

Ebenfalls elf Tage dicht ist die Maulbeerallee zwischen Historischer Mühle und Sizilianischer Garten. Dort wird die Straße bis 21. Mai 2021 saniert. Das hat eine große Umleitung für den Bus der Linie 695 zur Folge. Der Weg führt nämlich über die Amundsenstraße weiter auf die Potsdamer Straße und schließlich die Bornstedter Straße. Mit anderen Worten: Die Fahrtzeit verlängert sich und die Stopps am Drachenhaus und der Orangerie entfallen völlig, für die Haltestellen Abzweig nach Eiche und Schloss Sanssouci sind Ersatzhaltestellen eingerichtet

Das Wetter heute in Potsdam

Das heutige Wetter wird sich kaum von dem Wetter am Wochenende unterscheiden. Regen wird es kaum geben, Temperaturen knapp unter 20 Grad werden erwartet.

Von MAZonline