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Potsdam Junge Klimaschützer im Potsdamer Rathaus
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18:44 11.04.2019
Dialog zum Klimaschutz: Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) empfängt die Potsdamer Organisatoren der Bewegung „Fridays for future“ zum Dialog im Rathaus .
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Potsdam

Die Organisatoren der Potsdamer „Fridays for future“-Klimademos sind am Donnerstag von Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) und Vertretern der Fraktionen empfangen worden. Die acht Schüler nutzten die Gelegenheit um auch die Kommunalpolitiker zu mehr Anstrengungen im Klimaschutz zu bewegen. So fordern sie eine schnellere Umsetzung des Klimaschutz-Masterplans, wonach die Stadt ihre Treibhausgasemission bis 2050 um 95 Prozent senken soll.

„Wir wollen der Verwaltung den Mut geben, die Klimaziele umzusetzen“

„Wir wollen der Verwaltung und den Stadtverordneten den Mut geben, die gesetzten Klimaziele umzusetzen. Dazu tragen auch unsere Demos bei“, sagt Simon Jüngling, der gerade seine Abiturprüfungen am Helmholtz-Gymnasium absolviert. In Potsdam treibt die Verkehrsfrage die Schüler am meisten um. „Potsdam investiert im Vergleich zu anderen Städten zu wenig in den Ausbau der Radwege“, benennt Jüngling eine konkrete Forderung.

Bessere Radwege, damit die Bürger auf das Rad umsteigen

Sein Mitstreiter Alexander Grams (16) fordert den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. „Es muss mehr Straßenbahnstrecken geben und auch ein ticketfreier Nahverkehr wäre eine Überlegung wert“, sagt der Zehntklässler des Michendorfer Wolkenberg-Gymnasiums. „Uns ist wichtig, dass endlich angefangen wird zu handeln. Viele sagen, wie wichtig es wäre, etwas zu tun, doch es passiert nichts“, sagt Lea Kampe (14) von der Voltaire-Gesamtschule.

Schubert will, das Schüler konkrete Maßnahmen benennen können

Schubert hatte die Schüler nach einem gemeinsamen Podiumsgespräch mit dem renommierten Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber in der Wissenschaftsetage vor einigen Wochen zu sich eingeladen. „Die Bewegung der Schüler soll aber nicht politisch vereinnahmt werden, deshalb habe ich auch die Fraktionen dazu gebeten, was bis auf die AfD auch alle angenommen haben“, sagte Schubert im Anschluss an das einstündige Treffen. „Es ist nötig mehr zu investieren“, sagte er der MAZ zu den Forderungen der Schüler.

Vorerst hat er ihnen eine erweiterte Sitzung des Klimarats der Stadt mit den Aktivisten und einen Programmtag an Potsdamer Schulen mit der Werkstatt für Beteiligung angeboten. Damit sollen Potsdamer Schüler konkrete Maßnahmen benennen können. Außerdem will er weiterhin im Dialog mit den engagierten Jugendlichen bleiben.

Das Schulterklopfen für ihr Engagement lehnen die Schüler ab

Mit dem gestrigen Auftakt zeigten sich die jungen Klimaschützer grundsätzlich zufrieden. „Wir haben in dieser Stunde nichts konkretes vereinbart, aber ich glaube, dass den Politikern bewusst geworden ist, wie wichtig auch Geld zur Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen ist“, sagte der 16-jährige Michel Plefke anschließend. Was er dagegen ablehnt ist das zustimmende Schulterklopfen: „Es reicht nicht, uns zu sagen, wie super es ist, dass wir demonstrieren. Es muss auch etwas Konkretes passieren.“

Sie haben vor allem die Landesregierung und den Kohleausstieg im Blick

„Wir haben als Potsdamer Gruppe nicht nur die Stadt, sondern vor allem die Landesregierung im Blick“, sagt Simon Jüngling. „Auf Landesebene fordern wir den Ausbau der Regionalbahnen und ein Ende der Kohleförderung. Der Ausstieg aus der Kohle ist in der Klimabilanz am wichtigsten“, so der Abiturient. Er und seine Mitstreiter hatten auch schon Treffen mit Landtagsabgeordneten in dieser Frage – jedoch waren nicht alle Organisatoren dabei, denn manche Schulleitung habe die Freistellung für solch einen Termin nicht ermöglicht.

Demo beginnt am Freitag um 14 Uhr auf dem Luisenplatz

Am Freitag demonstrieren die Schüler erneut. Der Demonstrationszug zum Landtag beginnt um 14 Uhr auf dem Luisenplatz. Nach dem weltweiten Aktionstag vor vier Wochen hoffen sie auf bis zu 1000 Teilnehmer, die die kommenden Osterferien mit der Demo einläuten. Auch die Sonntags-Demo „Potsdam for Future“, die nicht nur Schüler, sondern alle Bürger anspricht, soll erneut stattfinden – allerdings frühestens im Juni.

Von Peter Degener

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