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Potsdam Kulturförderung wird neu organisiert
Lokales Potsdam Kulturförderung wird neu organisiert
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20:08 05.03.2019
Das Waschhaus bei Nacht. Quelle: Bernd Gartenschläger
Schiffbauergasse

Erstmals seit Gründung der freien Kulturszene in der Nachwendezeit sollen ausgewählte Häuser Verträge bekommen, in denen ihre Förderung über drei Jahre festgeschrieben wird.

Massentanz „Le Grand Continental“ im Lustgarten zu den Fabrik-Tanztagen im Mai 2018. Quelle: Martin Müller

Bislang kommt das Geld selbst bei großen Einrichtungen wie der Fabrik oder dem Waschhaus über jährliche Verträge. Längerfristige Planungen laufen auf Risiko, was immer wieder beklagt wird. Auch die Mitarbeiter haben trotz teils jahrzehntelanger Anstellung keine Sicherheit über den Jahreshorizont hinaus.

Nach Mitteilung der Stadt soll mit dem Doppelhaushalt für 2020/21 erstmals ein Regelwerk vorliegen. Priorität habe die Schiffbauergasse „als internationales Kunst- und Kulturquartier“.

Der Fachbereich Kultur beabsichtige, „zunächst an dieser Stelle mit ausgewählten Trägern Dreijahresverträge abzuschließen“, heißt es in der Mitteilung, die am Mittwoch in die Stadtverordnetenversammlung kommt.

Netzwerkabend „7 Sachen“ im Waschhaus-Kunstraum zum 25. Unidram-Festival des T-Werks im Herbst 2018. Quelle: Martin Müller

Potenzielle Vertragspartner sind die Fabrik, das T-Werk und das Waschhaus als Kultureinrichtungen mit internationalem Ruf. Mit jeweils etwa 480 000 Euro im Jahr allein von der Stadt sind diese drei Häuser nach der Kammerakademie die am höchsten geförderten freien Kultureinrichtungen in Potsdam.

Über drei Jahre laufende Fördervereinbarungen gab es bereits für das Hans-Otto-Theater und den Nikolaisaal, beides sind städtische GmbHs. Doch nach Differenzen mit der Kämmerei kehrten auch sie nach 2010 zur Einjahresförderung zurück.

Zweijahresverträge für die großen Freien wurden auf Antrag von SPD und CDU/ANW schon mit dem Haushalt 2017 beschlossen, jedoch nicht realisiert.

Auf Antrag der Linken wurde im Mai 2018 die Prüfung von Dreijahresverträgen für ausgewählte Kultureinrichtungen beschlossen. Nun kam die Verwaltung trotz genereller Einwände zu dem Ergebnis, dass „Ausnahmen ... unter besonderen Umständen und mit strengen Auflagen“ möglich seien.

Von Volker Oelschläger

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