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Potsdam Krampnitz: Abgeschirmte Promenade hinter der Bundesstraße
Lokales Potsdam Krampnitz: Abgeschirmte Promenade hinter der Bundesstraße
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16:13 29.01.2020
Eine Entwurfsskizze für den ersten Stadtplatz von Krampnitz. Das Ufer soll mit einer Reihe von Gebäuden vom Platz und der Bundesstraße abgeschirmt werden. Der untere Platzbereich ist verkehrsberuhigt. Quelle: Müller Reimann Architekten
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Krampnitz

Das Ufer des Krampnitzsees soll mit fünf Funktionsgebäuden bebaut werden, um dort einen öffentlichen Raum zu schaffen, der von der Bundesstraße 2 abgeschirmt ist. Dieser Grundgedanke wurde am Dienstagabend im Forum Krampnitz vorgestellt.

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Öffentliche Gebäude am Ufer – etwa für den Wassersport

„Der Raum am Wasser soll mit einer ganz anderen Atmosphäre erhellt werden“, erklärte Torsten Glasenapp vom Architekturbüro Müller Reimann. Bislang wird die Bundesstraße 2 nah am Ufer entlang geführt. Sie soll auf einen Stadtplatz verlegt werden. Die Gebäude sollen gewerbliche und öffentliche Nutzungen ermöglichen – etwa ein Café und einen Bootsverleih, oder auch als Vereinsheim für einen Rudersportclub dienen.

Die neue Idee der Linken dort ein Freibad zu errichten fand in der Präsentation noch keinen Niederschlag. Claus Wartenberg, früherer Ortsvorsteher aus Fahrland mahnte, dass ein Freibad am See mitgedacht werden muss. „Es kann nicht sein, dass Krampnitz zwischen zwei Seen liegt und zehntausend Einwohner wilde Badestellen nutzen“, sagte er.

Die Bebauung des Ufers wurde vom Publikum auch kritisiert – damit werde der Blick auf das Wasser zerstört. Der Bauausschussvorsitzende Wieland Niekisch (CDU) vermisste im Entwurf „potsdamtypische Architektur“ und befürchtete, dass die Promenade „wie an einem Strand in Mallorca“ aussehen könne.

Der östliche Stadtplatz von Krampnitz gruppiert sich um den schlanken Kasernenturm. Die Straße wird weg vom Ufer verlegt. Dort entsteht eine Promenade mit verschiedenen Gebäuden. Quelle: Entwicklungsträger Potsdam

Höchstes Haus in Krampnitz soll maximal zwölf statt 14 Etagen haben

Überraschend wurde beim Forum bekannt gegeben, dass bei den Häusern im neuen Viertel noch einmal abgestockt werden soll. So werden vor allem am nordwestlichen Rand von Krampnitz zahlreiche Häuser nur vier anstelle von fünf Etagen haben und zur Landschaft hin in der Höhe „auslaufen“.

Insbesondere die Hochhäuser werden nach den aktualisierten Planungen grundsätzlich eine Etage weniger aufweisen. Der geplante Büroturm solle statt zehn bis 14 Etagen höchstens zehn bis zwölf Stockwerke umfassen.

In der Mitte des Viertels wird dafür bei zwei zentralen Baublöcken ein sechstes Geschoss aufgesetzt. Während Saskia Hüneke (Grüne) die Abstockung begrüßte, zeigte sich Frauke Röth (Die Andere) enttäuscht. „Innerhalb des Quartiers tut diese Höhe gut“, sagte sie.

Der Kasernenturm mit seinem Backsteinmuster (l.) soll das höchste Gebäude im neuen Viertel bleiben. Am Stadtplatz Ost wird es einen Supermarkt und ein Parkhaus geben, möglicherweise auch ein Ärztehaus, sowie die Haltestellen für Bus und Bahn. Quelle: Müller Reimann Architekten

Debatte um weiterführende Schule – sie soll vor 2029 kommen

Eine Diskussion entbrannte um den Bau einer weiterführenden Schule in Krampnitz. Diese ist nach derzeitiger Planung erst für das Schuljahr 2029 vorgesehen, weil erst zu diesem Zeitpunkt innerhalb von Krampnitz mit dann rund 5000 Bewohnern der Bedarf dafür gegeben ist.

Wartenberg forderte dazu auf, nicht nur das Entwicklungsgebiet Krampnitz zu betrachten, sondern den gesamten Potsdamer Norden. In Groß Glieniecke und Fahrland sei der Bedarf heute schon da. Zahlreiche Schüler müssen bis ins Bornstedter Feld, wo mit der Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule die derzeit nächste weiterführende Schule existiert.

Der Geschäftsführer des Entwicklungsträgers, Bert Nicke erklärte, dass man in Verhandlungen mit der Schulverwaltung über einen früheren Baustart stehe. Dieser sei allerdings nur möglich, wenn die Stadt eine Kreditfinanzierung erlaube.

„Die Schule soll aus dem Verkauf der Flächen in Krampnitz finanziert werden. Wenn sie früher kommt, muss die Stadt einspringen und uns Kreditaufnahmen erlauben“, sagte er der MAZ. Zwischen 30 und 35 Millionen Euro kostet der Schulkomplex samt Sportflächen und einem Jugendclub.

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