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Heute in Potsdam wichtig: Aktuelle Tipps und Termine für Dienstag, 18. Mai 2021

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05:33 18.05.2021
Auf dem Gelände des ehemaligen Tramdepots wird heute der Grundstein für den bau mehrerer Hundert Wohnungen gelegt, das Freiland bittet um Rückgabe von gestohlener Technik und vor 22 Jahren gründete sich der Förderverein Stadtkanal.
Auf dem Gelände des ehemaligen Tramdepots wird heute der Grundstein für den bau mehrerer Hundert Wohnungen gelegt, das Freiland bittet um Rückgabe von gestohlener Technik und vor 22 Jahren gründete sich der Förderverein Stadtkanal. Quelle: Peter Degener
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Potsdam

Guten Morgen! Heute ist „Besuch-deine-Verwandten“-Tag und auch der „Deutsche Diversity Tag“. Würde uns auch freuen, wenn heute auch der „Ich-bringe-die-Beute-zurück“-Tag ist. Bei unseren Nachbarn im Freiland wurde nämlich eingebrochen und Technik gestohlen. Ein Teil des Diebesguts wurde bereits wieder in einem Vorgraten entdeckt, weiteres Equipment fehlt. Noch. Die Betreiber des Freilands bitten via Twitter, dass die Diebe ihre Beute aus dem Freiland doch gerne „unauffällig wieder auf den Hof“ stellen mögen. Der Bitte schließen wir uns an.

Die aktuelle Corona-Lage in Potsdam

Der Countdown läuft: 86,0… 84,3… 71,0… 66,0… Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt in Potsdam seit dem Ende der vergangenen Woche stetig. Für die brandenburgische Landeshauptstadt wurden von Freitag bis Montag insgesamt „nur“ 65 neue Covid-19-Infektionen bestätigt – so viel gab es in der Woche davor fast allein am Freitag. Die dritte Corona-Welle scheint abzuebben. Wenn es so weiter geht und heute sowie am morgigen Mittwoch – also an fünf aufeinanderfolgenden Tagen, der vergangene Sonntag nicht mitgerechnet – der Inzidenz-Wert unter 100 liegen, dann werden pünktlich zu Pfingsten die strikten Corona-Regeln in Potsdam gelockert. Ganz konkret: Bleibt die Inzidenz so niedrig, könnte bereits am Freitag, 21. Mai, in Potsdam die Außengastronomie öffnen, kulturelle Open-Air-Veranstaltungen mit bis zu 100 Menschen und gemeinsamer Sport wären möglich. Wir hoffen also, dass uns nicht heute oder morgen verspätete positive Testergebnisse vom Himmelfahrts-Wochenende die Freude auf ein coronamäßig entspannteres Pfingstwochenende verderben. Wir warten auf die aktuellen Zahlen am Dienstagmorgen.

Tipps und Termine

Theater live: Das Hans-Otto-Theater streamt am heutigen Dienstag um 19.30 Uhr das Stück „89/90“ nach dem Roman von Peter Richter. Es wird als Livestream aus der Reithalle gesendet.

Die Inszenierung von Regisseurin Fanny Brunner hatte im Oktober 2021 Premiere, coronabedingt konnten jedoch nur wenige Vorstellungen vor Publikum stattfinden. Wer sich noch hintergründig zum Stück informieren möchte, kann sich bereits jetzt eine Audioeinführung auf der Website des Theaters anhören. Hier geht es zur Homepage des Hans-Otto-Theaters.

Hackschnitzel zum Lunch: Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) bietet heute Mittag einen dreißigminütigen Talk zum Thema „Pappeln, Weiden und Robinien: Garanten für Wertschöpfung, Klima- und Umweltschutz“ an. Der Vortrag ist kostenlos und beginnt um 11.45 Uhr. Ralf Pecenka, Leiter AG Verfahrenstechnik für Energiepflanzen am ATB und Christian Böhm, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Bodenschutz und Rekultivierung der BTU Cottbus-Senftenberg, sprechen über den Anbau der genannten Bäume in Kurzumtriebsplantagen oder Agroforstsystemen und legen dar, dass die Pflanzen zu mehr nützlich sind als nur zu Hackschnitzel verarbeitet zu werden.

Grundsteinlegung am alten Tramdepot: Noch vergangene Woche musste Sprengmeister Mike Schwitzke zum Areal des alten Tramdepots an der Heinrich-Mann-Allee ausrücken: Bei Bauarbeiten auf dem Gelände wurde ein Blindgänger gefunden. Tausende Potsdamer mussten am Mittwoch ihre Wohnungen verlassen, damit die Experten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) ihre Arbeit machen die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg und die entschärfen konnten. Erfolgreich! Der Blindgänger wurde unschädlich gemacht und konnte abtransportiert werden. Heute wird dort nichts weggebracht, sondern hingelegt: Der Grundstein „für 341 soziale und nachhaltige Wohnungen der städtischen Gesellschaft Pro Potsdam“, teilte die Stadtverwaltung Potsdam mit. Und auch der Mike ist ein anderer: Anstatt Mike Schwitzke wird heute Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) an der Heinrich-Mann-Allee für ein Grußwort erwartet.

Zwei Ausschüsse tagen: Um 17.30 Uhr treffen sich heute die Mitglieder des Bildung- und Sportausschusses. Die Agenda ist übersichtlich, aber nicht spannend. So stehen beispielsweise die „integrierte Kita- und Schulentwicklungsplanung 2021 bis 2026“, mögliche „öffentliche Tennisplätze im Potsdamer Norden“ und eine „temporäre Sporthalle für die Schule am Schloss“ auf der auf der Tagesordnung. Informiert werden soll auch über den Sachstand bei der „Grundschule an der Medienstadt Babelsberg“ und die Bekanntgabe der Zahlen für das Ü-1-Verfahren für das Schuljahr 2021/22 sowie der Zahlen für das Ü-7-Verfahren für das Schuljahr 2021/22. Als letzter Punkt auf der Agenda steht „Symbiose aus Natur und Sport - Ein wettkampffähiger Disc Golf Parcours im Katharinenholz“.

Eine halbe Stunde später als ihre Kollegen kommen die Mitglieder des Ausschusses für Gesundheit, Soziales, Wohnen und Inklusion zu ihrer Videokonferenz zusammen. Auch hier die Agenda durchaus knapp. Diskussionsstoff bieten beispielsweise folgende Themen: „Schaffung einer Stelle zum Thema Seelische Gesundheit“, die „Einrichtung einer Koordinierungsstelle gegen Gewalt an Frauen, sexualisierte Gewalt und Stalking“ oder die Forderung nach „unterstützenden Maßnahmen zur Bekämpfung von Pandemie-Spätfolgen bei Jugendlichen“ bzw. eine grundlegende „Hilfsstrategie zur Betreuung von psychosozialen Auswirkungen der Pandemie“. Apropos Pandemie: Die Fraktion Freie Demokraten würde gerne prüfen lassen, ob eine „Abwasseranalyse als Frühwarnsystem zur Pandemiebekämpfung“ dienen kann. Schließlich geht es noch um die „Verwertung aussortierter Waren des Einzelhandels“ sowie die Erstellung des Potsdamer Armutsberichts.

Damals war’s

Heute vor 22 Jahren, am 18. Mai 1999, hatte sich der Förderverein Stadtkanal gegründet, mit dem Ziel „ein entscheidendes Stück Potsdamer Stadtgeschichte wieder zu beleben“. Was ist aus dem Ziel geworden?

Zur Erinnerung: In Potsdam ist ein Stadtgraben ab dem 12. Jahrhundert zur Entwässerung nachgewiesen. 1722 wird der Graben begradigt, vertieft und an den Wänden mit Holz verschalt Ab 1756 wird der Kanal zur holländischen Gracht mit Sandsteinbrücken ausgebaut. Bereits 1809 gab es die erste belegte Beschwerde von Anwohnern wegen der Geruchsbelästigung. Im 19. Jahrhundert werden dann einzelne Brücken durch Eisenkonstruktionen ersetzt. Das Ende des Stadtkanals kommt mit dem Zweiten Weltkrieg. Seit 1945 war der Kanal durch Kriegsschutt nicht mehr schiffbar.

In den Fünfziger Jahren werden zwar noch mehrere Brücken instandgesetzt, aber 1961 wird die erste Brücke abgerissen und die Zuschüttung angeordnet, die sich bis in die Siebziger Jahre hinzieht. 1999 gründet sich der Förderverein für die Wiederherstellung des Stadtkanals unter Vorsitz von Siegfried Benn. Danach beginnt der teilweise Wiederaufbau des Kanals. Zur Bundesgartenschau 2001 wird das erste 130 Meter lange Teilstück des rekonstruierten Stadtkanals zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Wilhelm-Staab-Straße eröffnet. Bis 2003 wird es bis zur Dortustraße verlängert. Die 130 Meter lange Einfahrt des Kanals bis zur früheren Kellertorbrücke wird bis 2009 ebenfalls rekonstruiert.

2005 findet der erste Kanalsprint des Kanuclubs Potsdam statt, wofür das leere Becken mit Wasser gefüllt wird. 2012 flutet das Localize-Festival das trockene Kanalstück in der Yorckstraße mit Kunst und Musik. Im Jahr 2014 sorgt eine Idee zweier Investoren für Aufregung: Sie wollen unter dem Stadtkanal eine Einkaufspassage bauen. Dafür will sich die „Initiativgruppe Stadtkanal“ zwei Stockwerke und mehr als 16 Meter tief in die Erde graben. Das außergewöhnliche Projekt soll mehr als 250 Millionen Euro kosten. Ein Jahr später wurde die Idee beerdigt. Dann, 2016, wird Ein zweiter Verein mit dem Namen „Bauverein Potsdamer Stadtkanal 1722“ auf Initiative von Willo Göpel gegründet. Göpel errichtet bis 2017 auch die Kellertorwache am Beginn des Kanals als privates Wohnhaus wieder. Und jetzt? Zuletzt hatte Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert Schritte zur Wiederbelebung des Stadtkanals angekündigt, sprach sich aber gegen eine „Kopie“ aus und nannte das Projekt „Neuer Stadtkanal“ – das war Anfang Januar 2020, vor der Coronakrise.

Später keimte Hoffnung aufgrund einer Äußerung von Hasso Plattner auf, doch dann versandete das Thema etwas. Das letzte Mal, dass über den Stadtkanal gesprochen wurde, war im Fernsehen: Bei „Bares für Rares“ mit Die „Kellertorbrücke“ wurde Ende Januar in der ZDF-Sendung „Bares für Rares“ mit Horst Lichter. In der TV-Sendung wurde das Bild „Kelltertorbrücke“ von Max Koch (1917, Öl auf Sperrholzplatte) an den Wiesbadener Händler David Suppes verkauft. Der Förderverein des Potsdam-Museums nahm, unterstützt von 41 privaten Spendern, sofort Kaufverhandlungen mit dem Händler auf und erhielt den Zuschlag. Weitere bzw. konkrete Planungen oder Ideen hinsichtlich des Stadtkanals sind derzeit nicht in der Umsetzung oder bekannt.

Verkehr in Potsdam

Gleich mehrere Kräne kommen heute und in den nächsten Tagen in der Straße Stadtheide in Potsdam West zum Einsatz. Infolgedessen wird die Straße in Höhe der Hausnummer Nr. 36 bis Donnerstag jeweils täglich von 7 Uhr morgens bis 17 Uhr voll gesperrt.

Das Wetter heute in Potsdam

Machen wir es kurz. Das Wetter in Potsdam wird heute so wie gestern.

Von MAZonline