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Potsdam Jugendclub an der Biosphäre kommt frühestens Ende 2023
Lokales Potsdam Jugendclub an der Biosphäre kommt frühestens Ende 2023
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18:12 21.11.2019
Das Studentendorf soll mit Blick zur Biosphäre gebaut werden. Quelle: Bernd Settnik/dpa
Bornstedter Feld

Der neue Jugendclub an der Georg-Hermann-Allee nahe der Biosphäre kann frühestens Ende 2023 eröffnet werden. Das hat Volker Theobald vom Entwicklungsträger Bornstedter Feld am Donnerstag im Jugendhilfeausschuss bekannt gegeben. Über den Bau einer zusätzlichen Jugendfreizeiteinrichtung für den schnell wachsenden Stadtteil wird bereits seit Jahren gestritten.

Das Baugrundstück soll nach Angaben Theobalds Anfang 2020 an die kommunale Bauholding Pro Potsdam verkauft und dann von ihr entwickelt werden.

Geplant seien mehrere viergeschossige Gebäude mit gemischter Nutzung, darunter eine Kita, Funktionsräume für die Fachhochschule, Nahversorgung und studentisches Wohnen.

Der Jugendclub mit 105 Plätzen soll in einem Gebäude am Rand in den unteren zwei Etagen eines der Wohnhäuser eingerichtet werden.

Kritische Nachfragen kamen zur Zeitschiene. Frank Otto (Grüne) schlug vor, die Jugendarbeit im kommenden Jahr im Bauwagen aufzunehmen, weil die Stellen dann bereits bewilligt seien.

René Kuhlke (Paragraph 13) und Dirk Harder (AWO) warnten vor dem Konfliktpotenzial einer unmittelbaren Nachbarschaft von Wohnen und Jugendclub.

Kuhlke verwies auf Nachbarschaftsprobleme des Fanprojekts vom SV Babelsberg 03 und auf den Stern-Club, der wegen Nachbarschaftsproblemen aufgegeben werden musste: „Ich finde es unideal.“

Harder verwies auf seine Erfahrungen als zeitweiliger Chef des Lindenparks. Jeder, der solche Einrichtungen betreibe, wisse, dass genau in dieser Planungsphase „diese Fehler gemacht werden“.

Aubel hielt der Kritik entgegen, dass Urbanität gewünscht sei. Theobald verwies auf den Stadtverordnetenbeschluss zur Entwicklung des Quartiers: „Eine freistehende Jugendfreizeit mit 200 Metern Freiheit ringsum wäre schöner, ist in dem urbanen Umfeld nicht zu finden.“

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Als zusätzliche Hürde nannte Theobald die Frage, ob die Studentenwohnungen „wirklich gewünscht“ seien. In zwei Wochen gebe es ein Treffen mit dem Studentenwerk, bei dem ein Letter of Intent verabschiedet werden könnte.

Als Warmmiete stellte er für die Studentenwohnungen stellte er bei 20 Quadratmetern 325 Euro pro Monat in Aussicht. Julia Schultheiss (Stadtjugendring) nannte diese Konditionen für Studierende „Wahnsinn“.

Offen blieb die Frage nach einer Perspektive für das Quartier, wenn die Pläne für den Bau von Studentenwohnugen scheitern. Ausschuss und Entwicklungsträger vereinbarten für diesen Fall eine schnelle Information.

Von Volker Oelschläger

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