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Potsdam Kunsthaus rückt in die zweite Reihe
Lokales Potsdam Kunsthaus rückt in die zweite Reihe
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18:22 27.03.2019
Blick über die Hotelbaustelle zum „Sans titre“. Quelle: Varvara Smirnova
Innenstadt

Die Potsdamer Wohnungsgenossenschaft PWG 1956 will das Grundstück an der Französischen Straße 18 gemeinsam mit dem Kunsthaus „Sans titre“ entwickeln. Das haben die Vorstände Klaus-Dieter Boshold und Matthias Pludra am Mittwoch im Gespräch mit der MAZ gesagt. Gemeinsam mit der Stadt und dem Kunsthaus-Verein arbeite die PWG an einem Konzept, nach dem das „Sans titre“ in den geplanten Wohnungsbau integriert wird.

PWG-Vorstände Klaus-Dieter Boshold (l.) und Matthias Pludra Quelle: Volker Oelschläger

Das Kunsthaus ist 2009 in einem damals leerstehenden Industriebau aus den 1960er Jahren eröffnet worden. Mehrere Gründer hatten ihre Ateliers vorher im KunsthausPuschkin“ am Kapellenberg, das zu der Zeit aufgegeben werden musste. Die PWG plant auf dem Grundstück bereits seit längerem Wohnungsneubau. Auch der benachbarte Getränkemarkt soll laut Pludra Neubauten weichen. Auf dem Grundstück seien in bis 2023 insgesamt vier Gebäuden 60 bis 70 Wohnungen geplant.

Das Gebäude des Kunsthauses „Sans titre“ soll, so Pludra, komplett erhalten werden. Durch einen Wohnungsneubau auf dem Vorgelände an der Französischen Straße wird es jedoch quasi auf den Hinterhof in die zweite Reihe gerückt. Als Verbindung zur Straße sei eine Kunstgalerie im Erdgeschoss des Wohnungsneubaus geplant, die zugleich Durchgang zum „Sans titre“ wäre. Der Anschluss von Alt- und Neubau sei im Detail noch nicht geklärt.

An der Straße will die PWG insgesamt drei Wohnhäuser errichten, die die Flucht der im Krieg zerstörten alten Straße wieder aufnimmt. Das linke Haus Richtung Am Kanal wird mit mehr als 19 Metern die Höhe des benachbarten Hotelneubaus aufnehmen, die anderen beiden sind in Abstufungen kleiner und leiten so zu dem etwa zwölf Meter hohen benachbarten Wohnhaus aus den 1960er Jahren über.

Ausstellung „Bauhaus auf Reisen“ im „Sans titre“. Quelle: Varvara Smirnova

Ein weiteres Wohnhaus ist auf dem Hof hinter dem „Sans titre“ geplant. Das Kunsthaus selbst soll ebenfalls saniert werden, als Stichworte nennt Boshold Heizung und Wärmedämmung. Er versichert aber: „Wir werden auf jeden Fall keinen dort raussanieren.“ Die PWG 1956 ist mit 5500 Mitgliedern und 4100 Wohnungen nach der „Karl Marx“ die zweitgrößte Wohnungsgenossenschaft in Potsdam.

Das Kunsthaus „Sans titre“ hat sich in zehn Jahren zu einem der namhaften Zentren für die Produktion und Präsentation moderner Kunst entwickelt. In diesem Jahr bekommt das Zentrum erstmals eine Förderung von der Stadt: Kulturdezernentin Noosha Aubel übergibt den Zuwendungsbescheid über 25.000 Euro am Donnerstag um 14 Uhr. Am Freitag um 17 Uhr wird eine Ausstellung „Bauhaus bewegt/Bauhaus auf Reisen“ von der Schülern der evangelischen Grundschule eröffnet.

Von Volker Oelschläger

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