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Potsdam Investitionspaket: So profitieren Potsdams Bahnhöfe vom Geldsegen
Lokales Potsdam Investitionspaket: So profitieren Potsdams Bahnhöfe vom Geldsegen
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18:36 09.07.2019
Defekte Rolltreppe im Potsdamer Hauptbahnhof sind ein Dauerproblem. Bis 2022 soll Ersatz kommen. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Geldsegen für die Potsdamer Bahnhöfe. Bis 2028 sollen am Hauptbahnhof sowie an den Bahnhöfen Babelsberg, Charlottenhof, Golm, Griebnitzsee, Marquardt, Potsdam-Rehbrücke, Park Sanssouci und Pirschheide Sanierungsarbeiten stattfinden.

Wie berichtet, haben die Deutsche Bahn AG und Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) im Mai eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet, nach der 150 Bahnhöfe und Haltestellen im Land Brandenburg bis zum Jahr 2028 saniert werden sollen. Dabei trägt das Land Brandenburg 68 Millionen Euro der geplanten Kosten in Höhe von 170 Millionen Euro.

Auf Anfrage der beiden CDU-Landtagsabgeordneten Steeven Bretz und Rainer Genilke hat die Landesregierung nun Details zu den einzelnen Maßnahmen an den Potsdamer Bahnhöfen genannt. Die MAZ gibt einen Überblick über die wichtigsten Fakten.

Welche Arbeiten sind am Hauptbahnhof geplant?

Bis 2022 sollen sechs Rolltreppen ausgetauscht werden, was immerhin mit 1,21 Millionen Euro zu Buche schlägt. Ein neuer Voranzeiger für die S-Bahn kostet 40 000 Euro. Mehr Sitzgelegenheiten sollen für mehr Aufenthaltskomfort sorgen – Gesamtkosten: 25 000 Euro.

Was passiert an den Bahnhöfen Babelsberg, Charlottenhof und Potsdam-Sanssouci?

In Babelsberg werden bis 2025 Bahnsteige, Beleuchtung und Dach erneuert, was rund 1,37 Millionen Euro kostet.

In den Bahnhof Charlottenhof fließen satte drei Millionen Euro für den Ersatz beziehungsweise die Modernisierung der unter Denkmalschutz stehenden Personenunterführung

Baugerüst am Bahnhof Potsdam-Charlottenhof. Quelle: Hannah Suppa

In welcher Form profitieren Griebnitzsee und Golm?

Am Bahnhof Griebnitzsee sollen bis 2028 zwei Aufzüge ausgetauscht werden – Kostenpunkt: 300.000 Euro. Zudem soll der Banhof bis 2025 eine Fahrgastinfo, W-Lan und Video bekommen; Gesamtkosten 151.000 Euro.

In Golm ist bis 2020 die Installation von Zuginformationsmonitoren geplant, was mit 100.000 Euro zu Buche schlägt. Mit einer ähnlich hohen Summe wird für die Bahnsteigverlängerung West kalkuliert, die bis 2022 durch sein soll. 15 000 Euro wird die Erweiterung der Sitzgelegenheiten kosten.

Welche Maßnahmen sind in Marquardt, Rehbrücke und Pirschheide vorgesehen?

In Marquardt ist bis 2028 eine Bahnsteigerneuerung geplant. Die Kosten belaufen sich auf 1,62 Millionen.

In Rehbrücke wird der Bahnsteigdachneubau bis 2028 immerhin 430.000 Euro kosten. Fahrgastinfo und W-Lan – beides bis 2025 – sind mit 98.000 Euro veranschlagt.

Bahnhof Pirschheide – hier zur Blues-Night. Quelle: Bernd Gartenschläger

Mit welchen Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr ist aufgrund der Arbeiten in Potsdam zu rechnen?

Je nach Baumaßnahme und Bauzeit wird es zu Einschränkungen kommen, zum Beispiel in Form gesperrter Rolltreppen beziehungsweise Fahrstühle. Das führt dazu, dass eventuell Umwege in Kauf genommen werden müssen. Ziel sei es jedoch, „diese so gering wie möglich zu halten“, heißt es in der Antwort der Landesregierung auf die Anfrage von Bretz und Genilke.

Wie ist die Aufteilung der Kosten zwischen Deutscher Bahn und dem Land Brandenburg im Falle von Kostensteigerungen geregelt?

„Die Planungen gehen von einer fixen Zuwendungshöhe des Landes in Höhe von 40 Prozent des Gesamtinvestitionsvolumens aus“, lautet die Antwort der Landesregierung. Kostensteigerungen einzelner Projekte im Gesamtpaket würden durch das Land „entsprechend seinem Anteil getragen und durch Verschiebung anderer Projektvorschläge kompensiert“.

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Von Ildiko Röd

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