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Potsdam Im Fokus des Klimawandels
Lokales Potsdam Im Fokus des Klimawandels
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17:24 31.07.2013
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Potsdam

Das haben Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) in Kooperation mit anderen internationalen Einrichtungen im Rahmen eines bislang einzigartigen Projekt herausgefunden.

Die Spezialisten haben vier mögliche Folgen der Erderwärmung definiert: die Verfügbarkeit von Wasser, die landwirtschaftlichen Erträge, die Änderung des gesamten Ökosystems und der Pflanzenpopulation sowie die Verbreitung von Infektionskrankheiten wie Malaria. Sind Bewohner einer Region Modellrechnungen zufolge am Ende des Jahrhunderts von mindestens zwei weitreichenden Konsequenzen betroffen, leben sie der Definition des Projekts zufolge an einem Brennpunkt des Klimawandels.

"Das kann dann ein Vielfaches an Druck auf die Lebensgrundlagen der Menschen in den betroffenen Regionen bedeuten", sagt der an dem Vorhaben beteiligte Potsdamer Geoökologe Christoph Müller. Entsprechende Folgen würden sich bei weitem nicht auf Entwicklungsländer beschränken sondern auch Industrieländer betreffen, so der PIK-Forscher. Selbst bei Einhaltung des sogenannten Zwei-Grad-Ziels bis 2100, das eine Grenze noch umsetzbarer Anpassungen definiert, leben den Ergebnissen der Modellrechnungen des Projekts zufolge schon 60 Prozent der Erdbewohner an Brennpunkten des Klimawandels.

Derzeit ist es noch jeder Zehnte. Eine weitere Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur um ein Grad würde 15 Prozent der Menschen an einen Brennpunkt bringen. Bei vier Grad wäre einigen Modellrechnungen zufolge die komplette Welt der Brennpunkt. Will heißen, den Szenarien nach würden 100 Prozent der Erdbewohner in Regionen wohnen, in denen sie von mindestens zwei der definierten Folgen betroffen wären.

An dem Vorhaben hätten erstmals Klimaforscher der verschiedensten Fachrichtungen mitgewirkt, sagt Müller. Dies sei eine so nie da gewesene gemeinsame Anstrengung der Klimaforscher weltweit gewesen, um die Risiken zu beleuchten, auf die sich die Menschheit in den kommenden Jahren zubewegt.

Von Gerald Dietz

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