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Potsdam Hunger und Liebe
Lokales Potsdam Hunger und Liebe
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20:30 24.04.2013

„Ein bisschen Wehmut“ sei schon dabei, sagte die künstlerische Leiterin des Ensembles, Christine Jaschinsky, gestern bei einer ersten Vorpräsentation des Stücks, das am 18. Mai Premiere haben soll.

Seit 2002 zählen I Confidenti mit wechselnden Besetzungen zum Stammpersonal auf der Bühne des Schlosstheaters, das im Juli wegen der anstehenden Sanierung des Neuen Palais für voraussichtlich vier Jahre geschlossen wird. Im Gegensatz zu früheren Produktionen werden I Confidenti, die erfolgreich als erstes freies Opernensemble des Landes antraten, sich in diesem Jahr auf „Sprechtheater mit musikalischen Einschüben“ beschränken.

Grund ist der geplante Wechsel nach fünf Vorstellungen im Schlosstheater in die Orangerie von Sanssouci, wo „Hunger und Liebe“ im August erneut fünf Mal gegeben werden soll: Die Akustik der großen Pflanzenhalle sei „nicht die beste“, so Jaschinski. Erst im kommenden Jahr werde in Sachen Akustik eine provisorisch eingebaute Bühne in der Orangerie Abhilfe schaffen, die so lange genutzt werden soll, bis „I Confidenti“ wieder ins Schlosstheater zurückkehren können.

„Hunger und Liebe“, eine Geschichte voller Irrungen und Wirrungen, erzählt von Arlecchino und Brighella in einem traurigen Wettstreit: Wer von beiden hat wohl länger gehungert? Arlecchino gewinnt mit einem Tag Vorsprung. Colombina, der Dienerin des geizigen Pantalone, tischen sie Lügengeschichten auf, um an Essbares heranzukommen. Pantalone wartet auf die angehimmelte Marchesa Raponzoli, Arlecchino verliebt sich in Colombina und Brighella schlüpft schließlich in die Rolle der Marchesa Raponzoli. Colombina ist mit der Sporanistin Jana Reiner besetzt, die übrigen von Pantomime wie Sprache lebenden Rollen sind mit Schauspielern besetzt. Begleitet wird das Theaterstück von drei Spezialisten für Barockmusik mit Gitarre, Theorbe, Violine, Drehleier, Blockflöten und Fagott. Regie führt der Schweizer David Matthäus Zurbuchen, ein alter Fahrensmann in Sachen Commedia dell’Arte, der mit dem Ensemble I Confidenti bereits 2010 in der Musiktheaterproduktion „Monsieur di Porsugnacco“, einer Farce nach Molière, zusammenarbeitete. Die den Blütezeiten Venedigs entlehnten Kostüme sind von Christine Jaschinsky.

„Hunger und Liebe“ wird nach Angaben der Veranstalter mit der Potsdamer Produktion erstmals überhaupt in deutscher Sprache aufgeführt. Ins Deutsche übertragen und in eine turbulente Spielfassung gebracht wurde das Stück von Luisella Sala und dem Altmeister Alessandro Marchetti, der die Traditionen der Mitte des 16. Jahrhunderts entstandenen Commedia dell’Arte als Letzter einer Jahrhunderte alten Schauspielerfamilie pflegt und weitergibt.

Der 84-jährige Marchetti wird am 2. Juni um 18 Uhr zum Unesco-Tag gemeinsam mit seiner Frau Luisella Sala und Regisseur Zurbuchen im T-Werk, Schiffbauergasse, zu erleben sein. Zurbuchen gibt am Vortag ab 15 Uhr einen Workshop im T-Werk.

„Hunger und Liebe“ – Karten und Termine auf www.i–confidenti.de, per 01805/28 82 44 und an allen bekannten Vorverkaufskassen. (Von Volker Oelschläger)

Mit dem 22. Staudenbasar wird am Wochenende die Gartensaison auf der Freundschaftsinsel eröffnet. Angeboten werden an beiden Tagen jeweils von 10 bis 18 Uhr Staudenraritäten, Blumenzwiebelgewächsen, Kleingehölzen, Gewürz- und Aromapflanzen und Bio-Rosen Sukkulenten angeboten.

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