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Potsdam Familien machen Musik
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08:26 03.08.2019
Carlotta (l.) im Musikcamp. Quelle: Elvira Minack
Potsdam

In den Kellerräumen des Potsdamer Lindenpark wird geprobt – im Zentrum für Popularmusik (ZPOP), das seit Oktober besteht. „Jetzt spielt man nur die Gitarre und alle anderen singen, jetzt bitte nur der Bass“, fordert Band-Coach Philipp Elsner. Mit Instrumenten hatte man sich zuvor zehn Jahre lang im Projekt „Mach Musik“ befasst.

Bewährtes haben die Macher um Thomas Österreich in ihr Programm übernommen. „Wir sind aber genauso immer auf der Suche nach Ideen. Wenn Musik machen mit Kindern und Jugendlichen gut funktioniert, müsste das doch auch gemeinsam mit deren Eltern gehen“, sagt Österreich.

So entstand schließlich das Angebot für ein Elternteil mit Kindern. Zwar haben Potsdamer Familien dem Zentrum in den letzten Sommerferientagen nicht die Bude eingerannt, doch die, die sich für vier Tage auf dieses Experiment eingelassen haben, sind begeistert.

Vater sitzt am Schlagzeug

Wie die Weckwerths. „Ich habe für die letzte Ferienwoche etwas gesucht, was ich mit meinen Kindern machen kann, etwas wo wir Zeit miteinander verbringen und was neu für uns ist“, erklärt Vater Mirko. Er ist absoluter Laie, seine Kinder Aaron (13 Jahre alt) und Olivia (11) spielen Klavier. Beide konnten sich nicht so recht vorstellen, was sie im Camp erwartet, aber mit der Wahl ihres Vaters waren sie einverstanden. „Dass mein Vater als Laie mit uns musizieren möchte, hat uns überzeugt“, berichtet Aaron.

Am ersten Tag haben die Teilnehmer die typischen Instrumente für Popmusik kennengelernt. Alles, was Tasten hat, ist für Aaron und Olivia nichts Neues. „Mir hat gefallen, dass wir alle Instrumente ausprobieren konnten“, ist Olivia begeistert. Fast vergessen die Tatsache, dass sie sich zuerst für die Akustikgitarre entschieden hatte und am zweiten Tag aufgeben wollte, weil sie einfach nicht damit zurecht kam. Es ist dann die E-Gitarre geworden und Olivia hatte viel Spaß damit.

Aaron hat sich für das Instrument entschieden, das ihm gänzlich unbekannt war, den Synthesizer. Vater Mirko sitzt am Schlagzeug: „Ich dachte, das würde das Einfachste für mich sein.“ Im Nachhinein sei ihm aufgefallen, dass er mit dem Schlagzeug für alle den Rhythmus vorgibt. „Das mache ich als Familienvater auch“, sagt er.

Dann wird geübt, geübt und nochmals geübt

Am zweiten Tag hatten Eltern und Kinder viel Freude beim Musizieren mit Alltagsgegenständen. Und danach wurde es auch schon ernst: Die Familien bildeten zwei Bands, entschieden sich für einen Song, den sie einstudieren und am Ende der Woche aufführen wollen und fingen an zu proben. Für die Band, in der die Weckwerths mit Katrin Kordecky und Tochter Mia sowie Carlotta Geerds spielen, hat Aaron den Song ausgewählt. Es ist „In my mind“ von Dynoro, einem litauischen DJ und Musikproduzenten. „Ich mag das Lied sehr“, begründet Aaron sein Wahl und ergänzt: „Es ist auch nicht schwer zu interpretieren. Das kriegen wir hin.“

Bis dahin heißt es üben, üben, üben – immer wieder. „In my mind, in my head, this is where we all came from.“ Aaron merkt an, dass er selbst nicht so viel üben müsste. Aber in einer Gemeinschaft gehört eben auch das dazu: Rücksicht nehmen auf die anderen.

Und so übt er fleißig mit, damit das Abschlusskonzert, zu dem auch Mutter Weckwerth und vielleicht die Oma kommen wird, ein Erfolg wird. Für den Schlagzeuger Mirko Weckwerth waren die vier Tage ohnehin im Zentrum für Popularmusik erfolgreich. „Das war eine schöne Woche für mich. Gemeinsam mit den Kindern zu musizieren, war die richtige Wahl.“

Von Elvira Minack

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