Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Klima-Forscher fordern neue Kostenrechnung
Lokales Potsdam Klima-Forscher fordern neue Kostenrechnung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:27 04.05.2014
Neben direkten Schäden von Naturkatastrophen sind für ein wirkungsvolles Risikomanagement auch indirekte finanzielle Folgen relevant. Quelle: Patrick Pleul, Hochwasser in Brandenburg 2010
Potsdam

Die Kosten für Schäden durch Naturkatastrophen sind Schätzungen, die Vermutungen zufolge nur die Hälfte real entstandener Schäden decken. Dabei sind mittel- und längerfristige Folgen noch gar nicht eingerechnet.

Um für Risiken durch Naturkatastrophen besser vorsorgen zu können, haben Potsdamer Wissenschaftler des Geoforschungszentrums (GFZ) auf dem Telegrafenberg jetzt einen neuen Kostenabschätzungskreislauf entwickelt, der eine stabile Grundlage für ein Gefahrenmanagement bilden soll. "Kosten-Nutzen-Analysen, welche bestimmte Kostenkategorien ausschließen, führen zu suboptimalen Entscheidungen", erläutert Heidi Kreibich vom GFZ den Ansatz. Die Hydrologie-Expertin hat die Federführung bei dem auch von Forschern anderer Länder formulierten neuen Konzept übernommen.

Neben direkten Schäden von Naturkatastrophen wie Unwettern, Stürmen, Flutwellen, Erdbeben oder Vulkanausbrüchen sind für ein wirkungsvolles Risikomanagement auch indirekte finanzielle Belastungen und Folgen relevant. So habe etwa die Monate andauernde Hochwasserkatastrophe in Thailand 2011 nicht nur knapp zwölf Milliarden Euro direkte Sachschäden, sondern auch die Schließung vieler Fabriken zur Folge gehabt, was wiederum zu global wirksamen Beeinträchtigungen in der Automobil- und Elektroindustrie geführt habe, so die Potsdamer Wissenschaftlerin. Kreibich: "Der Kostenabschätzungskreislauf beinhaltet das kontinuierliche Beobachten der Kosten, die mit Naturgefahren und deren Management zusammenhängen." Das ermögliche auch ineffiziente Risikomanagementstrategien zu erkennen. Nur eine enge Verknüpfung beider Kreisläufe von Kostenabschätzung und Risikomanagement ergebe eine verbesserte Analyse wirklich verursachter Schäden, so Kreibich.

Die Möglichkeit effizienterer Vorsorgen für Naturgefahren wird in Anbetracht der globalen Klimaentwicklung immer wichtiger. So hat sich nach einer Statistik der Münchner Rück die Anzahl von Naturkastrophen innerhalb von 30 Jahren bis 2012 weit mehr als verdoppelt. Bilanzierte der Versicherer für 1982 noch knapp 400 solcher Ereignisse, waren es 2012 schon rund 900. Dabei blieb die Summe geophysikalisch basierter Katastrophen wie Erdbeben, Tsunami oder Vulkanausbrüche nahezu konstant. Durch das Klima beeinflusste Katastrophen durch Stürme, Fluten, Temperaturextreme, Dürren und Waldbrände haben sich demnach aber nahezu verdreifacht.

Von Gerald Dietz

Potsdam Modernisierung des Gebäudes in der Kaiser-Friedrich-Straße - Polizeikaserne in Eiche wird grün

Wenn es um die Energiewende und Stromeinsparungen geht, will das Land nicht hintenanstehen. In Eiche wird nun das Polizeigebäude in der Kaiser-Friedrich-Straße nach neuestem Energiestandard modernisiert, wie der Brandenburgische Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (BLB) nicht ohne Stolz vermeldet.

04.05.2014
Potsdam Platzproblem für Groß Glienickes Jugendmannschaften - Freizeit-Kicker bangen um ihren Fußballplatz

Mit einer Spur Erleichterung verließ Groß Glienickes Ortsvorsteher den jüngsten Potsdamer Bauausschuss. Er war gekommen, um Hilfe bei einem jahrelangen Problem zu erbitten: Bau eines neuen Sportplatzes auf dem ehemaligen Schießplatz am Ortsrand, denn gegen die Nutzung des alten Platzes wird geklagt.

05.05.2014
Potsdam Teil der „Friedensherde“ in der Landeshauptstadt - Blaue Schafe fühlen sich in Potsdam sauwohl

Eine blaue Schafherde sorgte für einige Tage im Frühjahr 2013 in der historischen Innenstadt in Potsdam für Aufmerksamkeit sorgen: "Die blaue Friedensherde" gastierte damals Anfang Mai im Rahmen eines Kunstprojektes an drei verschiedenen Orten. Einige Schafe blieben in Potsdam.

23.12.2015