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Potsdam Krisenstab des Bergmann-Klinikums beendet seine Arbeit
Lokales Potsdam

Krisenstab des Potsdamer Klinikums stellt Arbeit ein

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18:16 14.09.2020
Das Klinikum „Ernst von Bergmann“.   Quelle: Bernd Gartenschläger
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Innenstadt

Der Krisenstab des KlinikumsErnst von Bergmann“ hat in der vergangenen Woche bis auf weiteres seine Arbeit eingestellt. Das teilte Klinikum-Sprecherin Damaris Hunsmann am Montag mit.

Der Stab war einberufen worden, nachdem das Krankenhaus wegen interner Fehler zu einem Hotspot bei Neuinfektionen mit dem Corona-Virus geworden war. Seit gut einem Monat arbeite das kommunale Klinikum wieder im Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen, sagte Hunsmann. Das angepasste Abstrichmanagement habe sich bewährt und dazu geführt, dass sich die Abmeldungen der Zentralen Notaufnahme deutlich reduziert hätten. Das Klinikum komme nun seinem Versorgungsauftrag als Schwerpunktversorger nach. Selbstverständlich werde auch weiterhin die Gefährdungslage täglich neu bewertet und bei Bedarf der Krisenstab ad hoc wieder zusammenberufen, erklärte die Sprecherin. Die Klinikumsleitung als Organ der operativen Führung übernehme nun auch für laufende Fragen der Pandemiebewältigung die weiteren Prozesse.

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117 Sitzungen an 178 Tagen

Seit Ende Februar hatte sich das Klinikum in diversen Arbeitsgruppen vorbereitet, ab dem 16. März tagte die Krankenhauseinsatzleitung, später dann der Krisenstab. Der Krisenstab tagte zu Beginn zweimal täglich, dann täglich, später dreimal wöchentlich um zum Schluss mit wöchentlichen Abständen. Der Krisenstab tagte im Verlauf von 178 Tagen insgesamt 117 mal.

Neben der Klärung jeweils aktueller Fragen und täglicher Anforderungen brachte der Krisenstab auch ein umfassendes Regelungswerk zum Umgang mit Covid-19 auf den Weg oder passte bestehende Regelungen an die neue Pandemie-Situation an. Dazu gehörte u.a. die Verfahrensanweisung „Mitarbeitermanagement (Abstrichregelung)“, welche den sich ändernden neuen Erkenntnissen und Anforderungen angepasst wurde und nunmehr in der neunten Fassung vorliegt. Auch die Besucherinformationen und deren Übersetzungen in vier Sprachen waren Teil der Arbeit des Krisenstabs.

„Hygienepapst“ Zastrow immer dabei

Der Krisenstab stand zuletzt unter der Leitung von Stephan Anis Towfigh, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, die Stellvertretung oblag Geschäftsführer Tim Steckel. Zum Teilnehmerkreis gehörten neben Personal, Medizinischer Einsatzleitung, Logistik, Kommunikation, IT und Ausbruchsmanagement-Hygiene immer auch Professor Klaus-Dieter Zastrow als Fachberater Hygiene sowie die weiteren Fachberater sowie Betriebsrat, Pflege und das Diagnostik-Labor.

Von MAZonline