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Potsdam Klimawandel, Starkregen: Wie sicher sind Potsdams Deiche noch?
Lokales Potsdam

Hochwasserschutz im Klimawandel: Wie sicher sind Potsdams Deiche?

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12:42 27.10.2021
Deich in Potsdam-Fahrland.
Deich in Potsdam-Fahrland. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Das nächste Hochwasser kommt bestimmt – gerade in Zeiten von Starkregen und Klimawandel. Dann müssen Potsdams Deiche stabil sein. Sind sie überall vertrauenerweckend? Das klärt die nächste Herbstdeichschau im November.

Klimawandel setzt dem Deich-Rasen in Potsdam zu

Bei der Deichschau werden der Zustand der Deiche und die Hochwasserschutzanlagen untersucht. So sei ein intakter Rasen-Bewuchs wichtig für die Funktionssicherheit der Deiche, teilt die Stadtverwaltung mit: „Nur eine feste und geschlossene Rasenfläche kann im Hochwasserfall verhindern, dass der Deichkörper abgetragen wird.“

Das Problem: Die Dürre der vergangenen Jahre hat dem Gras geschadet. „Um die Rasenflächen der Deiche an die Herausforderungen des Klimawandels anzupassen, müssen die für den Unterhalt Verantwortlichen erhebliche Anstrengungen unternehmen – dazu zählen auch Anlieger und Flächeneigentümer.

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Einerseits müssen etwa trockenresistente Grasarten neu angepflanzt werden. Andererseits sind Verbote durchzusetzen, etwas das Radfahren, Reiten oder Hundeausführen auf den Grasflächen. Eben so müssen Tiere wie Biber, Bisamratten, Wildschweine und Maulwürfe vergrämt werden, die den Deichkörper beschädigen oder unterhöhlen.

Treffpunkt: 1. November, 9 Uhr, Nattwerder

Die Stadt Potsdam lädt Grundeigentümer, Anliegende und Nutzungsberechtigte dazu ein. Die nächste Deichschau – es gibt zwei pro Jahr – findet statt am Montag, 1. November 2021, unter der Regie der Unteren Wasserbehörde. Fachliche Ansprechpartner werden zudem Mitarbeitende aus Naturschutzbehörde, dem Grünflächenbereich und der städtischen Arbeitsgruppe Tiefbauwerke sein. Zudem beteiligen sich das Landesumweltamt und der Wasser- und Bodenverband „Großer Havelländischer Hauptkanal - Havelland - Havelseen“ aus Nauen.

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Abgelaufen werden rund acht Kilometer Deichstrecke auf Abschnitten zwischen Grube und Golm, Fahrland und Marquardt sowie am Schlänitzsee. Treffpunkt ist um 9 Uhr am Schöpfwerk Grube-Nattwerder. Die Auswertung findet dann gemeinsam am Deich Schlänitzsee statt.

Von MAZonline/axe