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Potsdam Dafür stehen die Direktkandidaten in „Potsdam II“
Lokales Potsdam Dafür stehen die Direktkandidaten in „Potsdam II“
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11:03 15.08.2019
Das Potsdamer Wohngebiet Kirchsteigfeld ist Teil des Wahlkreises 22 „Potsdam II“ Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Zehn Direktkandidaten treten bei der Landtagswahl im Wahlkreis 22 „Potsdam II“ an. Sie kämpfen um die Wählerstimmen in der Südlichen Innenstadt, der Templiner Vorstadt/Forst Potsdam Süd, Teltower Vorstadt, Schlaatz, Waldstadt I und II, Stern, Drewitz und Kirchsteigfeld. Wofür sie stehen? Die MAZ hat nachgefragt.

>>>Analyse: Wer gewinnt den Wahlkreis?

Daniel Keller, SPD

Daniel Keller, 36, Sporttrainer. Quelle: SPD

Wenn Sie es in den Landtag schaffen, was wollen Sie am Ende Ihrer Amtszeit für Ihren Wahlkreis erreicht haben?

Nach 5 Jahren im Landtag will ich endlich mehr Lärmschutz an der Nutheschnellstraße, eine sinnvolle Bebauung der Brachen im Kirchsteigfeld, ein saniertes Jagdschloss am Stern, ein fertig gestelltes Sportforum am Schlaatz und Sozialwohnungen auf dem ehem. Tram-Depot an der Heinrich-Mann-Allee.

Was wären als Landtagsabgeordneter Ihre drei politischen Prioritäten?

Als Judo-Trainer liegt mir natürlich der Sport am Herzen. Bildungspolitik ist das zweite Thema, für das ich mich stark machen möchte. Ich will gleiche Bildungschancen für alle! Die Wohnraumpolitik des Landes schließlich hat starken Einfluss auf den Potsdamer Süden und wie wir hier leben können.

Warum sollte der Wähler gezielt Ihnen seine Stimme geben?

Ich bin am Schlaatz geboren und in Drewitz aufgewachsen. Heute lebe ich im Kirchsteigfeld. Der Potsdamer Süden war und ist meine Heimat, hier fühle ich mich wohl und zuhause. Ich bin der von hier! Daher würde es mich freuen, meine Nachbarn im Landtag vertreten zu dürfen.

Hans-Jürgen Scharfenberg (Linke)

Dr. Hans-Jürgen Scharfenberg, 65, Staatswissenschaftler. Quelle: promo

Wenn Sie es in den Landtag schaffen, was wollen Sie am Ende Ihrer Amtszeit für Ihren Wahlkreis erreicht haben?

Bedarfsgerechtes Angebot an belegungsgebundenen Wohnungen durch verbesserte Landesförderung, beitragsfreie Kitas, Bau des Waldstadtcampus ohne Eingriff in das Landschaftsschutzgebiet, saniertes „Minsk“ ist erfolgreiches Museum für DDR-Kunst, Kastellanhaus ist saniert, durchgängiger Uferweg Leipziger Straße.

Was wären als Landtagsabgeordneter Ihre drei politischen Prioritäten?

Weiterer Ausbau der Kommunalfinanzierung, um den Handlungsspielraum der Städte und Gemeinden zu vergrößern, Verbesserung der Rahmenbedingungen für bezahlbares Wohnen v.a. durch Anpassung der Wohnungsbauförderung, Maßnahmen zur Begrenzung von Mieterhöhungen Durchsetzung der Beitragsfreiheit für Kitas.

Warum sollte der Wähler gezielt Ihnen seine Stimme geben?

Weil ich mich seit langem für die Verbesserung der Wohn-und Lebensbedingungen insbesondere im Potsdamer Süden einsetze und dabei im persönlichen Kontakt und direkten Gespräch viel für die Menschen erreichen konnte. Ich kann und will nur über die Erststimme gewählt werden, da ich nicht auf der Landesliste stehe.

Steeven Bretz (CDU)

Quelle: Friedrich Bungert

Wenn Sie es in den Landtag schaffen, was wollen Sie am Ende Ihrer Amtszeit für Ihren Wahlkreis erreicht haben?

In Potsdam muss mehr bezahlbarer Wohnraum entstehen. Kinder sollen stolz sein, in Potsdam zur Schule zu gehen. Ein Schulstarterpaket (Ranzen, Federtasche, Fibel) und gesundes, regionales Essen gehören dazu. Die Chancen der Digitalisierung mit den Themen Smart City, Verkehr und Gesundheit verbinden.

Was wären als Landtagsabgeordneter Ihre drei politischen Prioritäten?

Der Staat muss seinen Job machen, deshalb Stärkung von Polizei und Justiz. Die Verbesserung des ÖPNV durch ein kluges Konzept, z.B. die kostenlose Kurzstrecke und Car-Sharing. Wir wollen den Eigenanteil, den Menschen in Pflegeeinrichtungen zahlen müssen, deckeln, um auch Familien zu entlasten.

Warum sollte der Wähler gezielt Ihnen seine Stimme geben?

Mir als Landtagskandidat ist es persönlich wichtig, insbesondere in diesen turbulenten Zeiten für die Eckpfeiler unserer Gesellschaft, also Freiheit, Toleranz, Rechtsstaatlichkeit und Zusammenhalt, einzustehen und Verantwortung zu übernehmen.

Frauke Havekost (Grüne)

Frauke Havekost, 50, Volkskundlerin. Quelle: Friedemann Steinhausen

Wenn Sie es in den Landtag schaffen, was wollen Sie am Ende Ihrer Amtszeit für Ihren Wahlkreis erreicht haben?

Ich stehe für ein Kiez des Miteinander und lebendige Nachbarschaften. Ich will daran arbeiten, dass Wohnraum bezahlbar bleibt, Kinderarmut ein Ende nimmt und Einsamkeit zum Fremdwort wird. Jeder soll gleiche Chancen für eine tolle Zukunft haben. Das sind meine Pläne für das ganze Land – aber im besonderen für meinen Wahlkreis 22.

Was wären als Landtagsabgeordneter Ihre drei politischen Prioritäten?

Ich werde mich einsetzen für gute Bildung von Anfang an und lebenslang: Kitas, Schulen und Kultur. Ich will, dass jeder einen guten Job hat und Arbeit gerecht bezahlt wird. Und weil es mehr im Leben gibt als den Broterwerb setze ich mich auch stark ein für das Ehrenamt.

Warum sollte der Wähler gezielt Ihnen seine Stimme geben?

Ich packe Dinge an: privat, ehrenamtlich und beruflich. Im Integrationsgarten im Schlaatz erlebe ich seit Jahren, wie aus einer verrückten Idee eine Oase wird. In meinem Verein bringen wir syrischen Frauen Fahrrad fahren und Schwimmen bei. Wenn ich einen Missstand sehe, dann will ich ihn heilen. Diese Energie setze ich für meine Wähler ein.

Chaled-Uwe Said (AfD)

Chaled-Uwe Said, 44, Verwaltungswissenschaftler. Quelle: AFD

Wenn Sie es in den Landtag schaffen, was wollen Sie am Ende Ihrer Amtszeit für Ihren Wahlkreis erreicht haben?

Für viele Bürger in meinem Wahlkreis sind Sicherheit/ Ordnung entscheidend. Ich möchte zusammen mit der SVV-Fraktion die Etablierung von Drogenkriminalität verhindern, Prävention von Jugendkriminalität stärken und arme Bürger/ Familien entlasten. Die „Platte“ muss nach Sanierung günstig bleiben.

Was wären als Landtagsabgeordneter Ihre drei politischen Prioritäten?

Prio 1: Unterstützung sämtlicher Vorhaben zur Ausschaffung illegaler Einwanderer und abgelehnter Asylbewerber und zum Sachleistungsvorrang. Prio 2: vollständiger Ausbau der digitalen Infrastruktur zur Sicherung der Zukunftschancen auf dem Lande. Prio 3: Attraktivitätssteigerung für Firmenansiedlungen.

Warum sollte der Wähler gezielt Ihnen seine Stimme geben?

Ich halte mich für einen pragmatischen Problemlöser. Erst im April 2018 wurde von Rot-Rot ein Digitalbeirat eingerichtet, der im Dezember ein Positionspapier für Brandenburg veröffentlichte - wer so dermaßen die Zukunft verpennt, muss abtreten und Macher ranlassen. Geht derzeit nur mit der AfD.

Andrea Ney (FDP)

Andrea Ney, 47, Kommunikationsdesignerin. Quelle: Kathleen Friedrich

Wenn Sie es in den Landtag schaffen, was wollen Sie am Ende Ihrer Amtszeit für Ihren Wahlkreis erreicht haben?

Als Freie Demokratin setze ich mich für die Verbesserung der Schulsituation durch ausreichend Lehrerstellen und deutlich weniger Fehlstunden ein, für eine Wirtschaftsförderung von Handwerk, Handel und Gewerbe sowie für den deutlichen Ausbau des ÖPNV, um Bürger, Verkehrsstress und Umwelt zu entlasten.

Was wären als Landtagsabgeordneter Ihre drei politischen Prioritäten?

In Bildung investieren! als Basis jedes Einzelnen für seine Entwicklung, flexible Betreuungszeiten für Kinder, mehr Lehrer ausbilden und anstellen; Infrastruktur ausbauen! Bürokratiehürden abbauen, Digitalministerium einrichten, Wohneigentum fördern; Rechtsstaat sichern! Polizei und Justiz stärken.

Warum sollte der Wähler gezielt Ihnen seine Stimme geben?

Ich kann zuhören, habe den Mut, Probleme zu lösen und die Fertigkeit, mich für die Themen der Bürger einzusetzen. Da ich aus der Praxis komme, stehe ich im Politikalltag für ein „Anders als bisher”. UND: als Freie Demokratin setze ich mich für das Einwanderungsgesetz ein.

Irene Kamenz (BVB/Freie Wähler)

Irene Kamenz, 57, Bürokauffrau. Quelle: Michael Waldau

Wenn Sie es in den Landtag schaffen, was wollen Sie am Ende Ihrer Amtszeit für Ihren Wahlkreis erreicht haben?

Im Falle eines Einzugs in den Landtag, werde ich in erster Linie darum kämpfen, dass nicht nur in meinem Wahlkreis, sondern im ganzen Land, Bildung und Erziehung kostenfrei wird. Es ist für mich eine Selbstverständlichkeit, Prioritäten richtig zu setzen und das zur Verfügung stehende Geld sinnvoll einzusetzen.

Was wären als Landtagsabgeordneter Ihre drei politischen Prioritäten?

Wir als BVB/Freie Wähler sehen in einer erfolgreichen Familienpolitik einen wesentlichen Beitrag zu einer harmonischen Gesellschaft mit Zukunftsperspektiven. Dazu gehören eine beitragsfreie Kinderbetreuung, die Abschaffung von Studien- oder Anmeldegebühren für Erststudenten und der Schutz der Bürger vor Kriminalität.

Warum sollte der Wähler gezielt Ihnen seine Stimme geben?

Als Vertreterin einer Bürgerbewegung bin ich die vernünftige Alternative für alle, die Parteipolitik, Postengeschacher und Hass ablehnen. Ich fühle mich keiner Ideologie, sondern nur dem gesunden Menschenverstand verpflichtet.

Sylvia Swierkowski (Die PARTEI)

Sylvia Swierkowski, Direktkandidatim im Wahlkreis 22 zur Landtagswahl 2019 in Brandenburg der Partei Die PARTEI Quelle: E-Mail-MVD

Wenn Sie es in den Landtag schaffen, was wollen Sie am Ende Ihrer Amtszeit für Ihren Wahlkreis erreicht haben?

Brandenburg zubetonieren. Komplett. Wer soll die ganzen leerstehenden Dörfer denn instand halten, wenn die jungen Leute auf Grund von schlechter Bezahlung und prekären Arbeitsbedingungen abgewandert sind? Touristisch könnte das ein einmaliger Eyecatcher werden. #steingartenbrandenburg #bleibsauber.

Was wären als Landtagsabgeordneter Ihre drei politischen Prioritäten?

Erstens: Heimat. Zweitens: Unsere fleißigen Braunkohlearbeiter brauchen eine Perspektive. Brandenburg braucht Lehrkräfte. Schulen wir Grubengabi und Kohlekarl zu schnittigen Pädagogen um. So ist der Kohleausstieg bereits zu den Winterferien 2020 möglich! #eskannsoeinfachsein Drittens: Heimat. Heimat. Heimat.

Warum sollte der Wähler gezielt Ihnen seine Stimme geben?

Ich bin die Einzige, die die Aufhebung des Schwebeverbots fordert. 99% der Wissenschaftler*innen behaupten zwar, dass es auf der Erde die Schwerkraft gibt. Aber: Warum sollten wir nicht dem anderen 1% glauben? Noch ist hier gar nix erwiesen!

Michael Grüß (DKP)

Michael Grüß, 42, Grafiker. Quelle: Privat

Wenn Sie es in den Landtag schaffen, was wollen Sie am Ende Ihrer Amtszeit für Ihren Wahlkreis erreicht haben?

Bundesratsinitiativen für die Beendigungen der Sanktionen gegen Russland und den Austritt aus der NATO sowie Einführung einer Millionärssteuer; Verankerung einer Privatisierungsbremse in der Landesverfassung und Offensive für Polikliniken, Schulen, Kitas und Sozialwohnungen in öffentlicher Hand.

Was wären als Landtagsabgeordneter Ihre drei politischen Prioritäten?

Frieden und Freundschaft mit RusslandAbrüstung jetzt! Vorfahrt für das Recht der arbeitenden Bevölkerung auf Bildung, Wohnen, Gesundheit, Kultur und Mobilität ohne CO2-Steuer; Würdigung und Anerkennung der Errungenschaften der Deutschen Demokratischen Republik und der Leistungen ihrer Bürger.

Warum sollte der Wähler gezielt Ihnen seine Stimme geben?

Weil die DKP parteiisch ist – sie bezieht Position für den DDR-Bürger, dessen Betrieb durch die Treuhand abgewickelt wurde, die alleinerziehende Mutter, die als Pflegehelferin in Vollzeit unter der Armutsgrenze lebt, und den Familienvater, der trotz Arbeit ALG-II zur Aufstockung beantragen muss.

Ingo Charnow (Einzelbewerber)

Ingo Charnow, 48, Objektleiter. Quelle: Privat

Wenn Sie es in den Landtag schaffen, was wollen Sie am Ende Ihrer Amtszeit für Ihren Wahlkreis erreicht haben?

Dass die Potsdamer Bürger, sich die Mieten weiterhin Leisten können, die Quartiere einen Revierpolizisten als Ansprechpartner für die kleinen täglichen Belange haben, Kinder wieder bespielbare Spielplätze vorfinden. Dieses ist nur eine sehr kleine Auswahl von Themen, die ich dann erreicht habe.

Was wären als Landtagsabgeordneter Ihre drei politischen Prioritäten?

Priorität 1: die Bekämpfung des sozialen Unrechtssystems Hartz 4. Priorität 2: Vollversorgung der Kinder und Jugendlichen in Form von kostenloser Kita- und Hortbetreuung inklusive Essensversorgung und kostenlosem ÖPNV zur Wahrung der Chancengleichheit. Priorität 3: Arbeiten muss sich lohnen, ein Tarif West. Gleiche Arbeit, gleicher Lohn.

Warum sollte der Wähler gezielt Ihnen seine Stimme geben?

Weil es an der Zeit ist, dass Politik unabhängig von einem Parteienstatus gestaltet wird, vom Bürger für den Bürger parteiunabhängig. Politik von Parteien für Parteien, Postengeschacher hatten wir genug, es reicht dem Wähler.

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