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Potsdam Kein Internet, Telefon und TV: 16.000 PΫUR-Kunden bis Mitternacht wieder online
Lokales Potsdam Kein Internet, Telefon und TV: 16.000 PΫUR-Kunden bis Mitternacht wieder online
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15:44 26.08.2019
Die Glasfaserkabel des Unternehmens PΫUR kommen bei 16.000 Potsdamer Haushalten nicht an. Damit haben sie kein Internet, Fernsehen und Telefon. Quelle: picture alliance / dpa
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Potsdam

Schon den dritten Tag haben 16.000 Haushalte in Potsdam kein Internet, kein Telefon und kein Fernsehen. Laut des Anbieters PΫUR (Tele Columbus AG) ist der Schaden so groß, dass am Wochenende keine provisorische Lösung gefunden werden konnte. Bis Mitternacht will das Unternehmen die Störung behoben haben und alle Haushalte wieder versorgen. In einfachen Fällen geht die Reparatur schneller. Das sind die Gründe für die Verzögerung.

„Die benötigte Genehmigung für die Schachtarbeiten haben wir am späten Freitagabend nicht mehr bekommen“, sagt die PΫUR-Sprecherin Silke Bernhardt. „Deswegen waren unsere Techniker am Wochenende rund um die Uhr im Einsatz, um die Glasfasern wieder zusammen zu schweißen“, sagt sie. Das Kabel sei für dieses Provisorium aber zu zerstört.

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Kabel in drei Meter Tiefe

Bei Baggerarbeiten sei am Freitagabend eine der Potsdamer Hauptglasfaserleitungen in der Benzstraße/Ecke Anhaltstraße durchtrennt worden. „Der Baggerfahrer hat es nicht gemerkt. Dann haben sich viele Kunden bei uns gemeldet“, sagt Silke Bernhardt.

Da sich die Leitung in drei Meter Tiefe befindet, muss für die Reparatur ein Schacht gegraben und das Grundwasser abgesenkt werden. „In einfachen Fällen kriegen wir das auch Wochenende hin“, heißt es vom Unternehmen.

Besondere Situation

Die Situation sei an dieser Stelle schwierig, weil sich an der Schadensstelle eine Straßenbahnquerung befindet und im Boden auch Strom- und Gasleitungen verlaufen. „Da ist besondere Vorsicht und Prüfung der Stadt Potsdam notwendig. Eine schnelle Genehmigung konnte uns da nicht erteilt werden“, sagt die Unternehmenssprecherin.

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Die benötigte Schacht-Genehmigung habe die Stadt am Montagmorgen erteilt. „Die Arbeiten laufen nun seit den frühen Morgenstunden auf Hochtouren“, heißt es. „Wir sind optimistisch, dass das Kabel bis zum Nachmittag verlegt ist und die Kunden bis Mitternacht wieder online sind“, sagt Bernhardt. Sie hofft darauf, dass es keine Komplikationen mehr gibt.

Von Jan Russezki