Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Keine weitere Nachbarschaftsstreife in Potsdam
Lokales Potsdam Keine weitere Nachbarschaftsstreife in Potsdam
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
09:46 16.11.2017
Die von Anwohnern initiierte Sicherheitspartnerschaft in der Siedlung Eigenheim. Quelle: MAZ-Archiv
Anzeige
Innenstadt

Die Stadt will keine dritte Sicherheitspartnerschaft in Potsdam. Zwar drückte der Hauptausschuss der Stadtverordnetenversammlung am Mittwochabend seine Wertschätzung für die beiden langjährigen Partnerschaften von Groß Glienicke und der Teltower Vorstadt aus, doch gab es keine Unterstützung für ein drittes Bündnis von Bürgern mit der Polizei in der City. Man sehe dafür kein Interesse in der Bevölkerung, sagte Dieter Jetschmanegg als Fachbereichsleiter für Kommunikation, Wirtschaft und Beteiligung. Die Verwaltung könne der von der CDU ins Spiel gebrachten neuen City-Partnerschaft nicht zustimmen.

Engagierte Einwohner

Der Wertschätzungsbeschluss spricht von Unterstützung bei der Bildung von Sicherheitspartnerschaften, läuft aber vorerst ins Leere. Er entspricht auch nicht dem Erlass des Innenministeriums von Anfang Juni, das als erfolgreich eingeschätzte Modell der Sicherheitspartnerschaften weiterzuentwickeln und das bürgerschaftliche Engagement für mehr Sicherheit vor Ort zu würdigen.

CDU-Fraktionschef Matthias Finken lobt die Sicherheitspartner als engagierte Einwohner, die ihre so genannten Jedermannsrechte wahrnehmen, indem sie unbewaffnet und ohne hoheitliche Befugnisse Streife gehen und Verdächtige festhalten, bis die Polizei kommt. Sie ersetzen aber weder Polizei noch Ordnungsamt.

Bedenken polizeiliche Aufgaben an Ehrenamtler zu geben

Der Grünen-Stadtverordnete und Rechtsanwalt Peter Schüler lobte am Mittwoch die Partnerschaften, hatte aber grundsätzliche Bedenken, polizeiliche und ordnungsbehördliche Aufgaben in die Hände von Ehrenamtlern zu legen. „Das ist eine staatliche Aufgabe“, betonte er. Jetschmanegg kündigt an, bei den alljährlichen Berichten der Polizei zur Sicherheit in Potsdam künftig auch einen städtischen Bericht über eigene Aktivitäten zur Kriminalitätsverhütung anzufügen. Zur Verhütung gehörten auch so simple Maßnahmen wie bessere Wegebeleuchtungen, was das Sicherheitsgefühl erhöhe, sagte er.

Dass solche Partnerschaften aus dem Betroffenheits- und Unsicherheitsgefühl von Bewohnern entstehen, zeigt die seit 20 Jahren lebende Initiative in der „Kolonie Daheim“, die im September 1997 gegründet wurde, als es in einem Jahr 34 Einbrüche gab. Das hat sich deutlich gebessert. Jetzt hat die Partnerschaft elf Beteiligte, aber keinen Nachwuchs. Es gibt kaum noch etwas zu verhindern.

Die MAZ-Sicherheitswochen

Wer Opfer eines Diebstahls oder eines Gewaltverbrechens geworden ist, der wird beim Thema Sicherheit naturgemäß hellhörig. Die MAZ widmet sich in den kommenden Tagen dem Thema Sicherheit. Wir erklären, wie Sie Ihre Wohnung, Ihr Auto und sich selbst schützen.

Mehr Informationen unter www.MAZ-online.de/Sicherheit

Von Rainer Schüler

Nun ist es amtlich: Der Verkehr weicht dem Versuch auf der Zeppelinstraße aus und schiebt sich zunehmend durch die Nebenstraßen. Vor allem die Geschwister-Scholl-Straße kriegt dabei ihr Blech weg. Anwohner fordern die Stadt nun zu Nachbesserungen auf. Vor allem die Sicherheit von Fußgängern und die Schadstoffwerte machen ihnen Sorgen.

26.04.2018

Am Wochenende läuft in Potsdam das 6. JIM-Festival mit Schauspielerin Isabell Gerschke als Schirmherrin. Im Treffpunkt Freizeit können Nachwuchs-Filmemacher ihr Können beweisen. Auch Gäste können dabei sein.

15.11.2017

Drei Verletzte hat es am Mittwochabend bei dem Zusammenstoß eines Linienbusses mit einem Pkw am Platz der Einheit in Potsdam gegeben. Es kam zu erheblichen Beeinträchtigungen im Bus- und Straßenbahnverkehr.

16.11.2017