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Potsdam Kinderbauernhof soll bleiben
Lokales Potsdam Kinderbauernhof soll bleiben
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01:16 13.04.2019
Auf dem Groß Glienicker Kinderbauernhof. Quelle: Rainer Schüler
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Groß Glienicke

Die Verwaltung prüft den Erhalt des Kinderbauernhofes an seinem jetzigen Ort. Ergebnisse sollen zur Stadtverordnetenversammlung am 11. September vorliegen. Das hat Baudezernent Bernd Rubelt (parteilos) am Mittwoch im Hauptausschuss bekannt gegeben. In Auftrag gegeben wurde die Prüfung vom Bauausschuss und vom Hauptausschuss in Abänderung eines gemeinsamen Antrags von Linken, Anderen und Bürgerbündnis/FDP.

Den ursprünglichen Vorschlag der Fraktionen nannte Rubelt „sehr weit gehend“, weil es dort auch um Wohnen und Gewerbe ging. Er verwies auf eine mögliche Bodenwertsteigerung durch die Schaffung von Bauland.

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Beim Kinderbauernhof müsse geprüft werden, wie weit die Nutzung mit den Belangen des Landschaftsschutzgebietes vereinbar ist. Rubelt bekräftigte, dass eine Umsiedlung des Kinderbauernhofes nicht mehr zur Debatte steht.

Gegen den Kinderbauernhof erlassene Verfügungen und ein Widerspruchsverfahren „verschaffen uns Zeit“, sagte der Baudezernent mit Blick auf die Prüfungen. Er versicherte aber auch: „Es gibt keinen Zwang zum unmittelbaren Vollzug.“

Peter Kaminski (Linke) verlas am Dienstag im Bauausschuss ein Statement über den Grundstückseigentümer Michael Fruth: Dieser sei „nicht frei von Makeln“, wolle aber unbedingt den Erhalt des Kinderbauernhofs, für den er so lange gearbeitet habe. Er stimme zu, die unkommerzielle Nutzung „durch einen städtebaulichen Vertrag zu verfestigen. Er bietet auch die Schließung seiner Werkstatt an. Er möchte nicht verlieren, was er über ein Jahrzehnt aufgebaut hat“, sagte Kaminski

SPD-Fraktionschef Pete Heuer bekräftigte, dass die Zukunft des Kinderbauernhof mit der Schutzgebietsverordnung abgestimmt werden müsse. „Das müssen wir uns ansehen, denn dagegen können wir nicht verstoßen.“ Er sprach von einem „schmalen Pfad, den wir gehen, um zu retten, was zu retten ist“.

Die Situation sei „sehr kompliziert“, sagte Rubelt: Die Frage des Ob richte sich auch an die „privaten Beteiligten“. Dabei verwies er darauf, dass der Kinderbauernhof „nur Pächter“ sei: „Das sind Beziehungen, die wir nicht auflösen können.“

Von Peter Degener und Volker Oelschläger

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