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Potsdam Investor will RAW-Halle in Potsdam erhalten
Lokales Potsdam Investor will RAW-Halle in Potsdam erhalten
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18:22 19.03.2014
Im April 2012 brannte es auf auf dem Gelände des früheren Reichsbahnausbesserungswerke. Quelle: Christel Köster
Teltower Vorstadt

Nach Aussage der Linken gibt es nun aber die Möglichkeit, drei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: die sogenannte "Neue Halle" als Denkmal zu erhalten, sie öffentlich zugänglich zu machen und den Industriestandort für Lokbau und -wartung museal weiterzunutzen. Schließlich handle es sich bei der RAW-Halle an der Friedrich-Engels-Straße um ein "Zeugnis der Industriearchitektur Potsdams", wie Linken-Fraktions-Chef Hans-Jürgen Scharfenberg betonte. Von 1838 bis 1988 wurden in dem Gebäudekomplex, der heute teilweise abgerissen und überbaut und teilweise ungenutzt ist, Züge gebaut, gewartet und instand gesetzt - 170 Jahre lang. Am Ende war das Potsdamer RAW das älteste Deutschlands.

Laut Scharfenberg gibt es nun einen Investor - den Namen wollte der Politiker noch nicht verraten - der bereit wäre, die Halle zu sanieren und auf ihre Geschichte hinzuweisen. Im Gegenzug möchte er sie teilweise als Handelsfläche für "Waren des täglichen Bedarfes" nutzen oder verpachten. Die Linke sieht darin keinen Widerspruch zum bestehenden Einzelhandelskonzept der Stadt, vielmehr würde eine bestehende Versorgungslücke geschlossen, da nicht zuletzt durch die 700 Wohnungen des Semmelhaack-Quartiers am Bahnhof die Stadt an dieser Stelle stark gewachsen sei. "Es wurde bereits geprüft, dass dies ohne existenzgefährdende Schädigung der übrigen Handelseinrichtungen von Potsdam möglich ist", sagt der Politiker.

Angesichts des schlechten Bauzustands der Halle drängt die Linke auf eine schnelle Entscheidung und will deshalb in der Stadtverordnetenversammlung vom 2.April beantragen, dem Investor schnellstmöglich eine Genehmigung zu verschaffen und das Vorhaben wohlwollend zu begleiten. Bis zum September soll die Stadtverwaltung laut Antrag einen Bericht vorlegen, ob und wie das möglich ist. "Wenn alles gut geht und die Stadt guten Willen beweist, könnten dann in ein bis zwei Jahren das Denkmal gesichert, ein Teil der Industriegeschichte der Stadt auf Dauer dokumentiert und die Einkaufssituation für die Menschen in der Teltower Vorstadt deutlich verbessert sein", so Scharfenberg.

Großfeuer im denkmalgeschützten Industriebau
Auf dem Gelände des früheren Reichsbahnausbesserungswerkes (RAW) an der Friedrich-Engels-Straße ist gestern Abend eine verlassene, denkmalgeschützte Werkstatthalle ausgebrannt. Augenzeugen hatten gegen 18 Uhr dicken schwarzen Qualm aus dem teils verglasten Dach der „Alten Halle“ aufsteigen sehen, dann Flammen.

Wie ein Kampfgebiet sah das Gelände am Brandherd aus. Bis zu sechs Einsatzfahrzeuge drängelten sich an zwei Zufahrten; Schlauchwagen wurden zu entfernteren Hydranten gerollt, Löschtrassen gelegt. Eine Drehleiter postierte sich neben der Halle, fuhr den Einsatzkorb mit zwei Männern aus, die Pressluftflaschen auf dem Rücken, Atemschutzmasken auf dem Gesicht und ein Strahlrohr in den Händen hatten.

Bereits Ende September 2011 hatte es dort gebrannt, ohne dass Schäden entstanden. Schon damals wurde ein Styroporstapel als Brandherd ausgemacht und vorsätzliche Brandstiftung vermutet. Eine fahrlässige Brandstiftung hatte Mitte Dezember 2008 in einer bereits abgerissenen Halle um sich gegriffen.

Von Jan Bosschaart

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