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Potsdam Kommentar zu horrenden Mieten: Es wird Zeit, die Mieter vor den Touristen zu schützen
Lokales Potsdam Kommentar zu horrenden Mieten: Es wird Zeit, die Mieter vor den Touristen zu schützen
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08:45 14.01.2020
Viele der überteuerten Quartiere werden möbliert vermietet – und sind äußerlich kaum von Hotelzimmern zu unterscheiden. Quelle: Makler
Potsdam

Die Stadt Potsdam sah bisher keine großen Probleme mit Airbnb. Bei einem anspruchsvollen Verständnis des Wortes „Probleme“ trifft das auch zu. Anders als in Berlin werden hier keineswegs massenweise Wohnungen als hochpreisige Unterkünfte zur Verfügung gestellt und so die Mieten in schwindelerregende Höhen getrieben. Die Mieten steigen bisher vor allem, weil die Stadt immer mehr Menschen anzieht.

Das Thema: Potsdamer Mietenwahnsinn: 3335 Euro für 43 Quadratmeter

Harmlos ist die Geschäftsidee, Teile Potsdams quasi als Luxushotel für Geschäftsleute zu vermarkten, aber nicht. Die Unterkünfte mit dem angeblich so authentischen Flair liegen im Trend. Inzwischen bewerben schon internationale Anbieter einzelne Potsdamer Wohnungen in diesem Sinne. Ließe man den Markt gewähren, würde das Segment tatsächlich zu einem Faktor auf dem Mietmarkt. Das großartige Flair der Stadt auf Kosten der dauerhaften Bewohner auszunutzen, um letztlich als Tourismusanbieter einen Reibach zu machen, ist zwar legal, aber nicht besonders sozial.

Das haben wohl auch die Stadtverordneten gemerkt. Sie diskutieren ein neues Zweckentfremdungsverbot, das diesen Luxusmarkt regulieren soll. Es wäre an der Zeit, entsprechende Satzungen zu beschließen. Der Appetit entsprechender Anbieter scheint nämlich bereits groß.

Von Rüdiger Braun

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