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Potsdam Kritik an muslimischen Predigten hält an
Lokales Potsdam Kritik an muslimischen Predigten hält an
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20:39 30.03.2017
Freitagsgebet in der Biosphäre. Quelle: Friedrich Bungert
Bornstedter Feld

Verfassungsschutz-Chef Carlo Weber erklärte, man könne keine „generelle flächendeckende Beobachtung“ der Moschee anordnen. Dies sei nur möglich, wenn Anhaltspunkte für verfassungsfeindliche Bestrebungen vorliegen würden. Aufgrund von Einzelerkenntnissen könne er aber „nicht ausschließen, dass es Predigten gibt, die übers Ziel hinausschießen“.

Was Schreiber in seinem Feldversuch herausgefunden habe, decke sich „in etwa mit unserer Auffassung“, so Weber weiter: „Es wird dort ein ziemlich konservatives Islambild gepredigt, das nicht der größte Beschleuniger für Integration ist.“ Weber sagte, er wünsche sich einen „modernen Euroislam“.

Mittlerweile hat sich die muslimische Gemeinde als Reaktion auf die Medienberichte zu Veränderungen bereit erklärt So sollen die Predigten im Rahmen des Freitagsgebets künftig vor der Veranstaltung auch in deutscher Übersetzung ausgereicht werden. Das hat der Sozialbeigeordnete Mike Schubert (SPD) nun nach Gesprächen mit dem Verein der Muslime angekündigt. Die Ausreichung soll „möglichst zeitnah“ beginnen, so Schubert. Über kurz oder lang sollen die ins Deutsche übersetzten Predigten auch auf der Internet-Seite des Vereins veröffentlicht werden. Eine Übersetzung ins Englische sei nicht geplant.

Anfang nächster Woche wird sich der Sozialdezernent mit Vereinsvertretern treffen. Außerdem mit im Boot ist dann der Verein Neues Potsdamer Toleranzedikt, der mit den Muslimen Veranstaltungen zum Thema Toleranz und Weltoffenheit plant.

ARD-Journalist Constantin Schreiber hatte berichtet, dass der Potsdamer Imam in seiner Freitagspredigt die Meinung vertreten habe, „man dürfe sich nicht mit Christen befreunden, sondern nur mit streng gläubigen Muslimen und solle den Islam verbreiten“.

Unter Bezugnahme auf die Berichterstattung hat der AfD-Stadtverordnete Dennis Hohloch am Mittwoch im Hauptausschuss die finanzielle Unterstützung der Freitagsgebete in der Biosphäre kritisiert. Die Stadt zahlt derzeit einen Zuschuss zur Nutzung des Gebetsraums, damit die Gläubigen nicht im Freien beten müssen. Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) erklärte auf die AfD-Anfrage hin, dass es ohne Straftatbestand keinen Änderungsbedarf an der befristeten Unterstützung gebe. Auch SPD-Fraktionschef Pete Heuer konterte Hohloch: Die demokratischen Parteien in Potsdam seien „sehr gut in der Lage, sich mit jedweden integrationsfeindlichen Bestrebungen auseinanderzusetzen – nicht nur mit denen der AfD“. Linken-Kreischef Sascha Krämer forderte gestern, dass „Muslime nicht unter Generalverdacht gestellt werden dürfen“.

Von Ulrich Wangemann und Ildiko Röd

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