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Potsdam Kolonnade kehrt zum Schloss zurück
Lokales Potsdam Kolonnade kehrt zum Schloss zurück
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12:36 29.01.2015
Simulation der Ringerkolonnade an ihrem künftigen Platz zwischen dem Marstall und dem Landtagsschloss. Quelle: Büro Stich/Büro Bolz
Potsdam

Die Ringerkolonnade soll noch in diesem Jahr von ihrem Übergangsdomizil am Neptunbecken zu ihrem angestammten Platz zwischen dem Stadtschloss und dem Marstall umgesetzt werden. Das wird in einem von Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) in Zusammenarbeit mit dem Sanierungsträger Potsdam herausgegebenen Faltblatt zur aktuellen Entwicklung der Potsdamer Mitte angekündigt, das am Mittwoch am Rande der Stadtverordnetenversammlung verteilt wurde.

In einem Grußwort schreibt Jakobs über das Projekt: "An der Westseite des Landtagsgebäudes wird durch die Wiederaufstellung der Ringerkolonnade am historischen Ort die einst bestehende transparente Begrenzung zwischen Lustgarten und Stadt wieder erfahrbar." Die Ringerkolonnade markierte früher die nördliche Raumkante des Lustgartens zwischen Marstall und Stadtschloss. Beim Wiederaufbau am Steubenplatz sollen Durchlässe für Fußgänger, Radfahrer, Straßenbahnen und Busse erhalten bleiben. Auf dem Faltblatt findet sich eine Abbildung, die die Größenverhältnisse der Straßenbahnen und der Kolonnade verdeutlicht. Vor der Zerstörung der Innenstadt zum Ende des Zweiten Weltkrieges führten die Straßenbahngleise auf der anderen Seite des Stadtschlosses über den Alten Markt.

Die Ringerkolonnaden wurden 1746/47 von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff errichtet, der mit der Aufwertung des Stadtschlosses zur Residenz Friedrichs II. beauftragt war. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kolonnade durch einen Volltreffer zu einem Drittel zerstört. Mit dem Abriss der Stadtschlossruine 1959/60 wurde auch der Säulengang abgetragen. Parallel zur Fertigstellung des Interhotels wurden die Reste der Ringerkolonnade am Hafenbecken der Weißen Flotte aufgebaut. Zunächst flankierte der Säulengang dort den Parkplatz des Interhotels. Seit 2001 markiert die Kolonnade die Grenze des zur Bundesgartenschau angelegten Neuen Lustgartens mit dem wieder geöffneten Neptunbecken.

Der Zustand der Kolonnade ist nach Einschätzung der Stadt "problematisch", ihre Standsicherheit gefährdet. Die vorhandenen sieben Säulenpaare sollen steinkonservatorisch bearbeitet und um fehlende Bauteile ergänzt werden. Die bereits gesicherten und ebenfalls stark sanierungsbedürftigen Ringerfiguren, Vasen und Putti sollen nach Mitteilung der Stadt zu einem späteren Zeitpunkt saniert und ergänzt werden.

BAUEN IN DER HISTORISCHEN STADTMITTE

  • Laut Sanierungsträger stehen 2015 neben der Ringerkolonnade folgende Innenstadt-Bauprojekte an: Fertigstellung Humboldtstraße 1–4, Neugestaltung Uferpromenade Alte Fahrt/Otto-Braun-Platz, Sanierung Brockessches Haus, Bau des nördlichen Langen Stalls, Baubeginn des Garnisonkirchturms, Neubau der Weißen Flotte.
  • In den Bauausschuss und den Ausschuss für Bildung und Sport überwiesen die Stadtverordneten gestern den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 1 „Neuer Markt/Plantage“. Wie berichtet, gab es breite Empörung, weil von der Max-Dortu-Grundschule genutzte Sportflächen einer „Interpretation historischer Gestaltungselemente der Lennéschen Planung“ weichen sollen.
  • Abgelehnt wurde von den Stadtverordneten gestern ein Antrag von Linken und Anderen auf Bürgerbefragung zum Mercure-Hotel im Zuge der laufenden Planungswerkstatt zur Gestaltung des Lustgartens. ir/vo

Von Volker Oelschläger

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