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00:22 14.06.2019
Die am Projekt beteiligten Schüler der Klasse 8F des Humboldt-Gymnasiums am Dienstag im Potsdam-Museum. Quelle: Bernd Gartenschläger
Innenstadt

Achtklässler des Humboldt-Gymnasiums haben zur Geschichte und den Spuren jüdischen Lebens in Potsdam geforscht. Ein Online-Stadtplan (www.geschichtsorte.de) mit Informationen über insgesamt 22 Orte in der Landeshauptstadt ist am Dienstag im Potsdam-Museum freigeschaltet worden.

Schirmherr ist Star-Violinist Daniel Hope

Zu den Adressen zählen der Jüdische Friedhof im Norden, die 1899 von Benno Orenstein und Arthur Koppel im heutigen Babelsberg eröffnete Lokomotivfabrik im Osten und die Universität im Westen mit ihrem europaweit einzigartigen Studiengang für Jüdische Theologie, der 2013 eröffnet wurde.

Als Schirmherr für das vom Förderverein des Potsdam-Museums initiierte Projekt konnte der Star-Violinist Daniel Hope gewonnen werden, der vor zwei Jahren zum Vorabend-Konzert der Potsdamer Schlössernacht am Neuen Palais auftrat.

Daniel Hope (r.) 2017 beim Vorabendkonzert der Potsdamer Schlössernacht. Quelle: Bernd Gartenschläger

Daniel Hope berichtete in einer in Odessa aufgezeichneten Videobotschaft, dass er der Stadt als Nachfahr des ersten Potsdamer Rabbiners Michel Hirsch (1719-1777) verbunden sei. „Ich hoffe sehr auf die Fortführung dieses und ähnlicher Projekte“, sagte er.

Entwickelt wurde die Idee einer Plattform, mit der Orte jüdischen Lebens lokalisiert und für jedermann zugänglich gemacht werden, vom Medienlabor, sagte Fördervereinschef Markus Wicke. Die jüdische Geschichte Potsdams sei durch die Residenz- und Architekturgeschichte der Stadt „weitestgehend überlagert“.

Schüler recherchieren mit Originalquellen

Es fehle „eine Bündelung aller bekannten Orte des einstigen und heutigen Lebens in Potsdam durch ein attraktives Vermittlungsformat“. Er hoffe, dass die Datensammlung in nachfolgenden Projekten erweitert werden kann.

In ihrem im Herbst 2018 eröffneten Projekt haben 13 Schüler mit ihrer Lehrerin Ulrike Bon-Jacobi und der Judaistin Anke Geißler-Grünberg die Geschichte der Orte recherchiert und für das Internet aufbereitet.

Jeder der Beteiligten recherchierte zu ein bis zwei Orten. Eine Herausforderung sei die ältere Sprache, die „zum Teil schwierig für uns zu verstehen war“, berichtete eine Schülerin: „Aber das war gut, weil wir auch im Geschichtsunterricht mit alten Quellen arbeiten müssen.“

Von Volker Oelschläger

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