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Potsdam Generalverwaltung des preußischen Königshauses nun in Potsdam
Lokales Potsdam Generalverwaltung des preußischen Königshauses nun in Potsdam
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00:29 01.07.2019
Am 27. August 2011 heirateten Prinz Georg Friedrich von Preußen und Prinzessin Sophie von Isenburg in der Friedenskirche im Park Sanssouci. Quelle: Christel Köster
Potsdam

Das Haus Hohenzollern hat eine neue Heimat: Trotz seiner gerichtlichen kürzlichen Niederlage im Eigentumsstreit um die Burg Rheinfels in St. Goar am Rhein gibt es für Hohenzollern-Chef Georg Friedrich Prinz von Preußen Grund zur Freude.

Nach MAZ-Informationen ist die „Generalverwaltung des vormals regierenden preußischen Königshauses“ von Berlin nach Potsdam übersiedelt. Ihr Sitz ist nun in einer sanierten Villa an der Ecke Bertha-von-Suttner-Straße und der Straße Am Neuen Garten. Dies wurde am Donnerstag auf MAZ-Anfrage offiziell bestätigt. Die Räumlichkeiten sind dem Vernehmen nach gemietet.

Der neue Sitz der Generalverwaltung am Neuen Garten. Quelle: Varvara Smirnova

Chef der Generalverwaltung ist – als offizielles Oberhaupt des Hauses Hohenzollern – Georg Friedrich Prinz von Preußen. Mit Potsdam ist der Nachfahre von Friedrich II. und Ururenkel des letzten deutschen Kaisers eng verbunden. 2011 hat der studierte Betriebswirt, der mittlerweile Mit-Inhaber einer Brauerei ist, in der Friedenskirche seine Frau Sophie geheiratet. Anfang 2018 übersiedelte die Familie mit den vier Kindern von Bremen nach Babelsberg.

Der Eingang zur Villa. Quelle: Varvara Smirnova

Nun ist auch die Generalverwaltung in Potsdam beheimatet. Ihre historischen Wurzeln reichen bis zu den Anfängen des preußischen Königtums im 18. Jahrhundert zurück – als „Königlich Preußisches Hausministerium“. Auch heute noch laufen hier die Fäden zusammen, was die Verwaltung der persönlichen Angelegenheiten, des Vermögens und des Hausarchivs der Ex-Herrscherfamilie anbelangt. Allerdings ist die Generalverwaltung – anders als ihr Vorläufer, dem noch der sogenannte „Hausminister“ vorstand – keine amtliche Institution mehr. Sie führt ihre Aufgaben als eine öffentliche Körperschaft privatrechtlicher Natur.

Georg Friedrich Prinz von Preußen und seine Frau Sophie. Quelle: dpa

Das Hohenzollern-Vermögen ist längst nicht mehr so märchenhaft wie früher. Zwar gehört noch die schwäbische Burg Hohenzollern zum Besitz, doch teilt man sie sich mit der Sigmaringer Linie. Auch die Prinzeninsel im holsteinischen Plön – etwa zwei Kilometer lang – gehört den Preußen; genauso wie ein Grundstück an der Berliner Königsallee. Zudem gibt es ein schwebendes Verfahren um Entschädigungszahlungen für die Enteignungen von Hohenzollern-Immobilien nach dem Zweiten Weltkrieg – in Potsdam sind dies unter anderem Schloss Lindstedt und das Krongut Bornstedt. Es geht dabei um 1,2 Millionen Euro.

Von Ildiko Röd

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