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Potsdam Bauherr: Klosterkeller nicht betroffen
Lokales Potsdam Bauherr: Klosterkeller nicht betroffen
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07:08 24.08.2018
Die Gaststätte „Klosterkeller“ in der Friedrich-Ebert-Straße 94 zu DDR-Zeiten. Quelle: MAZ/Wolfgang Mallwitz
Innenstadt

Die bis an den Rand mit Schutt gefüllten Container sind verschwunden, die Ruhe ist wieder eingekehrt in das barocke Haus mit der Nummer 94 in der Friedrich-Ebert-Straße. Keine Spur mehr von Bauarbeiten rund um die Traditionsgaststätte „Klosterkeller“. Wann es damit weitergeht, steht laut dem Immobilienentwickler Copro noch nicht fest – nur, dass es weitergeht.

Geplant sind demnach 15 Wohneinheiten, davon zehn im historischen Bestand und fünf in einem Gartenhaus, das im Hinterhof errichtet werden soll. Die Ein- bis Vierzimmerwohnungen werden laut Copro zur Miete „im mittleren Preissegment“ angeboten und haben eine Mietfläche zwischen etwa 30 und 100 Quadratmetern. Durch das Bauvorhaben schaffe man auf dem Grundstück zusätzlichen Wohnraum von rund 1000 Quadratmetern. Die kleineren Apartments sollen vor allem Singles und Paare ansprechen, die größeren seien für Familien geeignet. Man erwarte durch die räumliche Nähe und den alle Einheiten verbindenden Innenhof eine harmonische Gemeinschaft.

Wann die Wohnungen bezugsfertig sind, ist noch nicht klar

„Die behutsame Wiederbelebung und Ergänzung des Bestands erfolgt dabei in intensiver Abstimmung mit der Stadtplanung und unter Beachtung des Denkmalschutzes“, teilt Copro auf MAZ-Anfrage mit. Bisher habe man im ersten Schritt vorbereitende Baumaßnahmen durchgeführt – zeitlich auf den Monat Juni beschränkt. Um die Arbeiten fortsetzen zu können, sei nun weiter zu projektieren: „Ein Termin für diese Maßnahmen steht noch nicht fest.“ Daher könne man auch noch nicht sagen, wann die Wohnungen bezugsfertig sein werden. Die Potsdamer müssen sich zudem gedulden, wie das Ensemble und die Apartments einmal aussehen werden, denn bislang liegen laut Copro lediglich Arbeitsskizzen, aber keine offiziellen Visualisierungen vor. Zum Investitionsvolumen äußert sich das Unternehmen nicht.

Die Frage, die viele Potsdamer bewegt: Welche Zukunft hat die Traditionsgaststätte „Klosterkeller“ in diesem Projekt – kann sie in gewohnter Form bestehen? „Aktuell führt Copro Gespräche mit dem Bestandsmieter des Klosterkellers, den die Umsetzung der geplanten Baumaßnahmen betreffen“, heißt es dazu aus Berlin. Man nehme Rücksicht auf die Belange des Restaurants: „Eine einvernehmliche Abstimmung ist Copro wichtig.“ Die Umnutzung des Vorderhauses in Wohneinheiten betreffe die angemietete Fläche des Klosterkellers nicht.

Ob groß oder klein – jedem Projekt nähere man sich mit Respekt

Die Copro ist in den vergangen Monaten vor allem in einem Atemzug mit der neuen urbanen Mitte am Gleisdreieck in Berlin genannt worden. Das Unternehmen verweist auf eine 25-jährige Erfahrung und versteht sich als Immobilienentwickler, der sowohl Großprojekte als auch Bauvorhaben im kleineren Maßstab entwickelt und umsetzt – jedem Projekt nähere man sich mit dem notwendigen Respekt. „Dabei gilt stets der Anspruch, Orte zu schaffen, die auch im Interesse der Nutzer, der Bewohner und der Öffentlichkeit nachhaltiger geplant werden.“

Denkmalschutzprojekte wie das in der Friedrich-Ebert-Straße 94 seien fester Bestandteil der Firmen-DNA. „Copro ist daran interessiert, sich auch in Zukunft in der Landeshauptstadt Potsdam zu engagieren und weitere Projekte zu entwickeln – nicht zuletzt aufgrund der historischen Bedeutung, des lebendigen Stadtkerns sowie aufgrund des vielfältigen Kultur- und Naherholungsangebots.“

Klosterkeller-Chef Bernd Hirschauer, der über geschäftsschädigenden Schmutz und Lärm während der Bauarbeiten geklagt hatte, äußerte sich mit Verweis auf die noch laufenden Gespräche mit Copro nicht.

Container-Verwirrung zur Erlebnisnacht

Zur Potsdamer Erlebnisnacht am letzten Juli-Wochenende hatte die Landeshauptstadt mitgeteilt, dass man die Bauherren verpflichtet habe, die vor dem Klosterkeller stehenden Schuttcontainer zu beseitigen – das war nicht geschehen.

Eine behördliche Anordnung zur Entfernung der Baustelleneinrichtungsfläche für Veranstaltungen ist zu keinem Zeitpunkt erfolgt, teilt nun Copro mit. Die für die Erlebnisnacht zuständige Straßenverkehrsbehörde habe um eine Verkleinerung und Reinigung der Fläche gebeten. Dem sei man fristgerecht nachgekommen. Die Container hätten keine Gefahrenquelle dargestellt, da sie ordnungsgemäß gesichert und mit einem Sichtschutz verkleidet wurden. Eine schriftliche Bestätigung der Behörde, dass sich Copro in dieser Angelegenheit vollumfänglich an vereinbarte Vorgaben gehalten hat, liege dem Unternehmen vor: „Demnach wurde und wird kein Ordnungs- oder Bußgeld verhängt.“ nf

Von Nadine Fabian

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