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Potsdam Kita-Notbetreuung auf Alleinerziehende ausgeweitet
Lokales Potsdam

Kita-Notbetreuung auf Alleinerziehende ausgeweitet

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19:41 08.01.2021
Kita-Symbolbild. Quelle: Varvara Smirnova
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Potsdam

Die Notbetreuung in den Potsdamer Kitas wird auf Alleinerziehende erweitert. Das teilte die Stadt am Freitag mit. Wegen der weiterhin sehr hohen Corona-Zahlen könnten die Kitas noch bis zum Ende des Monats geschlossen sein, wenn keine klare Besserung der Lage eintritt. Eine Notbetreuung wird weiter angeboten.

Oberbürgermeister: „Infektionslage sehr dynamisch“

„Die aktuelle Infektionslage ist weiterhin sehr dynamisch“ sagt Oberbürgermeister Mike Schubert. „Auf den Intensivstationen in Potsdamer Kliniken droht zudem eine Überlastung aufgrund der zahlreichen Covid-19-Patienten. Daher können wir aktuell keine Lockerungen vornehmen.“

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Dafür können ab Montag können auch Alleinerziehende, die allein leben, ihre Kinder in die Notbetreuung geben, das war vorher nicht möglich. Anspruch auf die Notbetreuung in Kitas haben ansonsten Eltern für ihr Kind, wenn ein Elternteil in einem medizinischen oder pflegerischen Beruf arbeitet. Dies ist unabhängig von der Arbeit des zweiten Sorgeberechtigten.

Mehr als 2600 Anträge auf Notbetreuung bewilligt

Für alle Eltern, die in anderen durch das Land Brandenburg als kritische Infrastrukturbereiche definierten Berufen arbeiten, gilt: Beide Sorgeberechtigten müssen in den Berufen tätig sein. Die Liste mit den entsprechenden Berufen finden Sie auf der Internetseite www.potsdam.de/notbetreuung. Betroffene Eltern können den ausgefüllten Antrag mit der Arbeitgeberbescheinigung per E-Mail an notbetreuung@rathaus.potsdam.de senden. Laut Stadt sind bis Mitte der Woche im Bereich Krippe/Kita 2605 Anträge bewilligt worden, die Quote zur sonst üblichen Betreuung beträgt 26 Prozent.

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Inzidenz in Potsdam konstant höher als 200

Laut Stadt ist die neue Allgemeinverfügung zunächst bis einschließlich 31. Januar befristet. Die aktuelle Lage wird beständig neu bewertet und die Maßnahmen werden angepasst. Sollten die Zahlen erheblich sinken, könnte die Kita-Schließung früher aufgehoben werden. Automatisch enden die Maßnahmen nur, wenn der Sieben-Tage-Inzidenzwert unter 50 sinkt. Steigt die Inzidenz jedoch auf einen höheren Wert als 300 an, können die Regelungen verschärft werden.

Schubert appelliert an die Potsdamer, sich an die Regelungen zu halten und somit einen Beitrag für weniger Neu-Infektionen zu leisten. „Es ist trotz der teils starken Einschränkungen in den vergangenen Wochen nicht gelungen, die Neu-Infektionen deutlich zu verringern“, sagt er. „Der Inzidenz-Wert lag in Potsdam an Weihnachten über 300 und nun konstant teils deutlich über 200, das ist zu hoch.“ Die Ministerpräsidenten hatten mit der Kanzlerin das Ziel vereinbart, die Sieben-Tage-Inzidenz auf 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner zu senken. „Das muss unser aller Ziel sein“, so der Oberbürgermeister.

Von MAZonline