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Heute wichtig in Potsdam: Aktuelle Tipps und Termine für Freitag, 14. Mai 2021.

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05:21 14.05.2021
Blut spenden und eine Grillzange mitnehmen, Ehrung für einen altgedienten Feuerwehrmann, Erinnerung an einen Großen des Theaters und Potsdam zieht die Baum-Bilanz.
Blut spenden und eine Grillzange mitnehmen, Ehrung für einen altgedienten Feuerwehrmann, Erinnerung an einen Großen des Theaters und Potsdam zieht die Baum-Bilanz. Quelle: dpa/ MAZ
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Potsdam

Wir starten den Tag mit einem wirklich sehr herzlichen Glückwunsch an Gerhard Brademann! Der heute 91-Jährige hat das Stadtschloss brennen sehen, die Garnisonkirche, das Neue Palais; er war als Feuerwehrmann dabei. Schloss und Kirche konnte er nicht retten, das Palais schon; es war der größte Einsatz seines Lebens – und er war als erster vor Ort.

Gerhard Brademann am 10. Mai 2019 im Feuerwehrhaus Drewitz. Quelle: Varvara Smirnova

Ein unglaublich spannendes Feuerwehr-Leben liegt hinter ihm. Heute wird er dafür geehrt. Rainer Schulz, Bereichsleiter Gefahrenabwehr der Feuerwehr Potsdam, wird Brademann die Medaille für 75-Jahre treue Dienste überreichen. Es ist die erste Auszeichnung dieser Art in der Landeshauptstadt Potsdam. Und sie wird in Feuerwehr-Manier überreicht: Die Übergabe erfolgt über eine Drehleiter direkt am Fenster im 2. Stock. Alles Gute!

Die Corona Lage in Potsdam

Nicht gut, aber immerhin besser scheint die aktuelle Corona-Lage in Potsdam zu werden. Zumindest auf den ersten Blick. Trotz 40 bestätigter Neu-Infektionen ist die 7-Tage-Inzidenz in Potsdam von Montag bis Donnerstag kontinuierlich gesunken und lag am gestrigen Männertag bei 102,6.

Ist das die Corona-Trendwende? Vielleicht, aber schaut man sich die Zahlen mal ganz genau an, scheint die Corona-Lage in Potsdam derzeit (noch) nicht richtig entspannt zu sein.

Die gemeldeten Neuinfektionen waren an einem Donnerstag zwar bisher immer relativ hoch, aber ein Anstieg am Donnerstag um 24 zum vorherigen Mittwoch war seit Beginn der Pandemie erst drei Mal höher: Zwei Mal in diesem April sowie ein Mal Anfang April 2020. Und: Seit dem ersten Corona-Fall sind bis einschließlich gestern 468 Tage vergangen. Ein Anstieg um 24 wurde in dieser Zeit erst an 22 Tagen der Pandemie übertroffen.

Darüber hinaus meldete die Stadtverwaltung Potsdam 18 Menschen (davon 12 auf der Intensivstation), die aufgrund bzw. mit ihrer Corona-Infektion im Krankenhaus liegen; das sind zwei mehr als am Vortag.

Der Vergleich zum Vorjahr: Am 13. Mai 2020 waren insgesamt 627 Corona-Fälle registriert, 26 Corona-Patienten lagen im Krankenhaus (+ 6 zum Vortag) – aber die Zahl der Neuinfektionen lag bei 0. Null! Damals begann eine relativ sorgen- bzw. corona-freie Zeit, die sich dann erst wieder nach dem Sommer verschärfte und schließlich in der 2. Welle mündete.

Derzeit machen der Stadtverwaltung zudem die zahlreichen Verstößen gegen die Eindämmungsverordnung, vor allem was Kontaktbeschränkungen betrifft, Sorgen. An den gerade zurückliegenden sommerlichen Tagen am Heiligen See seien Treffen mit teils bis zu 100 Personen aufgelöst worden, teilte die Verwaltung mit.

Und gestern am Herrentag? Wie der zweite Corona-Vatertag verlief, werden wird dann sicher heute hören. Auch hier der Rückblick auf 2020: Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Corona-Fall nach dem verlängerten Himmelfahrts-Wochenende nicht signifikant an. Überhaupt waren die Potsdamer (und Potsdamerinnen) im vergangenen Jahr am Männertag recht diszipliniert, wie das Ordnungsamt und die Polizei damals berichteten. Im Vergleich zu Vorjahres-Vatertagen und angesichts der (auch im letzten Jahr) geltenden Regeln der Eindämmungsverordnung war es sogar ruhig. Es habe „nur einzelne mündliche Verwarnungen“ gegeben, sagte Stadtsprecherin Juliane Güldner damals der MAZ.

Die aktuellen Corona-Zahlen für Potsdam gibt es im Laufe des Morgens hier im Corona-Newsblog.

Tipps und Termine für den heutigen Freitag in Potsdam

Interaktives Zoom-Konzert: Fans von handgemachtem Groove von Jazz, Soul, Funk und Motown haben heute Glück, denn der Nikolaisaal veranstaltet heute wieder ein interaktives Zoom-Konzert, bei dem die Möglichkeit besteht mit anderen und der Band zu chatten. Zu Gast heute Abend ab 20 Uhr sind „Luciel“. Die vier Kölner Musiker sind nach eigenen Angaben „ausgesprochen vielfältig“ beeinflusst worden und so fließen in ihre Musik akustische Traditionen verschiedener Kontinente bis hin zu elektronischer Musik ein. Oder um es mit den Worten der Band auszurücken: „Vereint in der Kraft des gemeinsamen Pulses, transportiert Luciel die Klänge vergangener Epochen mit Leichtigkeit in die Gegenwart“. Wer Lust hat, der kann sich jetzt unter regie@nikolaisaal.de für das Konzert anmelden. Die Veranstaltung ist kostenlos, Spenden sind aber durchaus gerne gesehen. Wer sich ältere „Zoom-Konzerte“ im Nikolaisaal angucken möchte, dem sei der YouTube-Auftritt des Nikolaisaals ans Herz gelegt.

Grillzange für Blut: Der DRK-Blutspendedienst bangt bereits jetzt um die Blutreserven für das Pfingstwochenende vom 22. bis 24. Mai 2021. Damit schon jetzt und möglichst auch in den nächsten Tagen viele Menschen den Weg zu Blutspende wählen, hat sich der Blutspendedienst etwas einfallen lassen. Wer am heutigen Freitag, 14. Mai, kommenden Freitag, 21. Mai, oder am Pfingstmontag, 24. Mai 2021, zur Blutspende kommt, erhält als Dank eine exklusiven Grillzange. Eine Terminreservierung ist Pflicht und kann unter www.blutspende-nordost.de vorgenommen werden oder unter der kostenlosen Hotline 0800 11 949 11.

Es grünt und pikst: Heute neigt sich die offizielle Pflanzsaison der Stadt Potsdam dem Ende zu. Aus diesem Anlass gibt Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt, gemeinsam mit Lars Schmäh, kommissarischer Fachbereichsleiter Klima, Umwelt und Grünflächen, einen Überblick über die Baumpflanzungen in dieser Pflanzsaison (Herbst 2020 bis Frühjahr 2021). Gepflanzt wird bei dem Termin natürlich auch: Der Baum des Jahres 2021, die europäische Stechpalme, findet ein neues Zuhause ein Klein Glienicke.

Die Stechpalme ist der Baum des Jahres 2021 Quelle: Maja Hitij / dpa (Archiv)

Damals war’s

Vom Kino war er begeistert, damals in den 30er Jahren und wollte nur noch eins: Filmregisseur werden. Das stand für den 14-jährigen Günter Rüger felsenfest. Bis er in seiner Geburtsstadt Leipzig mit den Eltern die Operette „Clivia” von Nico Dostal besuchte und „total fasziniert” war. Von da an zog es ihn auf die Bretter, die die Welt bedeuten.

Eigentlich hatte sich Rüger in den Kopf gesetzt, seine Ausbildung im berühmten Max-Reinhardt-Seminar in Wien zu absolvieren, doch zerschlugen sich diese Pläne nach Kriegsende. Er kam in amerikanische Gefangenschaft, kehrte 1946 nach Leipzig zurück und wurde am Konservatorium in die Regieklasse aufgenommen. Sein erster Bühnenauftritt — in Vertretung eines erkrankten Kollegen — fand in Weißenfels statt: als Motes in Hauptmanns „Biberpelz”.

Über Zittau, wo er zum ersten Mal inszenierte („Das tapfere Schneiderlein”), Dresden und Halle gelangte Rüger 1954 nach Potsdam. Aus dem Traum wurden 50 Arbeitsjahre am Hans-Otto-Theater (HOT), wo er mehr als 100 Inszenierungen herausbrachte und nicht nur als Regisseur, sondern auch als Darsteller wirkte.

Winfried Glatzeder (links) und Günter Rüger 2008 zusammen auf der Bühne im Hans-Otto-Theater . Quelle: Detlev Scheerbarth

Politische Schwierigkeiten hatte er mit seinen Inszenierungen zu DDR-Zeiten nicht. Nur einmal gab es „eine Riesenauseinandersetzung” um Bernhard Seegers „Vorwerk”. Allerdings nicht mit SED-Kulturfunktionären, sondern mit dem Autor, der die Umsetzung als „zu formalistisch” ablehnte. Vom Publikum gefeiert wurden indes unter anderen Millers „Erinnerungen an zwei Montage” (1966), Wampilows „Letzten Sommer in Tschulimsk” (1976), Wassiljews „Morgen war Krieg” (1987) oder „Das Ballhaus” (1995) von Wenzel und Mensching. Unter seiner Regie spielten Carmen-Maja Antoni, Klaus-Peter Thiele, Thomas Langhoff, Gertraud Kreißig oder 1994 im „Biberpelz” die junge Nadja Uhl.

Immer wieder arbeitete Rüger auch fürs Musiktheater, wagte sich an Mozarts „Figaro” und Verdis „La Traviata”, obgleich er keine Partitur lesen kann. Heute vor sechs Jahren starb Günther Rüger. (Aus dem MAZ-Archiv)

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Verkehr in Potsdam

Vollsperrung auf der Friedrich-List-Straße. Auf der neuen Brücke fließt der Verkehr schon wieder, jetzt kommt Teil II des Brücken-Abrisses auf der Nuthestraße. In diesem Fall dauert es von heute Morgen um 6 Uhr bis zum kommenden Mittwoch ehe die Friedrich-List-Straße wieder durchgängig befahrbar ist. Zudem ist zeitgleich die Abfahrtsrampe von der L40 auf die Friedrich-List-Straße stadteinwärts gesperrt. Trotzdem gute Fahrt! Ach so: Damit die Anwohner ruhig(er) schlafen können, wird nur zwischen 6 Uhr rund 22 Uhr gearbeitet. Gute Nacht!

Das Wetter heute in Potsdam

Die Aussichten sind trüb: Selbst wenn wir uns die beste aller uns bekannten Wetterprognosen rauspicken, wird es nicht wirklich gut. Wir müssen uns auf einen grauen und nassen Freitag einstellen. Ein Szenario, das sich in den folgenden Tagen wohl wiederholt.

Von MAZonline

13.05.2021
13.05.2021