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Potsdam Landeshauptstadt Potsdam gibt sich ein Leitbild
Lokales Potsdam Landeshauptstadt Potsdam gibt sich ein Leitbild
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11:03 18.03.2015
Stau und Baustellen bestimmen den Alltag. Ein Thema für das Leitbild?
Stau und Baustellen bestimmen den Alltag. Ein Thema für das Leitbild? Quelle: Gartenschläger
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Potsdam

Parallel zur Lustgarten-Werkstatt und dem Bürgerdialog zur Zukunft der Garnisonkirche eröffnet die Stadt ein weiteres Verfahren zur Bürgerbeteiligung: Mit zehn „Stadtteildialogen“ am 17. und 18. April soll eine Debatte darüber eröffnet werden, wie sich die Landeshauptstadt in den nächsten zehn Jahren entwickeln soll. „Potsdam weiterdenken“ ist das Motto des Projekts, das zu einem neuen Leitbild für die Stadt führen soll.

Mit dem Leitbild sollen nach Mitteilung der Verwaltung „langfristige Ziele formuliert werden“, die von der Mehrheit der Potsdamer mitgetragen und „in den verschiedensten Bereichen der Stadtgesellschaft verankert und umgesetzt werden“. Das Ergebnis soll für die Stadtpolitik über die laufende Legislaturperiode hinaus bindend sein. Aus dem Leitbild sollen „konkrete Ziele abgeleitet werden“, die sich schließlich auch im Haushaltsplan wiederfinden.

25 Jahre nach dem politischen Neuanfang sei es Zeit für einen „Selbstvergewisserungsprozess über Zukunftsvorhaben, die wir auf den Weg bringen wollen“, sagte Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD). Angekündigt ist ein dreistufiges Vorgehen. In den „Stadtteildialogen“ sollen Anliegen, Probleme und Themenvorschläge der Potsdamer aufgenommen werden, die im Juni in einer ersten Zusammenfassung erneut zur Diskussion gestellt werden sollen. Ein darauf basierender Leitbildentwurf soll im Herbst noch einmal debattiert und überarbeitet werden. Die Endfassung soll voraussichtlich im November als Beschluss von den Stadtverordneten verabschiedet werden.

Materialschlacht

Die Leitbild-Kampagne wird mit einer Materialschlacht eröffnet. In den nächsten Tagen sollen stadtweit 75 000 Karten und 110 000 Flyer mit Informationen dazu verteilt werden.

Leitmotiv ist das Bild eines Jungen mit Sprechblase: „Duhuu, erzähl’ mal von morgen!“ und dem Motto: „Potsdam weiterdenken.“ Die ersten Großplakate sollen Anfang April zu sehen sein.

Die Beteiligung an der Ideensammlung für das Leitbild ist neben den Versammlungen auch per Post und Internet möglich. Mehr Infos gibt es unter www.potsdam-weiterdenken.de vo

Im Ergebnis soll es laut Jakobs eine „verbindliche Ausrichtung der politischen Schwerpunkte der nächsten zehn Jahre“ geben. Dabei soll es auch um die Frage gehen: „Für welche Themenbereiche wollen wir Investitionen vornehmen?“ Als Beispiel nannte er die Abwägung der Ausgaben für Kultur oder Sport. „Wir wollen herausfinden: Was bewegt die Menschen?“ Sicher sei er sich, dass die Lösung der Verkehrsprobleme auf der Liste der zehn Leitorientierungen erscheint, so Jakobs. Weniger Chancen räumt er dem Garnisonkirchstreit ein. Das nämlich sei ein „sehr spezielles Thema: In der breiten Wahrnehmung spielt das gar keine Rolle“, so die Einschätzung des Oberbürgermeisters.

Für das Leitbild sind 250 000 Euro eingeplant, die aus dem Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters kommen. Zum Vergleich: Das aus Städtebaufördermitteln finanzierte Werkstattverfahren zur Gestaltung des Lustgartens kostet rund 520 000 Euro.

Von Volker Oelschläger

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