Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Hoffnungsschimmer fürs „Minsk“
Lokales Potsdam Hoffnungsschimmer fürs „Minsk“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:27 28.03.2018
Alte Ansicht des Terrassenrestaurants „Minsk“ auf dem Brauhausberg, das von einem markanten Schriftzug geschmückt war. Zu DDR-Zeiten war es ein beliebtes Freizeitziel. Quelle: Archiv
Templiner Vorstadt

Für den Erhalt des DDR-Terrassenrestaurants Minsk am Brauhausberg könnte es eine unerwartete Rettung geben. Die Initiative „(Re)vive Minsk“, die aus Privatleuten rund um die Architekten Falco Herrmann und Amelie Hummel besteht, hat bei der kürzlich zu Ende gegangenen Grundstücksausschreibung ein Gebot abgegeben. Sie will das marode Gebäude erwerben, um es zu elf Wohnungen und einem Café umzubauen. „Ziel ist es, das Gebäude als wertvolles Beispiel der Baukultur in Potsdam und als markantes Beispiel modernistischer Architektur in der DDR in seiner Grundform zu erhalten und für die Öffentlichkeit wieder erfahrbar zu machen“, sagte Herrmann zur MAZ.

Zu DDR-Zeiten war das „Minsk“ auf dem Brauhausberg ein beliebtes Ausflugsziel. Inzwischen ist das ehemalige Terrassenrestaurant marode. Nun gibt es einen Hoffnungsschimmer. Eine private Initiative will das ehemalige Restaurant auf dem kaufen und sanieren – geplant sind neben Wohnungen auch ein Café.

Der gebürtige Westfale lebt seit fünf Jahren in Potsdam. Zusammen mit seinen Mitstreitern – dem Geologen Jonas Freymüller und der Geografin Inga Willecke – möchte er im Fall des Zuschlags noch weitere Interessenten gewinnen, um eine elfköpfige Baugemeinschaft für die Sanierung zu gründen. Geschätzter Kostenpunkt: etwa fünf Millionen. Ein potenzieller Betreiber für die Café-Fläche ist bereits gefunden: Gastronom Patrick Berger, der gegenüber von der Kirche St. Peter und Paul den „Buena Vida Coffee Club“ führt, möchte sich an dem Projekt beteiligen.

Zu DDR-Zeiten zählte der Bau des Architekten Karl-Heinz Birkholz dank seiner Aussicht und der schön gestalteten Außenanlagen zu den beliebtesten Zielen für Ausflügler.

Hochzeiten und Tanzrestaurant

An der Innengestaltung waren Künstler aus Minsk beteiligt. Hier wurden Hochzeiten gefeiert und es war eines der wenigen Tanzrestaurants in der Stadt. Heute ist das Schicksal des maroden Bauwerks mehr als ungewiss. Denn der Erhalt des Minsk ist laut Verkaufsexposé der Stadtwerke kein Muss – lediglich eine Kann-Bestimmung.

Wie berichtet, haben die Stadtwerke als Eigentümerin drei Grundstücke auf dem Brauhausberg hinter der neuen Schwimmhalle „blu“ zum Verkauf angeboten. Die Ausschreibung endete am 29. November. Insgesamt gingen laut Stadtwerkesprecher Stefan Klotz 31 Angebote ein – davon 24 jeweils auf alle drei ausgeschriebenen Grundstück, sieben jeweils auf einzelne Grundstücke. Mit den Erlösen aus den Grundstücksverkäufen wollen die Stadtwerke den Schwimmbadneubau teilweise refinanzieren.

Der Immobilienboom treibt die Preise nach oben

Der von der Initiative„(Re)vive“ angebotene Kaufpreis für Los 2 – das Minsk-Grundstück – bleibe zwar deutlich hinter den 2,5 Millionen Euro zurück, die im Exposé als Kaufpreiserwartung angegeben sind, räumt Herrmann ein. Dies könne aber wettgemacht werden: Sollte das Gebäude erhalten bleiben, müsste die Stadt nicht – wie vereinbart – die Abrisskosten tragen. Und: Die finanziellen Einbußen würden wahrscheinlich durch die deutlich höheren Erlöse aus den anderen beiden Grundstücken wettgemacht – der Immobilienboom treibe die Preise nach oben, so Herrmann: „Wir gehen davon aus, dass in Kombination mit zwei Angeboten für die Lose 1 und 3 die Gesamtkaufpreiserwartung zur Refinanzierung des neuen Schwimmbades erreicht werden kann.“

Von Ildiko Röd

Die Finalisten des Auswahlverfahrens für das Karree auf FH-Areal stehen fest – die Entwürfe sind am Sonnabend öffentlich in der Roten Infobox am Alten Markt ausgestellt. Ab Januar kann man sie dann bis März immer am „Langen Donnerstag“ sehen. Wir zeigen die Entwürfe in unserer Bildergalerie.

28.12.2017
Potsdam Potsdamer Mega-Event - Stadtwerkefest bleibt kostenlos

Aufatmen bei Potsdams Party-Fans: Auch künftig wird jeder Besucher kostenlos aufs Stadtwerkefest kommen. Das hat der Aufsichtsrat am Freitag beschlossen. Gleichzeitig sollen die Sicherheitsmaßnahmen für das Mega-Event im Lustgarten verstärkt werden.

09.12.2017

Mit der Spende von 500 Euro knackt der Spargel- und Erlebnishof Klaistow die 3000-Euro-Marke in der MAZ-Weihnachtsaktion für das Kinderheim Am Stern. Der Spendenstand erhöht sich auf 3060 Euro. „Wenn wir dazu beitragen können, den Heimkindern einen Ort zu geben, an dem sie sich geborgen fühlen, ist das toll“, sagt Geschäftsführerin Antje Winkelmann.

12.12.2017