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Potsdam Hotelneubau neben der Hauptpost
Lokales Potsdam Hotelneubau neben der Hauptpost
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22:02 25.05.2018
Zwischen Französischer Straße und Hauptpost sollen ein Hotel und eine Wohnanlage mit Mikro-Apartments gebaut werden. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam/Innenstadt

Auf dem Feld zwischen Hauptpost und Französischer Straße könnte innerhalb der nächsten drei Jahre ein lang gezogener sechsgeschossiger Hotelneubau mit 190 bis 200 Zimmern errichtet werden. Komplettiert werden soll die Anlage an der Französischen Straße durch eine Wohnanlage mit 126 sogenannten Mikro-Apartments, also Wohnungen mit weniger als 40 Quadratmeter Fläche.

Der Bauantrag ist nach Angaben von Architekt Matthias Hoffend bereits gestellt. Er rechnet damit, dass im Herbst mit den Tiefbau- und Erschließungsarbeiten begonnen werden kann.

Bernd Thürmer und Axel Brück von der Bauträgergesellschaft Münchner Grund Immobilien rechnen abhängig vom Verlauf des Genehmigungsverfahrens mit einer Bauzeit von zwei Jahren. Zur geplanten Investitionssumme wollten sie sich am Freitagabend auf MAZ-Anfrage nicht äußern.

Die Wiese mit der Hauptpost auf der einen und dem Kunsthaus „Sans titre“ auf der anderen Seite ist eine der letzten großen Baulücken in der Potsdamer Innenstadt. Das Mitte der 1960er Jahre dort errichtete Fernmeldeamt wurde 2005/06 abgerissen.

2005 verkaufte die Deutsche Post AG das gesamte Karree zwischen Platz der Einheit und Französischer Straße mit der Hauptpost und der Brache an die Nicolas Berggruen Holding. Im Juni 2016 gab die Münchner Grund bekannt, dass sie das komplette Objekt übernommen hat. Die Hauptpost wurde nach Angaben der Gesellschaft ein Jahr später für 19 Millionen Euro an eine österreichische Immobiliengesellschaft weiter verkauft.

Über die Gestaltung des knapp 5000 Quadratmeter großen Baufeldes verhandelt das von den Münchnern beauftragte Architektenbüro Guder Hoffend bereits seit einem Jahr mit der Stadt.

Modell des Hotelneubaus an der Ecke Am Kanal/Französische Straße, links die Hauptpost. Quelle: Volker Oelschläger

Nach drei internen Beratungen des Gestaltungsrates stellte Architekt Matthias Hoffend das Projekt am Freitagabend erstmals in einer öffentlichen Sitzung dieses Gremiums zur Diskussion.

Im Gegensatz zu ersten Entwürfen soll sich der Bau dem benachbarten wilhelminischen Postgebäude unterordnen.

Ursprünglich sollte an die Ecke Am Kanal/Französische Straße ein 24 Meter hoher Turm gesetzt werden. Darauf verzichtete man jedoch. Aktuell orientiert sich die Hotelfassade an dem 18 bis 19 Meter hohen Postgebäude.

Das Sockelgeschoss bekommt Schaufenster, aufgesetzt sind vier Obergeschosse und ein Satteldach mit rund 15 Gauben auf jeder Straßenseite. Komplettiert wird der Neubau mit einer Tiefgarage und Hinterhofgebäuden.

Die Hotelfassade soll zur Straße Am Alten Markt ebenso wie auf den ersten Metern an der Französischen Straße mit Naturstein besetzt werden. „Der Stein ist noch nicht ausgesucht“, sagte Hoffend auf kritische Publikumsnachfrage. Mehrere Gäste verwiesen zur Mahnung auf den umstrittenen IHK-Neubau an der Breiten Straße.

Der Architekt versicherte aber, es werde „kein Granit sein“. Eher werde Kalkstein zum Einsatz kommen. Das bis zum Grundstück des Kunsthauses „Sans titre“ führende Wohnhaus werde möglicherweise eine Putzfassade bekommen.

Die Gestaltung der Straßenfront vor dem Kunsthaus „Sans titre“ ist noch offen. Wie berichtet, will dort die Potsdamer Wohnungsgenossenschaft 1956 bauen.

Von Volker Oelschläger

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