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Potsdam Im Blindflug durch Potsdam
Lokales Potsdam Im Blindflug durch Potsdam
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17:42 06.08.2014
Härtetest im Hangar der Bundespolizei in Blumberg (Barnim): Iron-Roll-Veranstalter Alexander Wietschel (mit Mopsdame Kete von Westcoast) und die Iron-Roll-2013-Gewinnerin Pamela Marasczek geben alles, um den 3,5-Tonnen-Heli in Bewegung zu setzen – vergeblich. Quelle: Iron Roll
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Potsdam

Dreieinhalb Tonnen waren dann doch zu viel. Dieses eine Mal mussten sie sich geschlagen geben. Aber hey, aufgegeben hat beim Iron Roll noch keiner! Alexander Wietschel nicht, der das Rollstuhlrennen erfunden hat. Und schon gar nicht Pamela Marasczek, die im vergangenen Jahr über alle Teilnehmer triumphierte und bei der Neuauflage im Herbst ihren Titel verteidigen will.

Zuvor aber ist, klar, noch einmal der Dreieinhalb-Tonnen-Helikopter dran. Der gehört der Bundespolizei, die dieses Jahr beim Iron Roll mitmischt und nicht nur ein Team stellt, sondern die große Stadtrallye im Herbst auch mit Verpflegungsständen bestückt - und das entscheidende Requisit zur Verfügung stellt. Denn dass die eingefleischten Iron-Roller Alexander Wietschel und Pam Marasczek den Heli mit dem Rolli abschleppen wollen, gehört zum guten Ton des Iron Roll: Beim Debüt wurde ein Trabi-Truck 50 Meter gezogen.

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Weil aber die neue Herausforderung zu zweit nicht machbar ist, wie jetzt der Versuch im Hangar zeigte, holen sich Alexander Wietschel und Pam Marasczek Verstärkung, auch das ist guter Iron-Roll-Usus. Ein starkes Team, eine gute Gemeinschaft - dafür wirbt das Rennen, bei dem Rollifahrer Fußgänger herausfordern, schließlich.

"Respekt statt Mitleid" - an der Kernaussage des Iron Roll hat sich nichts geändert. "Wir versuchen erneut, Menschen aus ihrer Komfortzone abzuholen und einen deutlichen Schritt weiter wieder abzusetzen", sagt Alexander Wietschel. Die Erkenntnisreise, die 2013 mit vielen kleinen Rennen allerorten, mit einem Halbfinale im Lustgarten und dem Showdown im Volkspark begonnen hat, tritt nun in eine neue Etappe. "Blindflug" könnte man diese nennen, denn die Teilnehmer müssen einen bis zum Startschuss geheimen Parcours mit Hindernissen und Prüfungen bewältigen. Mehr verrät Alexander Wietschel nicht. Nur: "Es ist nicht schwierig, in Potsdam schwierige Strecken zu finden." - Neugierig? Angefixt? Anmeldungen für die Rallye, für die der Oberbürgermeister die Schirmherrschaft übernommen hat, sind ab sofort möglich.

IN DIE ROLLIS, FERTIG, LOS!

  • Mitmachen kann jeder, der Barrieren im Kopf überwinden will und sich eine Erkenntnisreise im Rollstuhl zumutet. Gefragt sind Vereine, Firmen, Hausgemeinschaften, Privatiers – einfach alle.
  • Ein Team kann beliebig groß sein, auf die Iron-Roll-Strecke gehen aber nur ein Fahrer nebst Rollstuhl und zwei Helfer, die ihn zu Fuß begleiten. Für dieses große Rennen quer durch die Stadt qualifiziert sich jedes Team automatisch, wenn es zuvor einen eigenen Rolli-Flashmob gestartet hat.
  • Anmeldungen sind im Internet über kontakt@ironroll.info möglich. Die Rollstühle stellt der Iron Roll mit Unterstützung der Firma Maltry.

Von Nadine Fabian

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