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Potsdam Hier entsteht der neue Potsdamer Senioren-Kiez
Lokales Potsdam Hier entsteht der neue Potsdamer Senioren-Kiez
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01:17 01.07.2019
Brandenburgs Bauministerin Kathrin Schneider (SPD) mit den beiden Pro-Potsdam-Geschäftsführern Bert Nicke (l.) und Jörn-Michael Westphal. Quelle: PRO POTSDAM/Beulshausen
Bornstedter Feld

Das Quartier im Bornstedter Feld wächst immer weiter – und bietet angesichts des demografischen Wandels auch spezielle Wohnmöglichkeiten für ältere, gehandicapte Menschen. In direkter Nachbarschaft zum Volkspark sollen auf einer Brache, die zwischen dem Einkaufspark an der Nedlitzer Straße und der Tram-Trasse in Richtung Norden liegt, insgesamt knapp 300 neue Wohnungen entstehen. Baustart ist im Herbst.

Das Besondere an den beiden Wohnblöcken, die aus insgesamt 15 Gebäuden bestehen und den Namen „Rote Kasernen West“ tragen: Es werden vier Wohngemeinschaften für je fünf Demenzkranke, eine Tagespflege und eine Sozialstation mit Begegnungsräumen entstehen. Außerdem sind Läden mit Angeboten für ältere Menschen geplant – etwa Hörgerätegeschäfte. Auch ein Café ist angedacht.

„Hier wird über das individuelle Wohnen hinausgedacht“, sagte Bauministerin Kathrin Schneider (SPD) am Freitag bei der Übergabe von zwei Förderbescheiden an die Pro-Potsdam-Geschäftsführer und Projektverantwortlichen Bert Nicke und Jörn-Michael Westphal. Die Vorhaben bekommen Darlehen in Höhe von insgesamt 32 Millionen Euro; zudem Zuschüsse von etwas mehr als fünf Millionen Euro.

„Untere und mittlere Einkommensgruppen im Blick“

Dreiviertel der Wohnungen sind für Mieter mit geringem oder mittlerem Einkommen gedacht, mit Mieten von 5,50 bis sieben Euro. „Gerade hier, wo der Wohnungsmarkt angespannt ist, ist es wichtig, die unteren und mittleren Einkommensgruppen im Blick zu haben“, sagte Schneider dazu.

Tatsache ist aber auch: Die Nachfrage nach den sogenannten Sozialwohnungen wächst – nicht zuletzt weil die Zahl der Anspruchsberechtigten aufgrund eines neuen Gesetzes steigt. Erst kürzlich wurde dafür Brandenburgische Wohnraumförderungsgesetz verabschiedet. Für einen Single-Haushalt steigt die jährliche Einkommensgrenze auf 15.600 von bisher 12.000 Euro. Die Grenze für einen Zwei-Personen-Haushalt liegt nun bei 22.000 statt 18.000 Euro. Einen speziellen Fokus richtet das Gesetz auf „besondere Wohnformen“; sprich: auf Apartments für Studenten und Auszubildende oder auf Wohngemeinschaften, auch für Menschen mit Behinderungen oder zur Unterstützung im Alter.

Im Jahr 2018 gab es in Potsdam 2246 Menschen, die Anrecht auf einen Wohnberechtigungsschein (WBS) hatten. Weitere 269 Personen zählten zu jenem Kreis, der in einer Art Pufferzone liegt – zu viel Einkommen, um Anrecht auf einen Wohnberechtigungsschein zu haben, aber nicht genug Verdienst in der Tasche für die gängigen Potsdamer Quadratmeterpreise in Höhe von zehn bis elf Euro.

Dass die Zahl der Anspruchsberechtigten nun steigt, stellt die kommunale Pro Potsdam vor eine knifflige Aufgabe. „Derzeit sind wir die einzigen, vereinzelt auch die Genossenschaften, die sozialen Neubau für die Stadt realisieren“, erklärte Pro-Potsdam-Chef Westphal am Freitag. Seine Forderung: „Um die Bedarfe zu decken, ist ein größeres Engagement aller Akteure der Wohnungswirtschaft erforderlich.“

Stadt verzichtete auf zehn Millionen

Co-Geschäftsführer Nicke wünscht sich Unterstützung vom Land bei Ankäufen von Grundstücken – diese seien auf dem freien Markt mittlerweile fast unerschwinglich. Die Landeshauptstadt hat bei den zwei Neubauprojekten im Bornstedter Feld, die 2022 fertig werden, auf den Bedarf reagiert: Sie ging mit dem Grundstückspreis beim Verkauf herunter, verzichtete so auf zehn Millionen Euro an Einnahmen.

Von Ildiko Röd

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