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Potsdam Das „Nähgern“ in Babelsberg hat jetzt neue Inhaber
Lokales Potsdam Das „Nähgern“ in Babelsberg hat jetzt neue Inhaber
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14:00 16.01.2020
Die Nähstube Nähgern in Babelsberg hat mit Rita Ehnert (r.) eine neue Inhaberin. Katja Wientges (h.) leitet die Nähkurse. Quelle: Foto: Bernd Gartenschläger
Babelsberg

Bunte Stoffe an den Wänden, Nähmaschinen an den Regalen, dazu Kaffee, Kuchen und Limonade: Das „Nähgern“ ist längst zu einer festen Größe in Babelsberg geworden. Jetzt hat der Laden für Stoffe und Nähzubehör eine neue Leitung. Seit dem 1. Januar 2020 führen Rita und Tommy Ehnert das Geschäft in der Karl-Liebknecht-Straße.

Für die gelernte Diplom-Verwaltungswirtin und den Werkzeugmacher ein großer Schritt. „Die erste Woche war sehr spannend“, erzählt Rita Ennert der MAZ. Gespannt blickt sie auf die ersten Monate: „Wir hoffen, dass die Leute weiterhin Freude am Nähen haben“. Und fügt hinzu: „Vielleicht finden sie ja sogar demnächst Inspiration für die Sommerangebote“.

Nähen liegt in der Familie

Noch arbeiten sich die Ehnerts in das Geschäft ein, mit der Materie kennen sie sich allerdings schon gut aus: „Wir nähen beide gerne. Ich habe mir das Nähen noch von meiner Großmutter zeigen lassen. Und die Großeltern meines Mannes waren beide Schneider. Es liegt sozusagen in der Familie“, erklärt Rita Ennert. Zudem ist sie ehrenamtlich für „Helfeelfen“ aktiv. Dort näht sie Kleidung für Kinder mit speziellen Bedürfnissen. Beispielsweise für Kinder mit Magensonden – die durch die Schläuche nicht einfach handelsübliche Kleidung anziehen können.

Die Nähstube Nähgern in der Karl-Liebknecht-Straße hat mit Rita Ehnert eine neue Inhaberin Foto:Bernd Gartenschläger Quelle: Bernd Gartenschläger

Nähen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen – ein Konzept, dass Rita Ehnert auch ins Nähgern einbauen will. Für Ulrike Trost, ehemalige Inhaberin des „Nähgerns“, auch ein Grund, warum die Entscheidung auf die Ehnerts fiel. „Die beiden hatten ein klares Konzept und gute Ideen“, erklärt sie. Dazu gehöre die Änderungsschneiderei für Menschen mit Behinderungen, aber auch die fachliche Kompetenz der Ehnerts.

Neue Ideen, aber das Grundkonzept bleibt

Dass Tommy Ehnert sich als Werkzeugmacher der Nähmaschinenreparatur widmen will, habe sie ebenfalls überzeugt. „Das ist eine große Marktlücke“, wie sie findet. Sie selbst steht den beiden in den ersten Wochen unterstützend zur Seite und wird weiterhin einen Nähkurs leiten. Fortan will sie sich jedoch stärker den „Nähreisen“ widmen. Die Idee dahinter: Mit Nähmaschine im Gepäck auf Reise gehen – und dabei neben Kultur und Erholung ein eigenes Nähprojekt anfertigen.

Neue Gesichter und neue Ideen – doch das Grundkonzept des Nähgerns bleibt erhalten – Stoffe, Kurse und Gastronomie. Auch das Team bleibt dem „Nähgern“ treu. Eine Schneidermeisterin, eine Modedesignerin und eine Puppenmacherin bieten nach wie vor ihre Kurse an, ebenso Ulrike Trost. Zwei Gastro-Mitarbeiter sorgen zudem für kulinarische Köstlichkeiten, etwa die hausgemachte Quiche. Nur eine Sache ist anders – denn das Nähgeschäft hat ein kleines weißes „Wollknäuel“ namens „Jerry“ dazubekommen. Der weiße Bichon Frisé der Ehnerts gehört nämlich mit zu der Partie.

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