Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Kunstschau von Hasso Plattner doch nicht 500 Millionen Euro wert
Lokales Potsdam Kunstschau von Hasso Plattner doch nicht 500 Millionen Euro wert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:37 08.10.2013
Hasso Plattner besichtigt die Baustelle des künftigen Landtags. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Die Zahl hatte für reichlich Aufsehen gesorgt: Kunst im Wert von 500 Millionen Euro wolle Software-Milliardär Hasso Plattner angeblich im geplanten Palais Barberini am Alten Markt unterbringen. So zumindest hatte es der Baubeigeordnete Matthias Klipp (Bündnisgrüne) in der Stadtverordnetenversammlung am vergangenen Mittwoch verkündet. Nun meldet sich Plattner selbst zu Wort – und dementiert: „Die Zahlen und Gerüchte, die aktuell im Umlauf sind, sind falsch und entbehren jeder Grundlage“, so der Mäzen gegenüber der MAZ.

Auch die Baukosten der Kunsthalle – von Klipp mit 60 Millionen Euro beziffert – stünden noch keineswegs fest. Gleichzeitig konkretisierte Plattner seine Pläne für die Kunsthalle: Vorgesehen seien im Barberini wechselnde internationale Ausstellungen. Als einzige feste Schau werde seine Sammlung von Malern aus der ehemaligen DDR zu sehen sein.
Inzwischen gibt es gleichwohl die ersten belastbaren Zahlen zum Neubau des Palais: Als historisches Vorbild nehmen die Planer das Barberini der 1930er-Jahre, wie Projektleiterin Ines Schröder und Architekt Thomas Albrecht gestern Abend im Bauausschuss verkündeten – als die Vorderfassade nicht mit Werbeplakaten überdeckt war.

Auch von der viel diskutierten Rückansicht des Gebäudes präsentierten die beiden nun erstmals Entwürfe. So könnten die beiden Flügel drei an Stelle der historischen fünf Geschosse bekommen. Auch die Zahl der Fenster dürfte vom Vorbild abweichen: Anstatt acht wären es nur vier auf jeder Etage. Der Öffentlichkeit sollen die Entwürfe erst präsentiert werden, wenn sie ausgearbeitet sind, um keine voreiligen Debatten loszutreten, wie es hieß.

Die Planer rechnen für die Kunsthalle mit 500 Besuchern am Tag. Anfang September sollen die Arbeiten beginnen. Im November 2016 soll das Palais stehen.(Von Martin Küper)

Außen Barock, innen Nobel-Raumschiff. Der MAZ-Media-Store, der am Sonnabend öffnet, ist ein Hingucker. Dazu hat ihn Architekt Jörg Kairies gemacht.

12.06.2013
Potsdam Mega-Staus in der Landeshauptstadt - Baustellen in Potsdam frustrieren Autofahrer

An allen Ecken wird gebaut, auf Potsdams Straßen herrscht Chaos. Deshalb ruft die Stadtverwaltung die Bürger auf, ihre Autos stehen zu lassen.

12.06.2013
Potsdam Vergitterter Blick aufs Stadtschloss - Zoff um Gefängnis-Fenster im Potsdam-Museum

Das Treppenhaus im Potsdam-Museum am Alten Markt sorgt für Streit und stößt auf Unverständnis. Aus den Fenstern haben die Besucher einen vergitterten Blick auf die Innenstadt. Kritiker werfen dem Architekten vor, die Aussicht auf den Alten Markt verbaut zu haben. "Ich finde es scheußlich", sagt der Chef des Fördervereins des Museums, Markus Wicke.

11.06.2013