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Potsdam Hoffnung für Potsdams älteste Schankwirtschaft
Lokales Potsdam Hoffnung für Potsdams älteste Schankwirtschaft
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00:20 21.05.2019
Das Kastellanhaus am Jagdschloss Stern steht seit fast 30 Jahren leer. Quelle: Bernd Gartenschläger
Am Stern

Die Landesregierung befürwortet und unterstützt Bemühungen zur Reaktivierung der 1991 geschlossenen Ausflugsgaststätte im Kastellanhaus am Stern: „Ich kann Ihnen versichern, dass die Landesregierung im Stiftungsrat die Erhaltung und Sanierung des Kastellanhauses am Jagdschloss Stern im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützen wird“, erklärte Kulturministerin Martina Münch (SPD) auf Anfrage des Potsdamer Abgeordeten Hans-Jürgen Scharfenberg (Linke): „Die gastronomische Nutzung stellt dabei eine Nutzugsoption dar.“

Kastellanhaus (r.) mit dem Jagdschloss Stern. Quelle: Bernd Gartenschläger

Das um 1730 errichtete Kastellanhaus gehört zum Ensemble des Jagdschlosses am Stern. Nach Angaben des 2003 gegründeten Fördervereins für das Kastellanhaus ist es „das einzige in dieser Art noch erhaltene Bauwerk aus der Regierungszeit Friedrich Wilhelms I. und mit der 1732 für den ersten Kastellan erteilten Schankgenehmigung die nachweislich älteste Gaststätte Potsdams“. Diese beiden Alleinstellungsmerkmale belegen die besondere kulturhistorische Bedeutung dieses Denkmals.

Scharfenberg verwies in seiner Anfrage darauf, dass es im Wohngebiet Am Stern „seit langem Bemühungen“ gebe, das Kastellanhaus „zu sanieren und wie in der Vergangenheit für eine gastronomische Nutzung zu entwickeln“.

Mehrere Anläufe seien jedoch „gescheitert, weil die Schlösserstiftung bisher keine Möglichkeit sah, einem Verkauf der Immobilie oder einer belastungsfähigen vertraglichen Nutzung durch private Interessenten zuzustimmen“.

Damit, so Scharfenberg, „verfällt das Gebäude immer weiter, obwohl in der Bevölkerung großes Interesse an einem gastronomischen Angebot und an einer Aufwertung des Areals besteht“.

Nach Einschätzung von Ministerin Münch wäre eine wirtschaftliche Nutzung des Kastellanhauses „leider mit erheblichen Herausforderungen verbunden. Das gilt zumindest für Nutzungen, die weiterhin den Zutritt der Öffentlichkeit ermöglichen“.

Ausklang einer Parforcejagd vor dem Jagdschloss Stern. Quelle: Friedrich Bungert

Nach früheren Angaben des Fördervereins würde die Sanierung eineinhalb bis zwei Millionen Euro kosten. Die Schlösserstiftung hatte sich zuletzt gegen Gastronomie im Kastellanhaus ausgesprochen: „Die sicherlich wünschenswerte öffentliche oder gastronomische Nutzung des Kastellanshauses ist wegen der zu erwartenden Auflagen aus baulichen, wirtschaftlichen und denkmalpflegerischen Gründen gegenwärtig nicht umsetzbar“, so ein Sprecher.

Mit der Antwort der Ministerin gibt es nach Einschätzung Scharfenberg eine neue Lage: „Ich freue mich, dass die Landesregierung im Stiftungsrat der Schlösserstiftung die Erhaltung und Sanierung des Kastellanhauses, auch mit einer gastronomischen Nutzungsoption, unterstützen will“, so der Landtagsabgeordnete und Fraktionschef der Linken im Potsdamer Rathaus: „Da dieses Anliegen vom Förderverein Jagdschloss Am Stern schon lange Zeit betrieben wird, müssen endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden.“

Seine Kritik: „Ich habe kein Verständnis dafür, dass ein umstrittenes Vorhaben wie die Verlagerung des Strandbades Babelsberg mit Nachdruck betrieben wird, während das Kastellanhauses seit Jahrzehnten verfällt. Ich setze mich dafür ein, dass endlich eine Lösung gefunden wird, ob durch Verkauf oder einen langfristig belastbaren Nutzungsvertrag. Nach meiner Kenntnis gibt es dafür engagierte Interessenten.“

Von Volker Oelschläger

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