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Potsdam Kitas schließen wegen Coronavirus: Stadt Potsdam stellt Not-Betreuung
Lokales Potsdam Kitas schließen wegen Coronavirus: Stadt Potsdam stellt Not-Betreuung
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17:52 13.03.2020
Auch 100 Tagesmütter sollen die Eltern wegen der Kita-Schließungen entlasten. Quelle: Anja Reinbothe-Occhipinti
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Potsdam

Um die Verbreitung des Coronavirus zu verhindern, sind ab Mittwoch alle Kindertagesstätten in Potsdam geschlossen. Die Stadt Potsdam will für Eltern in „strukturrelevanten Berufen“ eine Not-Betreuung einrichten, heißt es in einer Mitteilung am Freitagnachmittag. Das soll Potsdams Infrastruktur vor dem Zusammenbruch bewahren.

„Für die Betreuung der Kinder von Eltern, deren Arbeit in strukturrelevanten Berufen unerlässlich ist, werden Not-Betreuungseinrichtungen zur Verfügung gestellt“, sagte Mike Schubert. Strukturrelevant seien Berufe im medizinischen Bereich, dem Rettungswesen und der der Polizei. „Es ist trotz der Schließung der Schulen und Kitas unerlässlich, dass unsere Infrastruktur, vor allem im medizinischen Bereich, weiterhin uneingeschränkt aufrecht erhalten bleibt“, so Schubert.

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Voraussetzung für Not-Betreuung

Bereits rund 100 Tagesmütter wurden dazu von der Stadt Potsdam angeschrieben. In einer Mail, die der MAZ vorliegt, sind die Voraussetzungen für die Not-Betreuung aufgeführt: „[...] Eine Betreuung wird ermöglicht [...], wenn beide Eltern oder ein alleinerziehender Elternteil in einem Bereich arbeitet, der für die Aufrechterhaltung der wichtigen Infrastruktur notwendig ist und diese Eltern keine Alternative-Betreuung ihrer Kinder organisieren können.“

Zu den Bereichen gehören in der Gesundheit Kliniken, Pflege, Unternehmen für Medizinprodukte. In der Versorgung sind es die Energie- und Wasserversorgung sowie Lebensmittel und Arznei. Auch die Justiz, Polizei, Feuerwehr, Erzieher und Lehrer können auf eine Betreuung hoffen. Dabei soll die Betreuung nah am Arbeitsort sein.

Lösungen für Land und Nacht

In einer Pressemitteilung am Freitagnachmittag hat Noosha Aubel, Beigeordnete für Bildung und Jugend, mitgeteilt, dass man „im engen Austausch mit den Trägern der Kitas“ stehe, um Plätze für Kinder von null bis 12 Jahren anbieten zu können. „Wir werden auch Lösungen für das Land, die Nächte und die Wochenenden finden“, verspricht sie.

Wie viele Eltern davon betroffen sind, wie genügend Betreuungsplätze und wer die Finanzierung trägt, will der Krisenstab am Wochenende klären, sagt eine Sprecherin der Stadt Potsdam.

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Von Jan Russezki

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