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Potsdam Extremes Niedrigwasser: Potsdam untersagt Wasserentnahme aus Flüssen, Seen und Gräben
Lokales Potsdam

Landeshauptstadt Potsdam untersagt Wasser-Entnahmen aus Flüssen, Seen und Gräben

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17:25 29.06.2021
Garten-Bewässerung mit Wasser aus der Havel oder Nuthe ist ab dem 1. Juli untersagt.
Garten-Bewässerung mit Wasser aus der Havel oder Nuthe ist ab dem 1. Juli untersagt. Quelle: Frank Rumpenhorst/ dpa (Symbolbild)
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Potsdam

 In diesem Jahr hat es zu wenig geregnet, die Wasserstände der Potsdamer Gewässer sind zu niedrig. Die Landeshauptstadt Potsdam als Untere Wasserbehörde untersagt daher ab dem 1. Juli 2021 die Entnahme aus Oberflächengewässern per Allgemeinverfügung. Daraus folgt, dass die Entnahme mit Pumpeinrichtungen aus Seen, Flüssen und Gräben auf dem Gebiet der Landeshauptstadt Potsdam zum Zweck der Bewässerung bestraft wird. Das betrifft vor allem Hausbesitzer, deren Grundstücke direkt einem See oder Fluss liegen und oftmals ihre Gärten mit Wasser aus Havel oder Nuthe mittels einer Pumpe bewässern.

Zuwiderhandlungen können mit Geldbußen von bis zu 50.000 Euro geahndet werden können. Die Einhaltung der Allgemeinverfügung wird die Stadt Potsdam von einem Boot aus kontrollieren.

Wie die Stadt am Dienstag mitteilte, konnte die extreme Niedrigwassersituation in den Sommern 2018, 2019 und 2020 in den zurückliegenden Wintermonaten nicht ausgeglichen werden. Von Jahresbeginn bis April fielen weniger als die im langjährigen Mittel der Jahresreihe 1981 bis 2010 erforderlichen 100 Prozent Niederschlag. Einzig der Mai hat die 100 Prozent erreicht. Doch der Juni war erneut viel zu trocken. Lediglich sieben Prozent wurden erreicht.

Zwei Pegel sind maßgeblich

Wie die Stadt Potsdam mitteilte, sind für Entnahme-Verbote die Pegel der Nuthe (1,84 Kubikmeter je Sekunde) und der Havel (20,4 Kubikmeter je Sekunde) maßgeblich.

Diese erforderlichen Mindestdurchflussmengen wurden seit mehreren Wochen nicht erreicht, teilte die Stadt weiterhin mit. Beim aktuellen Wochenbericht wurden an der Havel (Pegel Ketzin) lediglich 11,3 Kubikmeter je Sekunde und an der Nuthe (Pegel Babelsberg) 1,20 Kubikmeter je Sekunde gemessen.

Wird der maßgeblichen Richtpegel eines Flussgebietes in drei aufeinanderfolgenden Wochenberichten erreicht oder unterschritten, müssen Maßnahmen zum sparsamen Wasserverbrauch zum Einsatz kommen.

Von MAZonline

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