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Potsdam Im Staudenhof herrschte Explosionsgefahr
Lokales Potsdam Im Staudenhof herrschte Explosionsgefahr
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17:13 24.05.2019
Der Staudenhof-Wohnblock – hier herrschte heute Gas-Alarm.
Der Staudenhof-Wohnblock – hier herrschte heute Gas-Alarm. Quelle: Varvara Smirnova
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Innenstadt

Im Staudenhof-Wohnblock in der Innenstadt herrscht an diesem Freitag kurzzeitig Explosionsgefahr durch austretendes Gas. Um kurz nach zehn Uhr am Vormittag erhielt die Energie & Wasser Potsdam (EWP) einen Hinweis auf Gasgeruch.

„Nur fünf Minuten nach der Meldung waren die Feuerwehr Potsdam und der Havariedienst der Netzgesellschaft Potsdam vor Ort und haben Sofortmaßnahmen zu Abwehr potentieller Gefahren getroffen“, teilt die EWP mit. Die Gasleitung zum Wohnblock wurde gesperrt, ein Sperrkreis ums Gebäude eingerichtet und Teile des Wohnblocks evakuiert, so die EWP.

Feuerwehr spricht von Explosionsgefahr

Laut Feuerwehr herrschte in einem Flur Explosionsgefahr. Die Messgeräte zeigten laut Marcel Haas, Schichtführer der Regoinal-Leitstelle Nordwest ein kritisches Gemisch aus Gas und Sauerstoff an. „Wir sind dort mit äußerster Vorsicht herangegangen. Das Betätigen eines Lichtschalters hätte ausgereicht, um eine Explosion auszulösen“, so Haas zur MAZ.

Die Feuerwehr stellte schließlich fest, dass das Gas in einer Wohnung ausströmte. „In dieser Wohnung lag die Konzentration bereits bei 100 Prozent“, so Haas. Dort herrscht allerdings keine Explosionsgefahr, da der für die Explosion nötige Sauerstoff vollkommen vom Gas verdrängt war.

Gasversorgung bis auf weiteres unterbrochen

Nachdem das Gas abgestellt und durch Querlüftung des Gebäudes die Gefahr gebannt war, begann die Ursachenforschung.

„Die Sofortprüfung hat ergeben, dass sich ein mögliches Leck im privaten Netz des Grundstückseigentümers befindet. Bis zur erfolgreichen Ursachenbehebung durch den Eigentümer bleibt die Gasversorgung mit Kochgas daher unterbrochen“, heißt es bei der EWP.

Auf die Heizung und die Warmwasserversorgung hat dies keinen Einfluss, da der Wohnblock an das Fernwärmenetz angeschlossen ist. Die evakuierten Bewohner konnten am frühen Nachmittag in ihre Wohnungen zurückkehren.

Elektrische Kochgeräte für die Mieter – aber es gibt nicht genug davon

Die städtische Pro Potsdam, die Eigentümer des Wohnblocks mit 182 Wohnungen ist, teilt mit, dass sie den Bewohnern des Blocks elektrisch betriebene Kochgeräte zur Verfügung stellt. „Wir haben davon eine ganze Menge und die Bewohner sind informiert, dass sie sich beim Concierge ein Kochgerät abholen können“, sagte eine Sprecherin der Pro Potsdam der MAZ. Wie lange die Gasversorgung für die Gasherde unterbrochen bleibt, ist unklar. Auch reichen die Kochgeräte nicht für alle Mieter.

Von Peter Degener