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Potsdam Künstler hoffen auf Verbleib im Rechenzentrum
Lokales Potsdam Künstler hoffen auf Verbleib im Rechenzentrum
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17:21 16.02.2018
Stiftung Garnisonkirche und Rechenzentrum – wie lange noch Nachbarn? Quelle: Ralf Hirschberger
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Potsdam

Der Mietvertrag für die Künstler und Kreativen im Rechenzentrum an der Breiten Straße läuft Ende August 2018 aus. Doch eine Verlängerung bis 2023 ist durchaus möglich, wie in der vergangenen Woche im Hauptausschuss deutlich wurde.

Währenddessen soll rund um die Plantage – insbesondere auf dem Areal Langer Stall/Alte Feuerwache – ein Zentrum für die Kreativwirtschaft bezugsfertig errichtet werden.

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Der Sprecherrat der kreativen Nutzer des Rechenzentrums bedankte sich öffentlich bei den Stadtverordneten für den Beschluss, 460 000 Euro bereitzustellen, damit das Rechenzentrum parallel zum Bau des Garnisonkirchturms genutzt werden kann.

Workshop im Frühjahr

Die Stadtverwaltung Potsdam möchte noch im Frühjahr 2018 einen Szenario-Workshop abhalten, um „einen offenen Diskussionsprozess“ zur künftigen Entwicklung des Areals rund um den Langen Stall, Alte Feuerwache, Rechenzentrum und Garnisonkirche zu schaffen, erklärte Harald Kümmel, Büroleiter des Oberbürgermeisters, am Dienstagabend im Bauausschuss.

Am Freitag veröffentlichte dann die Fördergesellschaft für den Wiederaufbau der Garnisonkirche e.V. eine Mitteilung, in der sie auf die aktuelle Situation einging.

Stiftung stellt Bedingung für Verlängerung

Trotz allen Ärgers über die ausgearteten Proteste am Rande des Gottesdienstes zum Baustart des Turms der Garnisonkirche, begrüßt die Stiftung die Idee, den Künstlern „eine dauerhafte eine Unterbringung außerhalb des Rechenzentrums zu ermöglichen“, heißt es.

Eine aktive Teilnahme an dem angestrebten „Szenarien-Workshop Strategieentwicklung für die Kunst- und Kreativwirtschaft in Potsdams Mitte“ wird nicht ausgeschlossen.

Nur eines steht für die Stiftung von vornerein fest: Es darf nicht darum gehen, „das Baurecht, konkretisiert durch Sanierungsziele, in Frage zu stellen“. Zudem geht die Stiftung davon aus, „dass Kosten, die durch eine verlängerte Duldung anfallen, der Stiftung in jedem Fall erstattet werden“.

„Auf dieser Grundlage sind Stiftung und Fördergesellschaft bereit, die Gespräche zwischen Nutzerinnen und Nutzern des Rechenzentrums und der Landeshauptstadt zu unterstützen“, sagte Prof. Dr. Matthias Dombert, Vorsitzender der Fördergesellschaft und Mitglied des Kuratoriums.

„Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten“, sagte Kuratoriumsvorsitzende Prof. Dr. Wolfgang Huber und fügte hinsichtlich der Suche nach einem neuen dauerhaften Standort hinzu: „Dafür ist die Stadt verantwortlich.“

Von MAZonline

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