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Potsdam Coup für das Filmstudio: „Matrix 4“ wird in Babelsberg gedreht
Lokales Potsdam Coup für das Filmstudio: „Matrix 4“ wird in Babelsberg gedreht
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20:18 28.01.2020
Im Studio Babelsberg in der Potsdamer August-Bebel-Straße entstehen im März Szenen für einen echten Hollywood-Blockbuster. Quelle: Märkische Allgemeine/Michael Hübner
Babelsberg

Der Science-Fiction-Kultfilm „Matrix“ bekommt 20 Jahre nach seiner Premiere einen vierten Teil – und gedreht wird im Frühjahr auch in Babelsberg. Das erfuhr die MAZ exklusiv aus Produktionskreisen.

Nach MAZ-Informationen soll bereits im März mit dem Dreh der Hollywood-Produktion begonnen werden. Anscheinend wird ein großer Teil des Films in Babelsberg entstehen – mehr als drei Monate soll die Produktion hier verweilen. Das spricht dafür, dass auch Drehorte außerhalb des Studiokomplexes in Brandenburg und Berlin aufgenommen werden.

Noch steht nicht fest, welche Hollywood-Stars aus dem Ensemble um die Hauptdarsteller Keanu Reeves, Carrie-Anne Moss und Jada Pinkett-Smith tatsächlich vor Ort sein werden. Die Studio Babelsberg AG wollte die Produktion auf Anfrage der MAZ noch nicht bestätigen. Auch die Produktionsfirma Warner Bros hielt sich am Dienstag bedeckt.

Der Schauspieler Keanu Reeves ist auch der Star der Reihe „John Wick“, deren Fortsetzung zeitgleich mit dem „Matrix“-Sequel im Kino anlaufen soll. Quelle: Invision/AP

In den USA werden im Februar die ersten Szenen gedreht, unter anderem in Chicago. In San Francisco wird derzeit nach Komparsen für weitere Drehtermine gesucht. Auch das australische Sydney wird als Drehort genannt. Die Online-Filmdatenbank IMDb nennt als Termin für den Kinostart den 21. Mai 2021 – an diesem Tag soll auch der Keanu-Reeves-Film „John Wick 4“ starten.

Diese Filme hat Hollywood-Star Keanu Reeves schon gedreht

1988: Der Prinz von Pennsylvania

1989: Bill & Teds verrückte Reise durch die Zeit

1992: Bram Stoker’s Dracula

1994: Speed

1995: Dem Himmel So Nah

1997: Im Auftrag des Teufels

1999: Matrix

2000: The Gift – Die dunkle Gabe

2003: Was das Herz begehrt

2003: Matrix Reloaded

2003: Matrix Revolutions

2014: John Wick

2015: Knock Knock

2016: The Neon Demon

2017: John Wick: Kapitel 2

2018: Siberia – Tödliche Nähe

2018: Replicas

2018: Destination Wedding

2019: John Wick: Kapitel 3 (John Wick: Chapter 3 – Parabellum)

2019: Always Be My Maybe

Der erste Teil der düsteren Filmreihe erschien 1999 unter dem Titel „Matrix“, die Fortsetzungen „Reloaded“ und „Revolutions“ kamen 2003 in die Kinos. Seitdem gab es immer wieder Gerüchte um eine weitere Episode – nicht zuletzt angeheizt von den Regisseurinnen der Reihe, Lana und Lilly Wachowski.

Im August 2019 kündigte Lana Wachowski dann an, „Matrix 4“ tatsächlich realisieren zu wollen, allerdings ohne ihre Schwester. Es wird damit zugleich der erste Film sein, den die Geschwister nicht gemeinsam drehen. Und es wird der erste Hollywood-Blockbuster, den eine Transfrau realisiert: Die beiden Wachowskis haben sich in den vergangenen Jahren als Transgender geoutet.

Berliner Schauspieler Max Riemelt im Cast

Schon mehrfach haben die Regisseurinnen in Babelsberg gearbeitet. Ihr Actionfilm „Speed Racer“ entstand hier, sowie gemeinsam mit Tom Tykwer das Epos „Cloud Atlas“. Auch für „V for Vendetta“ nutzten die Wachowski-Geschwister schon das Know-How der Babelsberger Filmstadt. Zuletzt waren sie für ihre gemeinsame Netflix-Serie „Sense 8“ hier.

Auch ein Mitglied aus deren Cast ist nun wieder dabei: Der Berliner Schauspieler Max Riemelt, der in „Sense 8“ den Berliner Gangster Wolfgang Bogdanov spielt, soll in dem „Matrix“-Sequel eine tragende Rolle übernehmen.

In den Matrix-Filmen geht es um den Hacker Neo (Keanu Reeves), der mit Hilfe einer Gruppe um den geheimnisvollen Morpheus (Laurence Fishburne) und dessen nicht minder mysteriöse Verbündete Trinity (Carrie-Anne Moss) erkennt, nicht in einer realen Welt zu leben, sondern in einer computergenerierten Traumlandschaft – der so genannten Matrix.

Agenten versuchen mit allen Mitteln, diese Matrix zu schützen, doch die Menschen um Morpheus kämpfen gegen sie an und versuchen, die versklavte Weltbevölkerung zu befreien.

Die Dystopie gilt vor allem wegen ihrer zum Zeitpunkt ihres Erscheinens revolutionären Animationstechnik als bahnbrechend. Gleichzeitig berufen sich Verschwörungstheoretiker gern auf „Matrix“ – weil es im Zeitalter der Digitalisierung zunehmend schwerer fällt, Realität und Fantasie auseinanderzuhalten.

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Von Saskia Kirf und Peter Degener

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