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Potsdam Kritik an Plänen für Kreativzentrum
Lokales Potsdam Kritik an Plänen für Kreativzentrum
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00:25 30.03.2019
Eingang zum Kunsthaus im Rechenzentrum Quelle: Varvara Smirnova
Innenstadt

Machbarkeitsstudie und Zeitplan zur Errichtung eines neuen Zentrums für die Kunst- und Kreativwirtschaft in der Innenstadt stoßen bei den Nutzern des Rechenzentrums und bei der Kreativszene auf Kritik und teils heftige Ablehnung. Carsten Linke als Sprecher der Nutzer forderte am Mittwoch in einem Pressegespräch vor einem Beschluss durch die Stadtverordneten einen Runden Tisch.

Er kritisierte erneut, dass das Verfahren nicht so ergebnisoffen gehalten wurde, wie im ursprünglichen Szenarioworkshop vereinbart. Das betrifft vor allem das aktuell als Kunsthaus genutzte Rechenzentrum, das 2024 fallen soll, um Baufreiheit für das Garnisonkirchenschiff zu schaffen. Bis dahin soll ein erster Teil des neuen Kreativzentrums stehen.

Auch Annette Paul als Vertreterin des Rates für Kunst und Kultur forderte, der Erhalt des Rechenzentrums müsse „dringend geprüft“ werden. Das betreffe auch den Kostenvergleich eines Neubaus mit einer Sanierung des Rechenzentrums. Linke sprach von einem „Nullsummenspiel zu hohen Preisen“.

Wie berichtet, wäre für den langfristigen Erhalt des Rechenzentrums als Kunsthaus nach Angaben der Stadt eine Investition von 5,5 bis 8,8 Millionen Euro nötig. Für den Neubau auf dem Grundstück des Langen Stalls und der Feuerwache seien 40 bis 60 Millionen Euro im Gespräch, so die Architektin Frauke Röth, die für den Verein „Freundliche Übernahme Rechenzentrum“ (FÜR) im Podium saß.

In der Beschlussvorlage für die Stadtverordneten, die schon nächste Woche zur Abstimmung kommen soll, werden keine Zahlen zur Investition genannt.

Hermann Voesgen kritisierte als FÜR-Vertreter, dass das Modell der Stadt ausschließlich von Privatinvestition ausgehe. Er sieht auch die öffentliche Hand in der Plicht. Für die kleinteilige Kunst- und Kreativwirtschaft seien im neuen Zentrum mit 4300 Quadratmetern weit weniger als im Rechenzentrum mit seinen aktuell 5000 Quadratmetern geplant, rechnete Brigitta Bungard als Sprecherin der Nutzer vor.

Carsten Linke kritisierte, dass der Kulturausschuss schon am Donnerstag über die Vorlage abstimmen soll, obwohl sie noch nicht einmal in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht worden ist. Das sei einmalig in der Geschichte des Gremiums, sagte er.

Von Volker Oelschläger

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