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Potsdam Lange Brücke wird fünf Jahre Baustelle
Lokales Potsdam Lange Brücke wird fünf Jahre Baustelle
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12:51 26.02.2018
Bei einer Führung in das morsche Innere der Langen Brücke. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Die Stadt hat den Sanierungsfahrplan für die Lange Brücke präzisiert. Die vorbereitenden Planungen für den Abriss und Neubau sollen 2019 beginnen, so am Mittwoch der Potsdamer Rathaussprecher Stefan Schulz. Die Ausschreibung sei 2022 geplant. Der Abriss und Neubau der vier Brückensegmente über der Alten und der Neuen Fahrt werde „nach jetzigem Stand frühestens ab 2023 schrittweise durchgeführt“: „Die voraussichtliche Bauzeit beträgt fünf Jahre.“

Die Arbeitsgruppe Ingenieurbauwerke im Rathaus hatte am Montag in der MAZ bekannt gegeben, dass die Lange Brücke voraussichtlich ab 2022 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden soll. Zu der Zeit sollte die Totalsanierung einer weiteren Hauptverkehrsader gerade ins Ziel gehen: Der Landesbetrieb für Straßenwesen hatte auf MAZ-Anfrage mitgeteilt, dass von 2020 bis 2023 Abriss und Neubau der Hochbrücke anstünden, auf der die Nuthestraße über die Friedrich-List-Straße, die Gleise der Berliner Bahnen und die Friedrich-Engels-Straße geführt wird. Schulz versicherte am Mittwoch jedoch, dass Abriss und Neubau der Langen Brücke „nach jetzigem Stand“ erst „nach Beendigung der Baumaßnahmen des Landesbetriebes Straßenwesen an der Hochstraßenbrücke“ durchgeführt würden.

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Die Potsdamer Linken hatten am Dienstag gefordert, dass die Stadt einen Zeitplan für die Brückensanierungen vorlegt mit dem Ziel, „parallel laufende Bauarbeiten“ an Langer Brücke und Nuthe-Schnellstraße zu vermeiden. Zur nächsten Stadtverordnetensitzung soll es einen Antrag geben.

Schulz erklärte nun: „Bestandteil der Vorbereitung des Bauvorhabens ist auch die Planung der Verkehrslogistik während der einzelnen Bauphasen.“ Andere Projekte „im näheren Umfeld“ würden mit Blick auf ihre „Auswirkungen auf den Verkehr bewertet und können nur koordiniert durchgeführt werden“. Für eine Bewertung sei es allerdings noch „zu früh“, da sich die Projekte „teilweise noch nicht in der Planungsphase befinden“, so Schulz: „Über konkrete Auswirkungen auf den Verkehr kann also derzeit nur spekuliert werden.“

Neben der Hochstraßenbrücke nannte Schulz als weitere Großbaustellen das Leipziger Dreieck, die Heinrich-Mann-Allee sowie den Brückenneubau für den Horstweg über die Nuthe und den Brückenneubau der Nutheschnellstraße stadtauswärts über den Horstweg.

Die 1961 für den Verkehr freigegebene Lange Brücke, eine von sehr wenigen Spannbetonbrücken in Deutschland, gilt seit Jahren als Sanierungsfall. Seit 2016 ist öffentlich bekannt, dass sie mittelfristig durch einen Neubau ersetzt werden muss.

Von Volker Oelschläger

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