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Potsdam Kunden in Waldstadt planen Supermarkt mit
Lokales Potsdam Kunden in Waldstadt planen Supermarkt mit
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19:25 20.02.2015
Der Rohbau, in den der Kaiser’s-Supermarkt einzieht und Anfang Juli öffnen soll.  
Der Rohbau, in den der Kaiser’s-Supermarkt einzieht und Anfang Juli öffnen soll.   Quelle: Cludia Krause
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Waldstadt

Die künftigen Kunden haben ausdrücklich Mitspracherecht bei der Ausgestaltung des neuen Supermarktes in ihrem Wohngebiet. Im voll besetzten Haus der Begegnung in der Straße Zum Teufelssee nahmen Freitagnachmittag Mitglieder aus der regionalen Chefetage der Kaiser’s-Tengelmann GmbH Wünsche und Anregungen der vorwiegend älteren und mitunter mobil eingeschränkten Bewohner für den kleinen Supermarkt entgegen, der in den benachbarten Semmelhaack-Neubau zieht. Laut Regionalmanager Tobias Tuchlenski soll der Kaiser’s-Markt voraussichtlich in der ersten Juliwoche öffnen. Leiter des Marktes mit zirka 15 Mitarbeitern wird Yannis Leitzke.

Der künftige Waldstadt-Kaiser’s-Marktleiter Yannis Leitzke Quelle: Claudia Krause

Der Supermarkt wird auf zirka 450 Quadratmetern niedrige Regale, eine altersgerechte Beleuchtung, rutschfeste Fußböden, kleine Verpackungsgrößen für Minihaushalte und Einkaufswagen mit Lupen haben. Das sperrige Drehkreuz entfällt, so dass Menschen mit Rollatoren, Kinderwagen und Rollstühlen ungehindert Zugang haben. Das Sortiment werde bei Bedarf noch detaillierter an die Wünsche der Kunden angepasst, versprach Districtleiterin Britta Ehling. Gern nahm sie den Hinweis auf Windeln und Babynahrung entgegen, denn neben Älteren wohnen auch viele junge Familien in dem Quartier. Statt einer Fleisch-Käse-Bedientheke gibt es im SB-Bereich Frischware, selbst das erbetene „kleine Käsestück zum Reiben“ werde nicht fehlen. Ebenso nicht der Backshop mit Sitzmöglichkeiten und vor der Tür Fahrradständer und Behindertenparkplätze. Spontan sicherte Tuchlenski gestern noch den gewünschten Partyservice zu und zeigte sich nicht abgeneigt, auch den angeregten Bringedienst einzurichten. Aber: „Wir sind nicht die Wohlfahrt. Der Bedarf muss groß sein und die Wirtschaftlichkeit stimmen“, so der Manager.

Er und seine Kollegen hinterließen jedenfalls eine versöhnlich gestimmte Bewohnerschaft, die sich „mit ihren Bedürfnissen berücksichtigt findet“.

Dass es einmal soweit kommt, ist den Bürgerprotesten und dem Einsatz von Linke-Fraktions-Chef Hans-Jürgen Scharfenberg zu danken, der die Nöte der Leute ernst- und den Kontakt zu der Handelskette aufgenommen hat. Denn nach dem Abriss der Vorgängerkaufhalle hatte Grundstückseigentümer und Investor Semmelhaack dort nur eine Wohnanlage geplant. Jetzt kann man bald beides – wohnen in 79 Zweiraumquartieren und einkaufen bei Kaiser’s.
Von Claudia Krause

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