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Potsdam Kampf gegen illegale Graffiti: So viel Geld plant die Stadt ein
Lokales Potsdam Kampf gegen illegale Graffiti: So viel Geld plant die Stadt ein
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01:15 30.06.2019
Schmierereien an Gebäuden im Eigentum der Stadt sollen künftig schneller entfernt werden. Die Reinigung kostet jährlich mindestens 105 000 Euro.  Quelle: Foto: Julian Stähle
Potsdam

Die Stadt Potsdam rechnet in den kommenden vier Jahren mit Kosten von mindestens 420 000 Euro um Graffiti auf öffentlichen Gebäuden entfernen zu lassen. Dieses Geld ist im neuen Rahmenvertrag festgesetzt, den die Stadt im März erstmals ausschrieb und der ab Montag umgesetzt wird. Sollte es allerdings zu unerwartet viel Vandalismus an Objekten, Kunstwerken und Ingenieurbauwerken wie Brücken kommen, könnte es auch teurer werden.

48 Stunden Zeit nach Meldung – dann sollen Garffitis entfernt sein

Der neue Rahmenvertrag gilt demnach bis Ende Juni des Jahres 2023. Er soll vor allem eine schnellere Reinigung sicherstellen, da die nun beauftragte Firma bei konkreten Hinweisen durch die Stadt Schmierereien „spätestens 48 Stunden nach Meldung“ entfernen muss. Bei strafrechtlich relevanten Schmierereien ist die Frist noch kürzer: „Verschmutzungen jeglicher Art mit staatsfeindlichem, sexistischem, antisemitischem Inhalt sind spätestens 24 Stunden nach Meldung durch den Auftragnehmer zu beseitigen“, heißt es im Rahmenvertrag.

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Insgesamt 201 Kunstwerke und Denkmäler im öffentlichen Raum werden von dem Vertrag abgdeckt. Die Objekte sind in drei Risikoklassen für Vandalismus eingeteilt. In der Kategorie „hoch“ findet sich bei den Kunstwerken unter anderem die stählerne „Wasserharfe“ am Ufer des Schillerplatzes. Häufig beschmiert wird demnach auch die lange Backsteinmauer, die entlang der Fußgängertreppe von der Weinbergstraße hinauf zur Gregor-Mendel-Straße führt.

Verwaltung rechnet mit 250 Quadratmeter Schmiererei – alleine an der Lärmschutzwand der Nuthestraße

Auch die Reste der Berliner Mauer und andere Teile der früheren Grenzanlagen sind in der Liste erfasst. Einige Ingenieurbauwerke wie Lange Brücke samt Unterführungen sind aufgeführt, da diese „kontinuierlich“ beschmiert werden. Die Lärmschutzwand der Nuthestraße entlang des Babelsberger Parks ist ebenso aufgeführt. Allein dort rechnet die Verwaltung mit 250 Quadratmeter Schmierereien pro Jahr.

„Wir haben bereits gute Erfahrung mit Rahmenverträgen gemacht, etwa im Bereich Grünflächen oder bei der regelmäßigen Kontrolle der Kunstwerke im öffentlichen Raum“, sagte Stadtsprecherin Christine Homann im März. „Je nach Größe rechnen wir damit, dass die Entfernung künftig ein bis vier Wochen schneller geschieht“, erklärte sie.

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