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Potsdam Extavium: Jetzt sollen endlich Taten folgen
Lokales Potsdam Extavium: Jetzt sollen endlich Taten folgen
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16:30 01.05.2015
Hier soll das Extavium bald seine Neueröffnung feiern. Quelle: Christel Köster
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Potsdam

Der Schlag auf einen feuerroten Buzzer gab am Donnerstag den symbolischen Startschuss für die Facebook-Kampagne „Rettet das Extavium!“. Der Marketingclub Potsdam und die Wirtschaftsjunioren Potsdam wollen helfen, dass der Umzug der wissenschaftlichen Kinder-Mitmachwelt gelingt (MAZ berichtete). Die Kampagne soll helfen, regionale Unternehmen und andere potenzielle Unterstützer zu mobilisieren, die bei den Umbauarbeiten helfen können oder den Neustart finanziell unterstützen möchten.

Das Extavium zieht in die frühere Videothek Am Kanal 57 und soll dort am 2. Juni 2015 wiedereröffnet werden. Doch bis dahin ist noch viel zu tun, erzählt Geschäftsführer Axel Werner: „Der Fußboden braucht eine Trittschalldämmung und auch der Raumschall muss behoben werden, weil die Nachbarn sonst jedes Wort verstehen, was hier unten gesprochen wird.“ Auch sei noch ein Brandschutzkonzept zu erstellen.

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„Ich hätte mir gewünscht, dass uns die Fläche nicht als Baustelle übergeben wird“, sagt Werner. Denn so stehe sogar er selbst dem anberaumten Eröffnungstermin skeptisch gegenüber. Wenn die Arbeiten in Kürze beginnen, könnte der Termin zwar haltbar sein, sagt Werner, allerdings liege vom Bauamt noch keine Genehmigung für den geplanten Umbau vor.

Ein weiteres Problem sei die Finanzierung von Umzug und Bauarbeiten. Insgesamt 150 000 Euro habe Werner dafür veranschlagt, lediglich 50 000 Euro seien bislang „in der Pipeline“. Abhilfe soll nun die von Marketingclub und Wirtschaftsjunioren initiierte Kampagne schaffen. Das soziale Netzwerk solle nicht nur helfen, Wirtschaftsunternehmen zu erreichen, sondern auch Handwerker, „die trotz voller Bücher helfen wollen“, sagte am Donnerstag Phillip Poltrock, Kreissprecher der Wirtschaftsjunioren.

Auf seiner Internetseite hat das Extavium außerdem eine Übersicht über mögliche Patenschaften für Exponate zusammengestellt. Die Beträge reichen von 500 Euro – dafür übernimmt man beispielsweise eine Patenschaft für den Turm von Hanoi – bis maximal 10 000 Euro um Pate des großen Experimentierraums „Albert-Einstein-Labor“ zu werden. Die Patenschaften sind gültig für ein Jahr und können sowohl von Unternehmen also auch von Privatpersonen übernommen werden.

„Ich muss bis Mitte Mai entscheiden, ob wir den geplanten Eröffnungstermin einhalten können“, sagt Axel Werner. „Ende Mai gehen die Rücklagen des Extaviums dem Ende entgegen und wenn wir dann ab Juni keine Einnahmen generieren, haben wir das nächste Problem.“ Unklar sei bislang außerdem, ob Handwerkskammer und Industrie- und Handelskammer das Extavium bei seinem Neustart unterstützen.

Von Josephine Mühln

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